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Georgios Chatzoudis | 09.04.2019 | 1179 Aufrufe | 1 | Interviews

Bilder als Waffen

Interview Nina Franz über Kriegs- und Herrschaftstechniken des Bildes

Quentin Quencher | 09.04.2019 | 13:41 Uhr
Wie mit Bildern manipuliert wird, wie diese in Glaubens- oder Politikkontexten verwendet werden um gewissermaßen die eigene Agenda emotional zu befeuern, das war mir schon länger klar. Richtig auffällig wird das jedes Jahr, wenn vom Atomunfall in Fukushima gesprochen wird, aber Bilder von Zerstörungen gezeigt werden, die zwar mit dem Tsunami und dem Erdbeben zu tun haben, aber rein gar nichts mit dem Unfall im Kernkraftwerk. Nur im Auge, und im Geist, des Betrachters entsteht dann dieses Verknüpfen, als wäre es so. Ich nenne das dann „Bebilderte Desinformation“ (http://glitzerwasser.blogspot.com/2013/03/fukushima-und-die-bebilderte.html).

Insofern finde ich diesen Beitrag hier auch sehr interessant, weil beschrieben ist, dass die Wirksamkeit von Bildern sogar weit über den Aspekt der Meinungsbildung oder Meinungsmanipulation hinausgeht, ja gar mit Befehl und Gehorsam in Verbindung gebracht werden kann.
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Georgios Chatzoudis | 26.03.2019 | 544 Aufrufe | 1 | Interviews

"Gewandelt hat sich das Ausmaß der öffentlichen Akzeptanz politischer Gewalt"

Interview mit Sylvia Schraut über Terrorismus und politische Gewalt

Melanie Franke | 27.03.2019 | 08:00 Uhr
Zitat: Wir feiern den Attentatsversuch vom 20. Juli 1944. Für die Kaufhausbrände in Frankfurt 1968 wurden die Beteiligten zu jeweils drei Jahren Zuchthaus verurteilt.


Diese Gleichstellung kann nicht ernst gemeint sein. Gewalt in einer Diktatur gleichzustellen mit Gewalt in einer freien Gesellschaft geht gar nicht! Hitler beseitigen zu wollen war nur unter Todesgefahr möglich. Protest der 68er war möglich und legal.

Ich sehe das leider heute immer wieder gerade auch von links. Demokratie bedeutet Mehrheiten zu gewinnen. Falls das nicht möglich ist, muss sie/er akzeptieren, dass die eigenen Vorstellungen nicht durchsetzbar sind. Leider zeigt sich, das diese eigentliche Selbstverständlichkeit durch unsägliche Vergleiche wie hier immer wieder in Frage gestellt wird. Wenn das aber so gesehen wird, dann wird der Rechtfertigung für Gewalt Tür und Tor geöffnet. 68 als heroischer Widerstand gegen eine Diktatur? Absurd.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

O. Ingmar | 24.03.2019 | 10:39 Uhr
Ich wage mal eine Prognose.

1.) Angela Merkels Abgang (hoffentlich früher als später) wird die CDU unter AKK wieder konservativ machen
2.) Die Linkspartei wird unter die 5%-Hürde fallen, da ihre Grundbasis (die alten SED Mitgleider) wegstirbt und nach dem Wegmobben SWs die letzte Persönlichkeit gegangen ist. Damit bleiben nur noch Sektierier wie Dehm oder Jelpke und frablose Parteisoldaten wie Bartsch oder Kipping. Vom absurden Parteiprogram offener Grenzen ganz zu schweigen. Das Ende der Linken (hoffentlich früher als später) wird die SPD aus ihrer Angststarre nach Linksaußen entlassen

Beides wird die AfD auf 7-8% stutzen (hoffentlich früher als später). Also, alles wird gut.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Claudia | 22.03.2019 | 13:22 Uhr
Gute Diskussion hier. Mehr davon. Mal was anderes so ganz ohne die üblichen Scheuklappen. Großes Lob an die Diskutanten.

