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Jens Holger Jensen

Ort: Frankfurt am Main
Mitglied seit 05.01.2011

Wissenschaftliches Profil

Forschungsthemen

Die Geschichte von Frankfurt-Sachsenhausen
z.B. die Entwicklung einer Straße von der Eisenbahntrasse über die Industriestraße zzur Wohnstraße und Ausgehmeile
z.B. die Entwicklung und Geschichte des Sachsenhäuser Westends

Aktuelles Projekt



Das Sachsenhäuser Westend
mit der Entwicklung und Geschichte der Holbeinstraße, des "Rosengärtchens", das korrekt Otto-Hahn-Platz heißt und mit der
ersten Baulanderschließung nach dem Frankfurter Umlegungsgesetz "Lex Adickes"
Die Textorstraße
-vom Wandel der Eisenbahntrasse über die Industriestraße zur neuen Ausgehmeile Sachsenhausens

Institut für Stadtgeschichte:

Alle dem malerischen Plan von 1864 (Delkeskamp) nachfolgenden Pläne, insbesondere solche die die Planung der Straßen um 1880 zeigen, sichten.
Ich erinnere mich einen Plan gesehen zu haben der das spätere Malerviertel Sachsenhausen und die damalige Straßenplanung zeigt. Dort ist noch von der Varrentrappstraße, der späteren Textorstraße die Rede. Der Plan müsste in etwa aus dem Jahr 1880 stammen.

Offene Fragen:
• Entspricht der heutige Straßenverlauf dem der damaligen Planung 1:1 ?
• War in der damaligen Planung bereits eine Zweiteilung der ehemaligen Eisenbahntrasse in die heutige Textorstraße und Thorwaldsenstraße vorgesehen ?
• Wann begann die Erschließung der heutigen Textorstraße und der Bau der Kanalisation ?
• Wo entstanden die ersten Häuser ?
• Wer waren die damaligen Bauherren ?
• In diesen Quartier entstanden durch den Neubau der Holbein Mittelschule sowie der Doppelschule aus Textor- und Schwanthaler Schule (Grundschulen) eine für Frankfurt einzigartige Schuldichte. Die Schillerschule und Carl-Schurz-Schule sowie das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium (jetzt Freiherr-vom-Stein Schule) die Wallschule und die Heinrich-von-Stephan Schule wurden ungefähr um die gleiche Zeit gebaut. Entsprach die Schülerzahl den ursprünglichen Planungen ?

Der Delkeskamp-Plan (1864) zeigt in heutigen Quartier des Lokalbahnhofs und des Textorblocks die Fabrikgelände und Gebäude der Vereinigten Chininfabriken Zimmer & Co GmbH und der Großgerberei Martin May.

• Wann entstanden diese Fabriken ?
• Wann und warum wurden diese Fabriken aufgegeben ?
• Welche Bedeutung hatten diese Fabriken ?
• Wieviele Menschen arbeiteten dort ?
• Ist bekannt wo diese Menschen wohnten ?
• Wie war der Material-und Warentransport organisiert ?
• Welche Rolle spielte dabei die Eisenbahn ?
Institut für Stadtgeschichte / Universitätsbibliothek / Bibliothek der IHK / Historisches Museum (evtl. Deutsches Architekturmuseum):

Damit nachvollzogen werden kann wie die anfängliche Struktur der Textorstraße war und wie sie sich weiterentwickelte soll durch die Sichtung der verfügbaren Frankfurter Adressbücher und statistischen Jahrbücher die Anzahl Wohnhäuser helfen folgende Detailfragen zu klären:

• Das statistische Jahrbuch von 1885 kennt noch kein bebautes Grundstück in der heutigen Textorstraße, 1890 weist für die Varrentrappstraße ein bewohntes Grundstück mit 1 Haushalt und 3 Bewohnern und das Jahrbuch von 1895 weist ein Grundstück mit 9 Haushaltungen und 36 Bewohnern aus. Um welches Haus handelt es sich und wann wurde es genau erbaut ?
• Wieviele Wohnungen befanden sich in allen Vorder- und Hinterhäusern ?
• Wieviele Bewohner hatten die einzelnen Häuser ?
• Welche Ladengeschäfte gab es ?
• Welche Handwerksbetriebe waren ansässig ?
• Welche Lokale gab es ?
• Wie war die Bevölkerungsentwicklung in dieser Zeit in Frankfurt und in Sachsenhausen ?

Die statistischen Jahrbücher der Stadt Frankfurt kennen zumindest bis 1895 noch keine Textorstraße. Die ehemalige Eisenbahntrasse heißt zu diesem Zeitpunkt noch Varrentrapp-straße. Die heutige Varrentrappstraße (zwischen Theodor-Heuss- und Hamburger Allee) muss als etwas weniger bedeutend angesehen werden (deutlich kürzer) als die Textorstraße.

