Login

Registrieren
Aktuell kommentierte Beiträge
merken
Jens Holger Jensen | 28.09.2017 | 1491 Aufrufe | 2 | Artikel

Frankfurt-Sachsenhausen näher betrachtet: Die Gutzkowstraße
Bis 1879: Niederräder Fussweg

Adressbuchauswertungen von 1870 bis 1975

Carmen G. Dukeman | 16.11.2017 | 21:06 Uhr
Wow - was fuer ein toller Artikel. Sehr interessant fuer mich, denn ich bin auf der anderen Seite des Main geboren und aufgewachsen. Und nun bin ich noch viel weiter weg - lebe in USA. War ein schoener Ausflug in die Vergangenheit - vielen Dank.
merken
Georgios Chatzoudis | 21.02.2017 | 926 Aufrufe | 4 | Interviews

Digitaler Kapitalismus - der Weg aus der Wachstumskrise?

Interview mit Philipp Staab über Wachstum im digitalen Kapitalismus

Georgios Chatzoudis | 14.11.2017 | 12:27 Uhr
Wir haben es so gelesen: Weniger Geld, weniger Einkaufen. Aber wir informieren gerne den Autor des Buches über Ihren Kommentar.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre L.I.S.A.Redaktion
merken
Georgios Chatzoudis | 21.02.2017 | 926 Aufrufe | 4 | Interviews

Digitaler Kapitalismus - der Weg aus der Wachstumskrise?

Interview mit Philipp Staab über Wachstum im digitalen Kapitalismus

Behn Andreas | 14.11.2017 | 12:25 Uhr
nö, meine Frage bezieht sich auf das Inhaltliche!
mfg
A. Behn
merken
Georgios Chatzoudis | 21.02.2017 | 926 Aufrufe | 4 | Interviews

Digitaler Kapitalismus - der Weg aus der Wachstumskrise?

Interview mit Philipp Staab über Wachstum im digitalen Kapitalismus

Georgios Chatzoudis | 14.11.2017 | 12:21 Uhr
Sehr geehrter Herr Behn,
möglicherweise lag es an dem nicht ganz korrekt gesetzten Bindestrich. Wir haben das Schriftbild gerade angepasst. Erklärt es sich so besser?
Mit freundlichen Grüßen
Ihre L.I.S.A.Redaktion
merken
Georgios Chatzoudis | 21.02.2017 | 926 Aufrufe | 4 | Interviews

Digitaler Kapitalismus - der Weg aus der Wachstumskrise?

Interview mit Philipp Staab über Wachstum im digitalen Kapitalismus

Behn Andreas | 14.11.2017 | 12:19 Uhr
Segr geehrte Damen und Herren,

den letzten Satz:
("Dies deutet eher in die Richtung von Reallohn – und damit Nachfrageverlusten.")
verstehe ich nicht. Könnte ich da eine Erklärung haben?

mfg
Andreas Behn
merken
Georgios Chatzoudis | 28.05.2016 | 14705 Aufrufe | 4 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung

Trier - Stadt in der Krise

Maria Dahlmann-Jutz | 09.11.2017 | 18:22 Uhr
Toll, dass ich bei meiner Recherche über Trier im Mittelalter die Reihe im Internet gefunden habe. Hervorragend - interessant und spannend. Schade, dass solche aufwendigen und bereichernden Beiträge zur Rekonstruktion der Vergangenheit für viele Interessierte oft im Verborgenem bleiben.
merken
Georgios Chatzoudis | 07.11.2017 | 771 Aufrufe | 1 | Interviews

"Es gab keine koloniale Amnesie"

Interview mit Christiane Bürger über Kolonialismus, Genozid und Geschichtsschreibung