Gruss von der Buchmesse Leipzig!
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Georgios Chatzoudis | 12.03.2019 | 2064 Aufrufe | 4 | Interviews

"Ein komplexes zivil-militärisches Beziehungsgeflecht"

Interview mit Linda v. Keyserlingk-Rehbein über das Netzwerk "Widerstand 20. Juli 1944"

Linda von Keyserlingk-Rehbein | 15.03.2019 | 11:40 Uhr
Die Gruppe der Verschwörer war sehr vielseitig. Einige von ihnen - wie bspw. ehem. führende Sozialdemokraten und Gewerkschafter (z.B. Wilhelm Leuschner) - hatten die Weimarer Republik schon früh gegen den aufkommenden Nationalsozialismus verteidigt.

In der Regierungserklärung, die nach dem Umsturz abgegeben werden sollte, hieß es unter Punkt 1: "Erste Aufgabe ist die Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts. Die Regierung selbst muß darauf bedacht sein, jede Willkür zu vermeiden, sie muß sich daher einer geordneten Kontrolle durch das Volk unterstellen." (Die Regierungserklärung, die in Unterlagen von Carl Goerdeler gefunden worden war, ist dem Ermittlungsbericht vom 5.8.1944 als Anlage beigefügt.)

Auch aus den überlieferten Grundsatzpapieren des Kreisauer Kreises geht deutlich das Ziel des Rechtsstaatsaufbaus hervor. Wesentliche Ziele waren das Ende des Nationalsozialismus, dessen Machtpolitik und Rassengedanken sowie die Beendigung der Gewalt des Staates über den Einzelnen. (Vgl. hierzu bspw. https://www.kreisau.de/kreisau/kreisauer-kreis/ sowie u.a. die Publikationen von Ger van Roon zum Kreisauer Kreis)
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Georgios Chatzoudis | 12.03.2019 | 2064 Aufrufe | 4 | Interviews

"Ein komplexes zivil-militärisches Beziehungsgeflecht"

Interview mit Linda v. Keyserlingk-Rehbein über das Netzwerk "Widerstand 20. Juli 1944"

Ioanis Spiropoulos | 14.03.2019 | 09:22 Uhr
Woraus geht hervor, dass die Verschwörer einen Rechtsstaat aufbauen wollten? Wurden sie während der Weimarer Zeit derartig geprägt?
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Akani | 13.03.2019 | 18:30 Uhr
Ich setzte auf AKK - langsam scheint sich ja wieder sowas wie gesunder Menschenverstand einzufinden. Aus meiner Sicht hat die Genderdiskussion einen solchen Irrsinn angenommen, dass die Leute aufwachen. Orwells 1984 läßt grüßen.

Die Grünen haben nicht mal 9% gewählt, also wollen 91% nicht diese elitäre Verbotspolitik nicht, während nur 87% gegen die AfD sind. Mal drüber nachdenken,

Trotzdem bestimmen die grünen die deutsche Politik. Verrückt. Der neoliberal-linksliberale Irrsinn muss doch mal ein Ende haben.

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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Carmen Maler | 08.03.2019 | 07:56 Uhr
Hierin stimme ich Ihnen auch als Frau - ich halte mich übrigens auch für eine moderne - zu. Es gibt einen Zusammenhang zwischen 68, Individualisierung, Selbstverwirklichung und Entsolidarisierung. Das sind alles Zutaten eines neoliberalen Lebensstils, der sich passgenau in den ökonomischen Neoliberalismus einfügt. Mit Marx könnte man hier von Basis-Überbau sprechen.
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Georgios Chatzoudis | 12.02.2019 | 1036 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Überlegenheitsgefühl der Militärs wurde verletzt"

Interview mit Matthias Häussler über den Genozid an den Herero

Frank W. | 08.03.2019 | 07:06 Uhr
"Wir haben eine Schlacht verloren, aber der Krieg geht weiter, und wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende siegen werden."


Oberhäuptling des Volkes der Herero, Vekuii Rukoro vor 50 Jahren ....

