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Georgios Chatzoudis | 29.10.2018 | 492 Aufrufe | Interviews

"Afrikaner müssen wissen, wer sie sind"

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Bertrand Collins Ngong

Warum lernt ein Kameruner in Kamerun Deutsch? Warum studiert er sogar Germanistik? Die spontane Antwort Bertrand Collins Ngongs: "Aus Liebe." Das macht stutzig und neugierig. Immerhin war Kamerun einst deutsche Kolonie - von 1884 bis 1919. In seiner Masterarbeit untersuchte Bertrand Collins Ngong die deutsche Sprache auf Anglizismen. Inzwischen hat er sich von der Germanistik ab- und der Afrikanistik zugewandt und mit seiner Dissertationsarbeit begonnen. Zusätzlich arbeitet er bei der Fondation AfricAvenir International in Douala in Kamerun und transkribiert unter anderem Interviews, die seit den 1980er Jahren mit Zeitzeugen der kolonialen Vergangenheit geführt und auf Tonband festgehalten wurden. In unserer Rubrik L.I.S.A.video findet sich eine ausführliche Videodokumentation dieses Forschungsprojekts, das von Prinz Kum'a Ndumbe III. geleitet wird. Von unserem Gast wollten wir nun wissen, was Deutschland für ihn bedeutet, welche Rolle für ihn die deutsche Kolonialzeit in Kamerun spielt und was er unter afrikanischer Identität versteht.

00:15 Bericht von der Frankfurter Buchmesse
01:29 Vorstellung des Buchprojekts "Afrikanische Zeitzeugenberichte"
03:14 Warum haben Sie Germanistik studiert?
04:44 Was meinen Sie mit "aus Liebe"?
07:15 Welche Bedeutung hat für Sie die deutsche Kolonialvergangenheit?
11:13 Wie sollte die Germanistik in Afrika ausgerichtet sein?
13:53 Warum haben Sie die deutsche Sprache auf Anglizismen untersucht?
17:28 Warum integrieren Sprachen Vokabular aus anderen Sprachen?
20:18 Warum haben Sie sich von der Germanistik ab- und der Afrikanistik zugewandt?
25:58 Welche Rolle spielt dabei die vorkoloniale Geschichte Kameruns?
31:26 Kann Afrika ohne die europäische Brille betrachtet werden?
34:44 Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus?

Videoreihe "Zu Gast bei L.I.S.A."

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