• Was war der Grund für die Namensänderung ?
• In welchem Jahr fand die Namensänderung statt ?

Die Gründerzeit-Architektur, mit einem für Sachsenhausen einzigartigen beidseitigen Ensemble zwischen Stegstraße und Oppenheimer Landstraße enthält wiederkehrende Fassadenelemente die von den Bauherren aus einem „Katalog“ ausgewählt werden konnten.

• Wer bestimmte das Angebot ?
• Welche Fassadenelemente genau standen zur Auswahl ?





Institut für Stadtgeschichte / Historisches Museum / Frankfurter Straßenbahn Museum (evtl. Deutsches Eisenbahn Museum):

Am Anfang der Industriealisierung standen die Erfindung der Dampfmaschine und der Eisenbahn. Sie revolutionierte das gesamte Verkehrswesen, dass bis dahin mittels schwer beladenen Kaufmannswagen, einem regen Schiffsverkehr sowie per Postkutsche und zu Fuß erfolgte oder man benutzte Pferd und Wagen.

• Mit der FOTG (Frankfurt-Offenbacher-Trambahn-Gesellschaft) hielt die Eisenbahn in Sachsenhausen Einzug. Wann genau war das ?
• Über die heutige Friedensbrücke kam dann auch die Verbindung nach Frankfurt zustande. Wann genau war das ?
• Wann wurde diese Eisenbahnbrücke gebaut ?
• Beide Bahnlinien trafen sich am Lokalbahnhof. Konnte man von Frankfurt (Main-Neckar-Bahnhof) kommend ohne am Lokalbahnhof umzusteigen nach Offenbach durchfahren ?
• Wo überall befanden sich in Sachsenhausen Eisenbahn-Haltestellen ?
• Gibt es noch Fahrpläne dieser Eisenbahnlinien ?
• Mit dem Bau des heutigen Frankfurter Hauptbahnhofs war es notwendig eine neue Eisenbahnbrücke (Main-Neckar-Brücke) zu bauen und die Trasse der Eisenbahnlinie (Bebraer Bahn) in Sachsenhausen neu zu verlegen. Wann genau war das ?
• Wem gehörte der Grund und Boden auf dem die neue Trassen verlegt wurden und welche Konsequenzen ergaben sich aus den Grundstücksverkäufen ?
• Welche Auswirkungen ergaben sich für Sachsenhausen aus der beginnenden Industriealisierung und dem Bau des Bahnhofs in Sachsenhausen ?
• ….
• ….
• ….
Zeitzeugenbefragung:

Über die beiden alteingesessenen Ladengeschäfte in der Textorstraße soll versucht werden Kontakt und Zugriff auf Fotos und andere Unterlagen von Geschäften und deren Entwicklung zu bekommen.

Über Interviews mit heutigen und ehemaligen Bewohnern der Textorstraße soll versucht werden dem Leben in der Textorstraße nachzuspüren. In der Textorstraße wurde in der 1980er Jahren ein Mitglied der R.A.F. (Rote Armee Fraktion) festgenommen, das dort untergetaucht war und von der Polizei aufgespürt wurde. Es besteht ein großes Interesse daran alte Fotos aufzuspüren.

Über die Befragung der heutigen Schulleitungen der Holbeinschule, Textor- und Schwanthaler Schule sowie zuständigen Mitarbeitern des Stadtschulamts soll die Entwicklung dieser Schulen nachvollzogen werden.

Die der Autorengemeinschaft „Sachsenhausen näher betrachtet“ bekannten Postkartensammler sind bezüglich der Verwendung von zur Projektarbeit passender alter Postkarten anzusprechen.



Auswertung vorhandener Unterlagen und Fotos:

Die im Jahr 1999 in Palais Jalta gezeigte Ausstellung mit den kompletten VHS-Kursarbeiten soll hinsichtlich der Verwendbarkeit von Fotos und Texten überprüft werden.

Die im Mai und Juni 2010 im Bibliothekszentrum Sachsenhausen präsentierte Ausstellung „Rund um den Südbahnhof –Einst und Jetzt“ kann und soll hinsichtlich der vorhandenen Fotos ausgewertet werden.

Die eigenerstellten und privat archivierten Fotografien von Herrn Appel und Herrn Jensen sind hinsichtlich der Verwendbarkeit zu prüfen.

Publikationen

-Die Geschichte der Frankfurter Fischer -und Schifferzunft (Hrsg. Jürgen Engelhardt und Autorengruppe VHS-Frankfurt)
-Wege durch Sachsenhausen (Autorengruppe der VHS-Frankfurt)
-Sachsenhausen neu entdecken (Hrsg. Antje Jens und Autorengemeinschaft Sachsenhausen näher betrachtet)
-Die Textorstraße -Geschichte und Geschichten