Claudia Strachan | 08.11.2017 | 21:21 Uhr
Wirklich gut zu wissen, dass es in Deutschland offiziell als Völkermord bezeichnet wird, und dass sich mit der Geschichte überhaupt gnadenlos auseinander gesetzt wird. Da ist Deutschland sehr vielen anderen Ländern weit voraus. Für mich als Deutsche in England setzt es der ständigen "jüngsten Vergangenheit" etwas entgegen, wovon sich besonders die Briten eine Scheibe abschneiden sollten, denn der hiesige Nationalstolz hat seine Fundamente auf zweifelhaftem Boden gebaut. Da kann man viel eher von einer Amnäsie sprechen.
merken
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer | 28.10.2017 | 276 Aufrufe | 3 | Artikel

‚Environment‘ & ‚Agency‘ als interdisziplinäre Leitbegriffe

a.r.t.e.s. forum 2017 betrachtet die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt

Martin Landvoigt | 04.11.2017 | 00:04 Uhr
Es war seit ehedem eine Sache des religiösen Impetus, Ketzer und Leugner zuerst mit sprachlichen Mitteln zu exkommunizieren. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt einer jeden Meinungsäußerung ist es dem Konzept des Diskurses geschuldet, Argumente statt Verbote und Repressalien in einer offenen Gesellschaft als Mittel des Konfliktes einzusetzen. Die Visionen einer Inquisition, einer StaSi oder eines Big Brother, der darüber wacht, dass man ja konform reden und denken mag, beunruhigt zu recht die Menschen. Wie das nun aktuell geschieht, kann man am aktuellen Beispiel beobachten.
Wäre dies nicht weit mehr ein Thema für die a.r.t.e.s. forum 2017 gewesen?
merken
Georgios Chatzoudis | 03.10.2017 | 452 Aufrufe | 2 | Interviews

"Hier wird frei geforscht und diskutiert"

Interview mit David Bartosch über das universitäre Leben in China

Ioanis Spiropoulos | 01.11.2017 | 01:59 Uhr
Sehr geehrter Herr Roetz,

China macht zumindest keinen Hehl daraus, dass es keine Demokratie ist und die Menschenrechte nicht so beachtet, wie dies der so "freie" Westen angeblich tut und es sich auch vorstellt. Und dies gilt genauso für die Forschung. Sehen Sie sich z.B. das Interview von Herrn Ganser in Sachen Achtsamkeit an: https://www.youtube.com/watch?v=WS1TGaANLMs . Darin äußert er sich dazu, dass kein Doktor Professor werden kann, der nicht NATO-hörig ist. Und das in der so "demokratischen!" Schweiz. Dazu ein entgegen gesetztes Beispiel: die Frau Marie-Janin Calic. Sie hat sämtliche NATO-hörigen Think tanks abgeklopft und besitzt nun eine Professoren- und Dekanstelle an der Universität in München samt sämtlicher Teilhabe an Zeitschriften, die die Region Südosteuropa betreffen. https://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Janine_Calic

Dafür setzt China seine Schwerpunkte in Sachen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Unser dekadenter Westen hält etwas weniger davon, wenn man sich die Angriffe auf Staatsbedienstete, wie z.B. Polizei, Nothelfer usw. ansieht.

Ein freundlicher Gruß aus Düsseldorf
merken
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer | 28.10.2017 | 276 Aufrufe | 3 | Artikel

‚Environment‘ & ‚Agency‘ als interdisziplinäre Leitbegriffe

a.r.t.e.s. forum 2017 betrachtet die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt

Malte Rehbein | 31.10.2017 | 14:24 Uhr
Dieses Portal sollte Leugnern des (durch Menschen verursachten) Klimawandels kein Forum bieten. Ich bitte darum, oben stehenden Kommentar von Herrn Landvoigt zu löschen, zumal er zahllose Wissenschaftler beleidigt ("eine ganze Industrie") und ihre wissenschaftliche Redlichkeit pauschal und postfaktisch in Frage stellt. Ich denke, wir überlassen die Frage nach dem Klimawandel besser denen, die auch das Urteilsvermögen dazu besitzen: den ausgebildeten Klimaforschern in ihrem interdisziplinären Diskurs. Sie bejahen die nicht geringe Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Katastrophe einhellig, was selbst von der Politik weltweit akzeptiert wird (wenn sie auch nicht ausreichend handelt). Unqualifizierte Kommentare wie von Herrn Landvoigt sind in einem wissenschaftlichen Portal fehl am Platze!
merken
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer | 28.10.2017 | 276 Aufrufe | 3 | Artikel

