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Georgios Chatzoudis | 07.07.2015 | 619 Aufrufe | Interviews

Der erste Treibstoff des globalen Kapitalismus

Interview mit Sven Beckert über Baumwolle und globalen Kapitalismus

Um den Rohstoff Baumwolle spann sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts ein globales Netzwerk aus Baumwollplantagen, Baumwollspinnereien und -webereien sowie aus Händlern und Käufern - ein Baumwollimperium, wie es der Historiker Prof. Dr. Sven Beckert von der Universität Harvard in seinem Buch King Cotton. Eine Geschichte des globalen Kapitalismus bezeichnet, beschreibt und ausführlich analysiert. Was auf den Baumwollplantagen in den US-amerikanischen Südstaaten von Sklaven gepflückt wurde, verarbeiteten im Vereinigten Königreich Heere von Männern, Frauen und Kindern in Fabriken, deren Erzeugnisse dann bis in die entferntesten Winkel der Erde verkauft wurden. Wie dieses Imperium genau entstanden ist, was daraus geworden ist und welche Rückschlüsse diese Geschichte über das Wesen des Kapitalismus insgesamt zulässt, darüber haben wir mit Sven Beckert gesprochen.

00:00 Warum haben Sie das Beispiel der Baumwolle für eine Geschichte des Kapitalismus gewählt?
02:06 Die Bedeutung von Baumwolle für die globale Ökonomie.
03:09 Was bezeichnet der Begriff des "Kriegskapitalismus"?
05:22 Liegt der Schwerpunkt auf dem Gewaltpotential des Kapitalismus?
06:24 Wie kam es zur "Zähmung" des frühen Kapitalismus?
08:21 Bedarf der Kapitalismus einer Unterscheidung von Zentrum und Peripherie?
11:44 Die Asymmetrie der Macht als Grundlage für ökonomische Asymmetrien.
14:23 Ist der Kapitalismus historisierbar?

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