Ach nein, gestern!

So viel dann zum Thema sensibler Umgang mit Sprache. Man stelle sich vor ein deutscher Vertreter hatte den gestrigen Prozessausgang ähnlich kommentiert.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Frank W. | 06.03.2019 | 21:53 Uhr
Ich habe die Beiträge nochmals gelesen und möchte einen Punkt, nämlich den mit dem Ehegattensplitting, nochmals ansprechen. Dieser zeigt nämlich die Verbindung von Linksliberalen und Neoliberalismus exemplarisch.

Linksliberale führen teils einen Feldzug gegen diese Steuererleichterung für Familien. Der Grund ist einfach: sie gibt Familien die Wahl ihre Arbeitsteilung selbst zu wählen. Gewünscht ist aber, dass Frauen dem neoliberalen Vollverwertungskonzept ohne Einschränkung zur Verfügung stellen sollen. Einfachste Regelung: den Familien wird Geld weggenommen, sodass ihnen gar nichts mehr bleibt als das beide Vollzeit arbeiten MÜSSEN.

Die Dreistigkeit - diese neoliberal Verwertung wird dann noch als "progressiv" verkauft, frei nach dem Motto: ich nehme dir Geld weg, damit es dir besser geht. Was für ein Wahnnsinn!

PS: diese "modernen Frauen", die dies fordern können sich ganz einfach dem Ehegattensplitting entledigen. Einfach nicht "Gemeinsame Veranlagung" in der Steuererklärung ankreuzen. Aber das scheint nicht zu gehen - weil es in Wirklichkeit um Ideologie und Neoliberalismus geht.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Susanne | 04.03.2019 | 10:00 Uhr
Am Ende ist es immer dasselbe - das nennt man Mensch. Sobald eine Gruppe einmal an der Macht ist, werden alle guten Vorsätze "den neuen Menschen" zu schaffen über Bord geworfen.

In den 50ern waren es die autoritäre-konservativen plus ein paar alte nazis, die die späteren 68er als "langhaarige Bombenleger" ins Lager wünschten. Jetzt ist es andersherum: Kritik für die Alt-68er gilt als Majetätsbeleidigung und die Demokratie bedeutet alle dürfen "meiner Meinung sein".

Es wird sich wohl nie ändern. Vielleicht ist in 5 Jahren die AfD am Ruder. Dann geht das gleiche Spiel von vorne los - nur wieder seitenverkehrt.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Helga Bissling | 02.03.2019 | 17:34 Uhr
Hallo Herold,

wirklich der Hammer. Da wird die Verfassung mal so eben zur Disposition gestellt und das Gericht eiskalt ignoriert. Aber schau mal hier:

https://www.taz.de/Broschuere-in-Berlin-wird-eingestampft/!5574132/

Mittlerweile scheint ja selbst der Taz der Kragen zu platzen. Es ist kaum zu glauben. Selber die Saubermänner spielen, aber jede außer der eigenen Position übel zu diskredietieren. Wäre mir ja noch egal, wenn sowas nicht noch mit 800 000 € Steuerzahlereuros gesponsort würde. Es ist einfach nicht zu fassen. Ein einzige Heuchelei.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Herold | 28.02.2019 | 09:37 Uhr
Lieber Frank, Sie werden doch nicht erwarteten, dass sich der Herr mit Ihnen unterhält?

Selbst der TAZ ! geht das "Gottegnadentum" dieser selbsernannten Avantgarde schon mächtig auf den Zeiger:

http://www.taz.de/Kommentar-zum-Schweigen-von-Rot-Gruen/!5572511/

Sad, but true ...

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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Frank W. | 28.02.2019 | 07:14 Uhr
Zitat: Welche Menschen sind hier auf dieser Seite unterwegs ?

Haben sie auch inhaltlich etwas im Programm? Böse gesagt hat ihre Aussage den Stil einer weit rechts angesiedelten Partei ...


