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M.A., M.Ed. Joana Seiffert

Ruhr-Universität Bochum
Ort: Bochum
Universität: Ruhr-Universität Bochum
Mitglied seit 22.06.2012
E-Mail: joana.seiffert@ruhr-uni-bochum.de
Telefon: 0234/32-26921 oder 0234/32-23791

Links

www.rub.de/isb

http://www.ruhr-uni-bochum.de/histdidaktik/Forschung/soscie.html

http://ccs.yale.edu/ccs-people/visiting-fellows/ccs-visiting-fellows-2015-2016

Kurzvita

Seit Mai 2016: Studienreferendarin am ZfsL Dortmund

Februar - Mai 2016: Visiting Assistant in Research am Center for Cultural Sociology an der Yale University, USA

Januar - März 2016: Wissenschaftliche Mitrbeiterin am Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum
Projekt: "Zeit-Räume Ruhr. Ein Projekt zur europäischen Erinnerungskultur"

März - Dezember 2015: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum
Forschungsprojekt: "SOSCIE - Modellierung und Erfassung der geschichtsdidaktischen Kompetenz künftiger Geschichtslehrpersonen vor der Praxis"

Seit Sommersemester 2013: freie Mitwirkung am Projekt "Erinnerungsorte Ruhr" (später: "Zeit-Räume Ruhr")

Seit Sommersemester 2012: Promotion im Fach Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum, Institut für soziale Bewegungen

10/2011-06/2012: Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für soziale Bewegungen, Bochum
Forschungsprojekt: "Geschichte des deutschen Bergbaus"

02/2009-09/2011: Studentische Hilfskraft am Institut für soziale Bewegungen, Bochum

04/2007-10/2008: Tutorin an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum

03/2007-07/2008: Studentische Hilfskraft an der Stabsstelle des Rektorats eLearning der Ruhr-Universität Bochum

10/2005-09/2011: Studium der Fächer Geschichte und Evangelische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum
Abschlüsse: Master of Arts und Master of Education

Wintersemester 2008/09: Auslandssemester an der University of Nebraska at Omaha, USA


Wissenschaftliches Profil

Forschungsthemen

Geschichte des Ruhrgebiets, Erinnerungsgeschichte, Geschichte sozialer Bewegungen, historische Gewaltforschung, Geschichte der Arbeiterbewegungen, Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Aktuelles Projekt

Dissertationsprojekt: "Politische Gewalt im Ruhrgebiet in der Weimarer Republik" (Arbeitstitel) - Erinnerungsgeschichte des Ruhrkampfs und der Roten Ruhrarmee

Das Ruhrgebiet nimmt innerhalb der Gewaltgeschichte der Weimarer Republik eine herausragende Stellung ein. Wie kaum eine andere Region ist es vor allem in den ersten Jahren nach der Revolution wiederholt zum Schauplatz politisch motivierter Ausschreitungen geworden. Derartige Erfahrungen von Gewalt und Brutalität haben die Lebenswelt der Ruhrgebietsbevölkerung in besonderem Maße geprägt, was wiederum deren Selbstverständnis sowie deren politische Handlungs- und Deutungsschemata nachhaltig beeinflusst haben dürfte. Auch in der Außenwahrnehmung der Region spielte das Gewaltmotiv eine bedeutende Rolle. So war das Wort vom Ruhrgebiet als dem „Wilden Westen“ Preußens zwar längst in die Welt gesetzt, der industrielle Ballungsraum wurde aber erstmals im Zuge der gewaltsamen Ausschreitungen in der Anfangsphase der Weimarer Republik als ein selbstständiger politischer Akteur und ein zusammenhängender Raum mit eigenen politisch-sozialen Zielvorstellungen wahrgenommen.

In der hier vorgestellten Studie wird die Erinnerung an die Rote Ruhrarmee und den Ruhrkampf aus dem Jahre 1920, den „größten Aufstand in der deutschen Geschichte seit den Bauernkriegen“, untersucht. Im Spiegel der sich verändernden sozialen und politischen Rahmenbedingungen von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart sollen die Wandlungsprozesse und Kontinuitäten in der Rezeption dieses sehr ambivalent diskutierten historischen Ereignisses herausgearbeitet und die Trägergruppen der verschiedenen Deutungen innerhalb ihres jeweiligen gesellschaftlichen Systems verortet werden. Folglich stehen bei diesem Dissertationsprojekt, im Sinne einer „Geschichte zweiten Grades“, die Formen und Hintergründe der Überlieferung von Vergangenheitsnarrativen sowie die Frage nach dem Platz innerhalb der Geschichte, der dem betrachteten historischen Ereignis im Wandel der Zeit zugedacht bzw. verwährt wurde, im Fokus. Die Dissertation ist damit als ein Beitrag im weiten Feld der Erinnerungsgeschichte und der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung zu verstehen.