‚Environment‘ & ‚Agency‘ als interdisziplinäre Leitbegriffe

a.r.t.e.s. forum 2017 betrachtet die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt

Martin Landvoigt | 29.10.2017 | 17:03 Uhr
Ich sehe nicht, dass es überhaupt eine 'global herrschenden ökologischen Krise' überhaupt gibt. Dann wäre der Ansatz auch völlig verfehlt. Wo sollte diese sein? Der Text sagt:

'Hierbei standen vor allem durch den Menschen ausgelöste Klimaveränderungen und die Einbettung des Menschen in dunkle, ökologische Realitäten im Vordergrund.'

Das Problem dabei: Diese Realitäten gibt es nicht. Zur Zeit gibt es mehr menschen auf der Welt und immer weniger Hunger. Wir haben keinerlei auffällige Klimaveränderungen, die klar belegt dem Menschen zugeordnet werden können mit Ausnahme der Mikroklimata durch veränderte Landnutzung. Aber nicht mehr auffällige Extremwetter, kein außergewöhnlicher Meeresspiegelanstieg oder voranschreitende Versteppung. Die Realität: Der Sahel ergrünt.

Was es gibt, ist eine ganze Industrie, die vor bedrohlichen Veränderungen in der Zukunft warnt. Diese basiert auf Modellrechnungen, die sich aber auch in der Vergangenheit nicht bewährten. Unter fragwürdigen Annahmen könnte sich das Klima tatsächlich verschlechtern, denn wir haben zur Zeit eigentlich ideale Klimaverhältnisse. Jede Veränderung, ob Abkühlung oder Erwärmung, wird wohl wenig Verbesserung ermöglichen. Aber ob das Klima so bleibt, sich erwärmen oder abkühlen wird, und ob der Mensch dazu wesentlich beitragen kann, ist mit Gewissheit nicht zu beantworten.

Was eigentlich relevant wäre, ist die Frage, wie sich moderne Mythen von der heraufziehenden Klimakatastrophe sich in der Literatur niederschlägt. Dieser Zugang zur Analyse bleibt aber verwehrt, wenn man unkritisch Weltuntergangsprophetien einfach glaubt.
merken
Prof. Dr. Manfred Clemenz | 26.10.2017 | 480 Aufrufe | 3 | Artikel

Die Macht der Medien. Über strukturelle Fakes und andere Irreführungen

Ein Meinungsbeitrag

Martin Landvoigt | 29.10.2017 | 14:24 Uhr
Das Thema beschäftigt mich weiterhin. Meine Grundstimmung war einst so, dass die Mehrheit in der Regel recht vernünftig ist, und das die Medien iin dem veröffentlichten Spektrum diese Ansichten seriös representiert. Dies schließt ein, dass auch Fakten und Meinungen veröffentlicht werden, die ich für nicht zutreffend halte - sofern ein Rahmen existiert, dass sich dies auch wieder in einer Normalverteilung ist. Dies würde die Grundeinstellung mit Vertrauen in die grundsätzlichen Seriösität der Medien nicht belasten. In diesem Sinne sind auch die genannten Fallbeispiele für mich wenig aussagekräftig - auch wenn die vorgetragene Kritik durchaus zutreffen mag.