Sie müssen auch schon mal bereit sein die Augen zu öffnen - der Neoliberalismus wird am Ende von Menschen gemacht wie alles. Wer aber dominiert denn seit den 90ern die Politik in allen Parteien? Die 68er (ich meine damit nicht die Hippies oder K-Gruppen, sondern die, die durch die Institutionen marschiert sind). Die Presse ist 95% linksliberal und dominiert das gesellschaftliche und kulturelle Sein. Die AfD gibt es seit 5 Jahren - sie ist am Ende eine Gegenbewegung gegen die Individualisierung, die die 68er seit 40 Jahren "brutal" durchdrücken.

Man mag dieser Analyse nicht zustimmen, aber sollte doch zumindest mal drüber nachdenken. Oder aber man macht es sich im linksliberalen Nest gemütlich und redet über "diese Leute". Das wäre dann aber genau die Bequemlichkeit, die alle Probleme verursacht hat.
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"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Norbert Kozicki | 27.02.2019 | 18:28 Uhr
Der Keim des Neoliberalismus waren die 68er - Glaube auch, dass die 68er zumindest kulturell die Grundlage für den Neoliberalismus als Lebensmodell gelegt haben.

Welche Menschen sind hier auf dieser Seite unterwegs ?
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"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Carmen Maler | 27.02.2019 | 10:36 Uhr
Glaube auch, dass die 68er zumindest kulturell die Grundlage für den Neoliberalismus als Lebensmodell gelegt haben. Der Kult um die individuelle Selbstverwirklichung, das Kappen aller kollektiven Verpflichtungen, Eigennutz vor Gemeinwohl, Symbol- und Identitätspolitik - das sind alles Signaturen, die 68 und Neoliberalismus gemein haben. Ein Blick in die Biographien vieler 68er steht dafür. Die meisten finden sich heute in der Partei des Neoliberalismus schlechthin wieder - bei den Grünen.

Zu Frank L: Sie argumentieren immer aus wirtschaftsliberaler Perspektive. Zu viele Steuern, Sozialdemokraten verstehen nichts von Wirtschaften etc. Warum machen Sie sich so sehr die Position der Wirtschaft zu eigen, zumal es der deutschen Wirtschaft so gut geht wie selten zuvor? Nur bei den Leuten kommt nichts davon an. Aber das scheint ja nicht gerade ihre Sorge zu sein.
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"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Frank L. | 27.02.2019 | 09:41 Uhr
Ich gebe zu den letzten Kommentar nicht ganz folgen zu können, aber ich meine die Grundintention zu verstehen. Meine Grundthese im ganz großen Bild ist folgende:

Nach 68 gab es einen (unausgesprochenen) Deal. Das "linksliberale" Spektrum erhält die Dominanz über Kultur und Gesellschaftspolitik und läßt das "rechte/wirtschaftsliberale" Spektrum in Sachen Wirtschaft/Finanzen in Ruhe.

Die Folgen sind fatal - im linken Spektrum gibt es keine Kompetenz mehr auf der witschaftlichen Seite - Nahles? Kühnen? Baerbock? Schlimmer ist aber noch,dass sich als Kompensation dafür auf verrückte Weise auf Genderthemen etc. gestürzt wird, weil dort keine Ahnung gebraucht wird, sondern nur Empörung.

Beispiel Berlin und die Enteignungsinitiative. Wieviele zusätzliche Wohnungen bringt das nochmals?


Ausserdem: wer will denn entscheiden, wer eine Innenstadtwohnung nötiger hat. Die junge Familie, die sonst 2 Stunden pendeln muss oder die alte Oma, die seit 30 Jahren dort wohnt? Es ist nicht alle schwarz oder weiß. Oder: wie siehr es denn aus, wenn die Familie progressiv links ist und die Oma ein alte Naziverehrerin? ist dann Gentrifizierung nicht so schlimm? Fragen über Fragen.

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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Helga Bissling | 26.02.2019 | 20:01 Uhr
Volle Zustimmung mit den beiden, aber ich denke dass die 68er einen Gutteil selber zu der Entsolidarisierung begetragen haben - bis heute bekämpfen sie Familien und fordern ein durchindividualisiertes Leben.