Im Zentrum der Studie steht die Frage, welche sozial-politischen und welche regionalen Identitäten die Erinnerung an den Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee zu verschiedenen Zeiten bedient hat und in welchem Verhältnis diese Identitätsangebote jeweils zueinander standen.

Fachbereich

Geschichte

Publikationen

Keine Heldenerzählung - Die politische Biografie Richard Müllers. Rezension zu Ralf Hoffrogge: Richard Müller. Der Mann hinter der Novemberrevolution, in: Mitteilungsblatt des Instituts für soziale Bewegungen 44/2010, S. 216-220.

Zusammen mit Karsten Rudolph: Auch der Kaiser kann nichts tun, in: Vorwärts Extra 02/2013. Der lange Weg zu einem besseren Land. 150 Jahre Sozialdemokratie, S. 40.

Zwischen Gedächtnis, Geschichte und Identitätskonstruktion: Was ist ein Erinnerungsort und wie entsteht er? Tagungsbericht: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4716.

"Die letzten Schlacken marxistischer Verhetzung zu lösen..." Der Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee in der nationalsozialistischen Erinnerungskultur, in: José Brunner/Doron Avraham/Marianne Zepp (Hg.): Politische Gewalt in Deutschland. Ursprünge - Ausprägungen - Konsequenzen. Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte, Bd. 42, Göttingen 2014, S. 62-81.

Erinnerungsorte Ruhr. Tagungsbericht: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5366.

Zusammen mit Stefan Berger (Hg).: Erinnerungsorte: Chancen, Grenzen und Perspektiven eines Erfolgskonzeptes in den Kulturwissenschaften, Essen 2014.

Zusammen mit Stefan Berger: Erinnerungsorte - ein Erfolgskonzept auf dem Prüfstand, in: dies. (Hg.): Erinnerungsorte: Chancen, Grenzen und Perspektiven eines Erfolgskonzeptes in den Kulturwissenschaften, Essen 2014, S. 11-36.

Erinnerungsorte. Mehr als ein Modewort?, in: Mitteilungen des Archivs der Arbeiterjugendbewegung II/2014, S. 4-9.

Zusammen mit Stefan Berger: "Orte Ihres Lebens". Das Konzept der Erinnerungsorte und die Frage nach der Identität im Ruhrgebiet, in: Joscha Beckmann u.a. (Hg.): Wissenschaft trifft Kohlenpott. Forschen und Leben im Ruhrgebiet, Essen 2015, S. 44-49.
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Förderbeginn Juli 2012 - Februar 2015


Vorträge (Archiv)

  • "´Der Norden, der Dortmunder Wedding, gehört den Arbeitern`. Politische Gewalt im Dortmunder Norden am Ende der Weimarer Republik", am 17. Januar 2013 in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
  • "(K)Ein Erinnerungsort - Der Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee", am 17. Juni 2013 im Kolloquium des Instituts für soziale Bewegungen, Bochum
  • "`Nur auf dem Boden wirklicher Freiheit kann sich alles Große entwickeln´ – Ferdinand Lassalle und die Gründung des ADAV vor 150 Jahren", am 27. Juni 2013 in Wuppertal
  • "Ruhrkampf und Rote Ruhrarmee", Vortrag auf der wissenschaftlichen Tagung "Erinnerungsorte Ruhr", vom 13./14. Dezember 2013 im Ruhrmuseum, Essen
  • "(K)ein Erinnerungsort: Der Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee", am 8. Januar 2014 im Oberseminar von Prof. Ulrich Herbert am Historischen Seminar der Universität Freiburg
  • "Der Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee - Rezeption und Erinnerung", am 10. Januar 2014 im Kolloquium des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr
  • "Der Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee - Ein Erinnerungsort des Ruhrgebiets?", am 1. September 2014 im Ruhrtalmuseum, Schwerte
  • "Der Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee. Eine umkämpfte Geschichte", am 23. September 2014 beim Rotary Club Schwerte
  • "Umkämpfte Geschichten. Der Ruhrkampf und die Rote Ruhrarmee", am 27. April 2015 im Kolloquium von Jun. Prof. Fabian Lemmes, Ruhr-Universität Bochum
  • Zusammen mit Marcel Mierwald: "Do they effect it all?" Ein Werkstattbericht zur Erfassung epistemologischer Überzeugungen und ihrer Auswirkungen auf die Performanz des historischen Denkens", Vortrag auf der Tagung "geschichtsdidaktik empirisch 15", am 3. September 2015 in Basel
  • Zusammen mit Marcel Mierwald: "Do they effect it all?" The Relationship between Students´ Epistemological Beliefs and Their Argumentation Skills in History, Vortrag auf der AERA 2016 Conference am 9. April 2016 in Washington, D.C.