Für mich gab es die Probleme, die zum Zerbruch des Vertrauens in die Zuverlässigkeit der Medien führte, ist die gefühlte Häufung einer einseitigen Darstellung. Wenn der Anspruch der Neutralität nachhaltig verletzt wird, schwindet das Vertrauen. Der Verdacht, dass man hier eine Meinung übergestülpt bekommen soll, die eben in der Sache falsch ist, führt zu einem massiven Misstrauen gegenüber der Quellen. Und hier sehe ich eine fatalen Trend, der auch von immer mehr Menschen so wahrgenommen wird.
merken
Prof. Dr. Jörn Rüsen | 21.09.2017 | 2413 Aufrufe | 8 | Artikel

Deutsche Kultur – gähnende Leere oder wirksame Orientierung

Ein Meinungsbeitrag

Martin Landvoigt | 29.10.2017 | 14:06 Uhr
Meinen Dank an Ferdinand Fellmann - die ist vollständig zu unterstreichen. Die Idee des Schmelztiegels, in denen viele Einflüsse und Völker konstitutiv zu einem Neuen verschmelzen ist für die USA gewissermaßen konstitutiv. Um so mehr legte diese auf Nation Building wert. Es gab einen Kampf um amerikanische Werte, unabhängig von der Herkunft der Menschen.

In Deutschland haben wir eine wesentlich ältere Geschichte. Neben den germanisch-römischen Konflikt wirkte immer mehr das Christentum prägend. Es ist das Land der Reformation, die sich in politischen Wirren und schmerzhaften Kriegen zu einer Koexistenz unterschiedlicher Ansichten durchgerungen hat. Es ist auch das Land der Aufklärung, zusammen mit Frankreich und England ihr ganz eigenes Gepräge für ein Wandel des Denkens steht. Der Kulturkampf steht für die Spannung zwischen Lutheranern und Reformierten. Die jüngsten demographischen Veränderungen der letzten 50 Jahre sind bekannt. Was aber ist zu bewahren und weiterzuentwickeln? Was darf unbeschadet auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt werden?

Wer nun dieses kulturelle Vermächtnis nicht wahrnehmen will, dem darf - solange sie oder er Deutscher ist - zu Recht kein historisches Bewusstsein attestiert werden. Und wer kein Deutscher ist, darf sich selbst so weit lächerlich machen wie sie oder er will, aber die Relevanz mag man hier nicht sehen.
merken
Prof. Dr. Jörn Rüsen | 21.09.2017 | 2413 Aufrufe | 8 | Artikel

Deutsche Kultur – gähnende Leere oder wirksame Orientierung

Ein Meinungsbeitrag

ferdinand fellmann | 29.10.2017 | 08:24 Uhr
Wer nicht im Mainstream schwimmt, hat es heute mit seiner Meinungsäußerung schwer. Kulturelle Identität ist in unserer Zeit des radikalen Individualismus und Egalitarismus, wie er von den Medien propagiert wird, kein Thema mehr. Allerdings kann die Behauptung, „deutsche Kultur“ sei jenseits der Sprache nicht identifizierbar, nur jemand aufstellen, der zwischen den Zeiten lebt und folglich kein historisches Bewusstsein besitzt. Wer in Deutschland (das gibt es übrigens noch) aufgewachsen und sozialisiert worden ist, der weiß, dass zur deutschen Geschichte die Aufklärung gehört, der zufolge Religion und Staat getrennt sind. Das ist im Islam bekanntlich nicht der Fall, so dass hier eine Differenz bleibt, die durch noch so wohlgemeinte Integrationsbemühungen beider Seiten nicht ausgeglichen werden kann. Also gibt es doch kulturelle Mentalitätsunterschiede, patterns of culture, die epigenetisch sind. Dazu bereits Goethe, der von den Deutschen sagt: „Diese Nation gibt sich gern Rechenschaft von dem, was sie tut“ (Georg Simmel, Goethe, S. 171). Sich über sich selbst Rechenschaft ablegen, auch und insbesondere über die eigenen Verbrechen, prägt die deutsche „Erinnerungskultur“ der Gegenwart in einer Weise, die unter den Nationen einmalig ist. Man denke nur daran, wie anders die Türkei mit ihrer Vergangenheit umgeht.
Inwieweit zur deutschen Erinnerungskultur auch die Tendenz der Selbstzerstörung gehört, ist eine brisante Thematik. Immerhin hat schon Goethe vom „unnützen Erinnern“ gesprochen, das den Vereinigten Staaten von Amerika erspart bleibe (Simmel, ebd., S.190). Hier hilft die Unterscheidung von Erinnerung und Gedächtnis weiter, die verhindert, dass das Emotionale den Blick trübt. Erinnern bezieht sich auf Situationen, die man selbst erlebt hat, Gedächtnis dagegen auf Inhalte, die über lange Zeiträume hinweg das Selbstbild von Nationen prägen. Insofern hat Martin Landvoigt recht: „Kulturelle Zugehörigkeit ist somit wesentlich eine Frage des Selbstverständnisses“.
merken
Prof. Dr. Manfred Clemenz | 26.10.2017 | 480 Aufrufe | 3 | Artikel