Ehegattensplitting - Weg damit! Familien sind eh die Keimzelle der Unterdrückung
Schulnoten - Weg damit! Warum auch auf das Leben vorbereiten, wenn man seinen Namen tanzen kann
Dörfliches Leben und Vereine - Weg damit! Alles antiprogressive Ewiggestrige
Deutschland - We damit! warum Heimat?

Und dann wundern sie sich, dass jeder nur noch als Ich-AG rumläuft. Der keim des Neoliberalismus waren die 68er und ihre heutigen Steigbügelhalter sind die Grünen.

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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Carmen Maler | 26.02.2019 | 17:28 Uhr
Ich kann Ihnen in vielen Punkten zustimmen: Die SPD ist schuldig an der Radikalisierung der Gesellschaft und am Erstarken der Neuen Rechten. Mit der Agenda2010 hat sie sich von Sozialer Gerechtigkeit verabschiedet, einen Großteil ihrer Gefolgschaft zunächst links liegen lassen und an rechts abgegeben. Ihre Zuwendung gilt einem linksliberalen, also neoliberalen, juste milieu. Dieses Milieu, die idealisierte Mitte, umwerben inzwischen alle Parteien, selbst Die Linke. Bei Eribon kann man das in seiner Rückkehr nach Reims alles schön nachlesen. Insofern kein primär deutsches Phänomen. Nur das ändert alles nichts daran, dass die Flüchtlingskrise ursächlich nichts mit dem Rechtsruck zu tun hat. Der Rechtsruck hängt mit einer Durchökonomisierung aller gesellschaftlichen Bereiche zusammen, bei der Bürger zu Marktteilnehmern gedrillt werden. Wettbewerb und Konkurrenz statt Solidarität. Das ist aber Programm der neoliberalen Eliten seit den 1980er Jahren, ungebremst in den 90ern. Sie arbeiten sich hier an der Flüchtlingspolitik ab, statt sich über die Politik einer ökonomischen Durchgestaltung aller öffentlichen und privaten Sphären zu empören.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1514 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Frank L. | 26.02.2019 | 16:56 Uhr
Wissen Sie, nur weil ein Professor etwas meint, muss ich ja nicht seiner Meinung sein. Er liegt schlichtweg falsch mit einigen Schlussfolgerungen.

Für mich hätte es einen Rechtsruck wie heute ohne 2015 nicht gegeben. Die AfD lag damals bei 4% und wäre den Weg der Reps gegangen. Unterschätzen Sie nicht was ich meine – 2015 und die bis heute anhaltende Weigerung der massgeblichen Politiker die Asylproblematik nicht nur kosmetisch, sondern per Gesetz zu beenden, hat das Grundvertrauen von vielen treuen Sozialdemokraten nachhaltig zerstört. Diese Regierung war – und ist – bereit, alles vor die Hunde gehen zu lassen, was sich Menschen in Jahrzehnten aufgebaut haben, nur um dem linksliberalen Milieu zu gefallen.

Aber noch ein Wort zu dem Professor – ja, durch die sozialen Medien haben die linken Gatekeeper ihre Macht verloren, aber sie selber haben sich von einer ökonomischen Vernunft (SPD unter Schmidt) auf Randthemen wie Gender etc abdrängen lassen. Wo sind denn die linken Demos für eine Kapitalertragssteuer? Lieber protestiert man gegen ein Häuflein Nazis irgendwo. Den linken Kräften mangelt es komplett an Kompetenz gegen das Finanzkapital. Wenn ich schon höre dass Kevin Kühnert der Hoffnungsträger ist – ein Mann, der außer der Uni nie was relevantes gesehen hat soll also die komplexe Finanzwelt in den Griff bekommen? Ist denn heute schon Mainz bleibt Mainz?

Nein, was heute passiert kann sich das „linksliberale“ Milieu zum großen Teil ans eigene Revers heften.