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Georgios Chatzoudis | 08.04.2019 | 427 Aufrufe | Interviews |
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Ideen vom optimalen Menschen

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Maren Lorenz

Ideen, den Menschen zu verbessern, ihn leistungsstärker, moralisch gut und auch glücklicher zu machen, sind nicht neu. Schon Platon entwarf in seiner Politeia Konzepte von einem Staat mit einer optimal zusammengesetzten Bevölkerung. Diese Überlegungen muten heute modern und erschreckend zugleich an. Hier wird nach einem Plan gezüchtet und aussortiert - unweigerlich denkt man an eugenische Verfahren des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts. Wie tief solche Phantasien historisch verankert sind, zeigt die Historikerin Prof. Dr. Maren Lorenz von der Universität Bochum in ihrem neuen Buch "Menschenzucht. Frühe Ideen und Strategien, 1500-1870". Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt.

Auswahl der Videokapitel

00:14 Begrüßung und Einführung
00:56 Warum beginnen Sie in Ihrem Buch mit Platon?
01:43 Zu welchem Zweck soll der Mensch optimiert werden?
03:05 Was bedeutet in Ihrem Buch der leitende Begriff Proto-Eugenik?
06:20 Welche Rolle spielen Christentum und Renaissance in Ihrer Untersuchung?
08:47 Mit welchen Mitteln glaubte man Menschen optimieren zu können?
11:15 Passage aus dem Buch zum Thema "optimale Fortpflanzung"
16:37 Was wussten die Menschen vom Menschen seit der Frühen Neuzeit?
18:46 Welche Bedeutung kommen den Analogien mit der Tier- und Pflanzenwelt zu?
26:09 Welche Aufgabe hat der Staat bei der Verbesserung des Menschen?
30:05 Welchen Einfluss hatten und haben Krisen auf die Bevölkerungspolitik?
34:30 Was verschiebt im bevölkerungspolitischen Diskurs die Grenzen des Sagbaren?
41:09 Wie geht eine rassistische Gesellschaft wie die US-amerikanische mit dem Thema Menschenzucht um?
47:30 Welche Rolle spielen kapitalistische Logiken für die Ideen vom optimalen Menschen?
56:30 Inwiefern ist das Projekt Menschenzucht ein Projekt der Moderne bzw. der Aufklärung?

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Zu Gast bei L.I.S.A.
13.04.2015

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