Die Macht der Medien. Über strukturelle Fakes und andere Irreführungen

Ein Meinungsbeitrag

Christel Christe | 27.10.2017 | 14:08 Uhr
Herzlichen Dank an Manfred Clemenz,der anhand von drei Fallbeispielen eine hervorragende Analyse der deutschen Medienlandschaft vorgelegt und insbesondere die Bedeutung "struktureller fakes"gezeigt hat.Er appelliert gerade nicht an das Selbstverständnis der Journalisten(ist oft genug geschehen) ,sondern setzt darauf,dass vor allem durch den Druck der Zuschauer/Leser auf die Journalisten Veränderungen möglich sind. Dies zähle ich zu den Stärken seiner Argumentation.Gerade die präzise Analyse der Details und das Abarbeiten am Konkreten macht für mich den Beitrag von Manfred Clemenz sehr überzeugend.Derartige so gut recherchierte Fallbeispiele sollte es häufiger geben.
merken
Prof. Dr. Manfred Clemenz | 26.10.2017 | 480 Aufrufe | 3 | Artikel

Die Macht der Medien. Über strukturelle Fakes und andere Irreführungen

Ein Meinungsbeitrag

Martin Landvoigt | 26.10.2017 | 12:48 Uhr
Der Anlass ist korrekt aber die Argumentation bleibt dünn. Viel mehr halte ich ein verändertes Selbstverständnis der Journalisten und Redakteure für die Wurzel des Problems. Denn früher galt die Maxime: 'Mache dich nie mit einer Sache gemein, auch nicht mit einer guten!' In diesem Sinn wurden Nachrichten auch strikt vom Kommentar getrennt. Die ging auch in die Auswahl der Nachrichten ein und die Wortwahl und Gesichtsausdruck und Betonung. Man war sich der Macht der Medien bewusst und hielt es für einen Regelverstoß, sich zu einem Werber für eine bestimmte Moral zu machen. Zumindest war das der Anspruch, der auch oft mehr oder minder eingehalten wurde.

Heute ist das alles nicht mehr gültig. Meinungen werden von Nachrichten nicht mehr getrennt. Ungeniert benutzt man klar manipulative Sprache und betreibt Politik in der Nachrichtenauswahl. Bewusste Falschmeldungen, manipulative Auswahl der Gäste und schlampige Recherchen sind dann nur noch die Spitze des Eisbergs.

So auch bei den hier genannten Beispielen: Beispiel 2 - Kritik an der Moderation von Plassberg. Man kann ihm genau das vorwerfen, dass er hier Politik betrieben hat. Allerdings liegt in der Redezeit-Zuteilung und Auswahl der Gäste das Problem. Es ist zu vermuten, dass gerade das Fehlen von AfD-Vertretern hier funktional war: Man wollte jene gesellschaftliche Gruppen bei Grün und CSU einsammeln, und damit der AfD das Wasser abgraben. Wäre hier eine andere Verteilung gewesen, hätte Stoiber und Palmer vermutlich eine Front-Position gegen die AfD eingenommen und ihr Thema mit der Migration völlig anders, wahrscheinlich weit weichgespülter vertreten. Das wiederum hätte der AfD, ohne dass sie nur ein Wort dazu sagen müssten, Punkte eingebracht.

