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Georgios Chatzoudis | 10.06.2016 | 2871 Aufrufe | 1 1 Kommentar | Diskussionen

Warum brauchen wir sozio-ökologische Utopien?

Salon Sophie Charlotte 2016

Die Frage im Titel der Diskussionsrunde mit Harald Welzer, Jana Gebauer und Johannes Merck impliziert bereits, dass sozio-ökologische Utopien gebraucht werden. Angesichts der weltweit ungerechten Verteilung von Reichtum sowie der Vorboten eines bedrohlichen Klimawandels schließt sich die Frage an, wie die Welt sozial und ökologisch besser zu gestalten wäre. Wie sähe eine sozio-ökonomische Utopie aus? Welche Impulse fürs Denken und Handeln fehlen uns für eine nachhaltige Umgestaltung unserer Lebensverhältnisse heute? Scheitern unsere Visionen von einer besseren Welt letztlich an der globalen Herrschaft des Kapitalismus? Der Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit, Prof. Dr. Harald Welzer, gibt zu Beginn der Debatte einen skeptischen Ausblick. Moderiert wird die Diskussion von Ursula Weidenfeld.

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Kommentar

von Lehrer, Marc Jenal | 12.06.2016 | 19:51 Uhr
Wenn man die Idee verfolgen möchte, dass jedem menschlichen Erdenbewohner etwa gleichviel Ressourcen zustehen sollen, dann hat Herr Welzer zweifellos recht, dies gelänge tatsächlich am Einfachsten durch Verzicht der grössten Ressourcenverbraucher, mehrere Millionen Einwohner verteilt auf der ganzen Erde.
Da die meisten Menschen innerhalb und ausserhalb der westlichen Welt nach mehr Wohlstand und einer Verbesserung ihrer Lebensumstände streben und vieles davon zusätzlichen Ressourcenverbrauch bedingt, ist die Idee kaum ohne brutale, totalitäre Methoden umsetzbar und das will - so hoffe ich - kaum jemand auch nicht Herr Welzer. Freiwilligen Verzicht gibt es erst nach grösseren Katastrophen und selbst dann verzichten viele nur unter Beobachtung, bzw. nicht, wenn der Nachbar es nicht auch tut auch global gesehen. Im Westen sind wir immerhin soweit, dass wir den Scheinverzicht zelebrieren, das heisst uns Umweltpreise schenken und diese dann mit dem Privatjet abholen, im Kleinen passiert dies genauso bei uns allen, tagtäglich.

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