Die Kritik von Prof. Dr. Manfred Clemenz ist darum im Kern richtig, beißt sich aber am Konkreten so sehr fest, dass man den sprichwörtlichen Wald vor Bäumen nicht mehr erkennt. Hier sollten die Medien aufhören, sich in der Rolle des Volkserzieher spielen zu wollen, und Tugenden anstelle von weniger gehörten Predigten verbreiten zu wollen. Wer den mündigen Bürger zum Ziel und Leitbild hat, kann ihn nicht als Stimmvieh und Manipulationsobjekt oder Zögling behandeln. Das allerdings führt sicher zum Kontrollverlust. Nur ... wenn die Medien diesen Kurs fortsetzen, verlieren sie immer mehr an Glaubwürdigkeit und erleiden auch so Kontrollverlust.
merken
Georgios Chatzoudis | 29.08.2017 | 828 Aufrufe | 2 | Interviews

"Nach dem Weltkrieg kam der Weltschmerz"

Interview mit Clemens Escher über Bürgereingaben für eine bundesdeutsche Nationalhymne

Tobias Conrad | 25.10.2017 | 16:15 Uhr
Weitaus freundlichere Rezensionen zu Herrn Eschers Buch finden sich in der FAZ, SZ und im der Freitag. Man könnte glatt meinen, dass der kritische Herr Buchner da ein anderes Buch las.

* FAZ (R. Blasius am 16.5.17, S.8.); http://www.faz.net/-gqc-8xv8i?GEPC=s3
* SZ (S. Speicher am 24.8.17, S. 14.); http://sz.de/1.3637338 (mit paywall)
* der FREITAG (E. Schütz als Sammelrezension am 27.7.17, S. 23.); https://t.co/6WasuwVRG4

Weitere digitale Besprechungen zum Buch, freilich nicht von Herrn Jan-Holger Kirsch betreut, finden sich hier:
* Axel Bernd Kunze: https://t.co/oQWM0Mz3jB
* Katholische Nachrichten-Agentur über: https://www.domradio.de/node/245864
* Welt: https://t.co/Jib8ZNBvLL
merken
Jens Holger Jensen | 28.09.2017 | 1491 Aufrufe | 2 | Artikel

Frankfurt-Sachsenhausen näher betrachtet: Die Gutzkowstraße
Bis 1879: Niederräder Fussweg

Adressbuchauswertungen von 1870 bis 1975

Klaus Nostadt | 24.10.2017 | 16:56 Uhr
Was ein toller Artikel über die Gutzkowstrasse - unsere Adresse !!

Ist es möglich, den kompletten Text gegen Zahlung schriftlich zu bekommen?

merken
Georgios Chatzoudis | 03.10.2017 | 452 Aufrufe | 2 | Interviews

"Hier wird frei geforscht und diskutiert"

Interview mit David Bartosch über das universitäre Leben in China

Heiner Roetz | 23.10.2017 | 15:03 Uhr
Mit einigem Befremden lese ich auf dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung in einem Interview zum „Wesen der chinesischen Universitätslandschaft“, dass in der Volksrepublik China „frei geforscht und diskutiert“ wird. Ich kenne die Motive des Interviewpartners, Herrn Dr. Bartosch, nicht, würde es aber verstehen, wenn ein in China arbeitender deutscher Wissenschaftler seinen Aufenthalt nicht gefährden will und die berechtigte Frage, ob es dort nicht „politisch autoritär“ zugehe, mit Zurückhaltung und der chinesischen Seite entgegenkommend beantwortet. Etwas anderes ist aber das Bild, das die Gerda Henkel Stiftung von sich selbst vermittelt. Selbstverständlich wird sie die Ansichten ihrer Stipendiaten nicht zensieren wollen. Aus der Versicherung von Herrn Dr. Bartosch die Titelbotschaft des Interview zu machen und sie kommentar- und kritiklos ins Netz zu stellen, könnte allerdings auf eine Arglosigkeit und Uninformiertheit, wenn nicht Gleichgültigkeit schließen lassen, die für eine der freien Forschung verpflichtete Organisation bemerkenswert wäre. Denn anders als in der von der Stiftung verbreiteten Darstellung von Herrn Dr. Bartosch suggeriert, ist China ein Land, das sich in seiner Verfassung nach wie vor zu Recht als Diktatur bezeichnet und in dem gerade die Geistes- und Sozialwissenschaften mit politischen Vorgaben gegängelt werden. Erst vor kurzem wurde sogar versucht, die von Cambridge University Press, also gar nicht in China selbst herausgegebene Zeitschrift China Quarterly zu zensieren (https://www.theguardian.com/education/2017/aug/21/cambridge-university-press-to-back-down-over-china-censorship). Zur Information über das tatsächliche „Wesen der chinesischen Universitätslandschaft“ empfehle ich die Lektüre des Dokuments des Generalbüros des Zentralkomitees der KP Chinas und des Generalbüros des Staatsrats der VR China von 2015 „Zur weiteren Stärkung und Verbesserung der Propaganda und der ideologischen Arbeit im höheren Bildungssystem“, in englischer Übersetzung nachzulesen unter https://chinacopyrightandmedia.wordpress.com/2015/01/19/opinions-concerning-further-strengthening-and-improving-propaganda-and-ideology-work-in-higher-education-under-new-circumstances/. Hinweisen möchte ich auch auf die Veranstaltung der Fritz-Thyssen-Stiftung „Academic Freedom in China and Hong Kong: Quo Vadis?“ am 6. November 2017, die vermutlich ein kritischeres Bild China vermitteln wird als Herr Dr. Bartosch. Natürlich hat jeder das Recht, seine Arbeit so einzurichten, dass er mit ihr nicht aneckt. Auf einem anderen Blatt steht, ob die Gerda Henkel Stiftung mit einer solchen Auffassung von Wissenschaft, wie sie aus dem Interview spricht, identifiziert werden möchte.

Heiner Roetz
Geschiche und Philosophie Chinas
Ruhr-Universität Bochum
merken
Georgios Chatzoudis | 24.09.2017 | 1100 Aufrufe | 1 | Artikel

Peter Trawny zur Debatte um "Deutsche Kultur"

Ein Meinungsbeitrag

Martin Landvoigt | 22.10.2017 | 08:24 Uhr
Was mich auch an diesem Beitrag wundert ist, dass es wie auch anderswo eine Art Fixierung auf ungeeignete Kriterien gibt, um das Phänomen Kultur im allgemeinen und deutsche Kultur im Besonderen zu beschreiben oder normativ zu setzen. Sicher ist Sprache ein bedeutendes Kriterium, aber kaum hinreichend, um trennscharf zwischen kulturellen Zugehörgkeiten zu entscheiden.

Wer Kultur und Volk zuerst als eine Schicksalsgemeinschaft versteht, die als Identifikationsmerkmal bei Assoziation dient, kann auch Sprache und Werteadoption, vielleicht auch Mentalität, Geschichte, Traditionen und Gebräuche als lose gekoppelte Elemente verstehen. Die Assoziation zu einem Volk oder Kultur entsteht zumeist durch Geburt und Sozialisation. Eine Assoziation kann aber durch Migration und Bekenntnis auch erworben oder abgegeben werden. Zuerst wird also das Kriterium zählen, ob sich die Person selbst als Deutscher versteht, an den historischen Errungenschaften und Lasten teilhaben will und sich den Gepflogenheiten im Rahmen der gewährten Freiheiten unterwerfen will. In der Assoziation erklärt sie sich dem Wohl und Wehe eben jener Kultur verpflichtet und sollte seinen Beitrag leisten. Gemeinhin wurde Patriotismus immer wieder mit der Bereitschaft verbunden, auch im Konflikt das Land und Volk zu verteidigen.

Dazu zählt auch, dass man eine deutsche Kultur weder pauschal ablehnen kann, sie für nicht-existent erklärt oder seine Mitglieder gemeinschaftlich verachtet. Deutsch sein ist zuerst eine innere Befindlichkeit.

Ich frage mich nun: Was ist die Befindlichkeit jener, die sich an dem Diskurs beteiligen? Verstehen sie sich selbst als Deutsche und was verstehen sie persönlich darunter?