Registrieren
Aktuell kommentierte Beiträge
merken
Jens Holger Jensen | 01.08.2020 | 508 Aufrufe | 2 | Artikel

Frankfurt-Sachsenhausen näher betrachtet: Das Sachsenhäuser Westend - Die Gartenstraße

Bis 1849: Mittelweg

Jens-Holger Jensen | 05.08.2020 | 12:32 Uhr
Volker Mahnkopp, Pfarrer der Maria-Magdalena-Gemeinde, hat mir heute freundlicherweise Detailinformationen zu zwei Liegenschaften in der Gartenstraße zur Verfügung gestellt und mich autorisiert diese hier als ergänzende Informationen einzustellen.

Gartenstraße 6:
Dort befand sich ein Kindergarten der Lukasgemeinde, der beim Verkauf umziehen musste; dem entsprechend wurde der Standort Gartenstraße 71 durch einen Anbau erweitert. Die evangelische Kirche von Frankfurt hatte ein Vorkaufsrecht auf das Gelände. Es gab Pläne, dort gemeinsam mit der Dreikönigsgemeinde ein Kindergartenzentrum entstehen zu lassen. Aus Kostengründen machte seinerzeit die Frankfurter Kirche von dem Vorkaufsrecht keinen Gebrauch.

Das Grundstück der Gartenstraße 6 war, wie alle Nachbargelände auch, Teil großer Gartengrundstücke mit der Adresse am Schaumainkai (siehe das einführende Kapitel mit den Gemälden und Plänen). Dem ursprünglichen Eigentümer ist es zu „verdanken“, dass die heutige Metzlerstraße nie entsprechend den ausgearbeiteten Fluchtlinienplänen bis zur Schifferstraße angelegt wurde. Diese erfolgreiche Lobbyarbeit hat auch die Fertigstellung der Stegstraße bis zum Eisernen Steg verhindert. Womit nebenbei die Erklärung für den Namen der Stegstraße geliefert wird.
Ich erlaube mir anzufügen: der Verlauf der Stegstraße wurde entsprechend der Sichtachse vom Südbahnhof zum „Langen Franz“ angelegt. Der Name geht auf den Frankfurter Oberbürgermeister Franz Adickes zurück, von dem in diesem L.I.S.A.-Beitrag auch die Rede ist. Adickes hatte in dem Turm zeitweise sein Amtszimmer.


Gartenstraße 114:
Das Haus wurde in der NS-Zeit zum Ghetto-Haus. Dort wohnte unter anderem Dr. Toni Sandels, die als letzte Ärztin im Kinderhaus Hans-Thoma-Str. 24 arbeitete. Das Haus wurde vor 1925 an S. Selig verkauft, dem es in der NS-Zeit enteignet wurde (er emigrierte nach New York). (Siehe dazu auch „Platz-der-vergessenen-Kinder“).

Ich danke Herr Mahnkopp für die Unterstützung von Herzen.
merken
Jens Holger Jensen | 01.08.2020 | 508 Aufrufe | 2 | Artikel

Frankfurt-Sachsenhausen näher betrachtet: Das Sachsenhäuser Westend - Die Gartenstraße

Bis 1849: Mittelweg

Hans Günter Thorwarth | 02.08.2020 | 10:14 Uhr
Wieder ein hervorragender Beitrag zur Frankfurter Geschichte!
Unglaublich was Herr Jensen an interessanten Informationen, schönen Bildern und Plänen zur Gartenstraße zusammengetragen hat.
Eine wahre Fundgrube nicht nur für Anwohner und Sachsenhausenfreunde sondern für alle Geschichtsinteressierte auch außerhalb Frankfurts.
merken
Georgios Chatzoudis | 15.08.2017 | 12134 Aufrufe | 8 | Interviews

"Anpassung an kranke gesellschaftliche Verhältnisse"

Interview mit Hans-Joachim Maaz über das Phänomen der Normopathie

Anna | 27.07.2020 | 12:51 Uhr
Stimmt, es gibt keine Heilung. Es gibt nur, es besser zu machen als die eigenen Eltern. DAS kann man tun.

Aber Selbstreflexion ist ja auch nicht jedermanns Sache, weil dazu die kognitiven Fähigkeiten fehlen. Was, u. A. auch auf die Eltern zurück zu führen ist. Und das betrifft leider auch noch die Masse der Menschheit, wie man, wenn man genau hinzieht, sehr gut erkennen kann.

Mein Ansatz war immer, auch schon vor der 6jährigen Therapie, RADIKALE AKZEPTANZ DES IST-ZUSTANDES.

Nur so kommt man weiter. Nützt einem nichts, die Leute dafür noch zu hassen, was sie einem angetan haben. Die waren alle selber Opfer und wussten bzw wissen es nicht besser. Wenn du das erkennst, bist du deinen "Feinden" quasi schon entkommen. Weil damit die Verarbeitung des Geschehens einher geht.

Meine These - die sich immer wieder bestätigt- ist, dass der Normopath nichts dazu lernen will. Das gepaart mit der Arroganz der -ich kann es nicht anders formulieren- Dummheit ist der Tod unserer Gesellschaft und Natur.

Seht euch um, wer beherrscht wird und wie. Und dann entzieht euch dem. PC ist die neue Geißel. Moral, längst durch die 68er abgeschafft, kehrt zurück in pervertierter Form von "Meine Meinung ist die richtige und du bist ein NAZI wenn du es anders siehst", Zwabgstoleranz, Gender und Sprachpolizei. Dazu noch "unabhängige" Faktenchecker und Framing und dann ein "Herzlich willkommen im 21. Jhrdt."

Als ich vor 26 Jahren angefangen habe mich mit dem Thema zu befassen, die Zusammenhänge zu erkennen zwischen der verkorksten Erziehung durch verkorkste Eltern und Erzieher, deinem kompletten Lebensweg und deinem "Programm" das du abspulst und Leben nennst, ist ganz schön viel passiert in diesem Land und generell auf der Welt.

Und es wird immer schlimmer.
merken
Dr. Jörn Retterath | 25.11.2019 | 1075 Aufrufe | 1 | Vorträge

Alex Natan, "der schnellste Jude Deutschlands". Eine biografische Studie zur deutschen Sportgeschichte im 20. Jahrhundert

Vortrag von Kay Schiller am Historischen Kolleg

Henric Lewkowitz | 24.07.2020 | 21:58 Uhr
Sehr interssant, aber leider habe ich nichts davon gehört, dass Alex Natan beim SCC Rugby spielte, Geschäftsführer des Brandenburgischen Rugby-Verbandes war und auch die Rugby-Abteilung der JTSC Bar Kochba - Hakoah leitete.

Wie erhalte ich weitere Informationen dazu von Prof. Kay Schiller, da ich dabei bin, eine Geschichte des Berliner Rugby-Verbandes zu schreiben; dabei wird u.a. thematisert wie die jüdischen Rugby-Funktionäre wir Dr. Jacques Karp von TeBe und Bankier Hertz 1933 ausgeschlossen wurden. Dazu wäe es natürlich wichtig, mehr über Natan zu erfahren.

Henric Lewkowitz
Falkensee bei Berlin
merken
Georgios Chatzoudis | 27.10.2017 | 7015 Aufrufe | 57 | Vorträge

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Reichenberger | 24.07.2020 | 21:33 Uhr
Mit dem 1,8 Billionen EU Corona Hilfe, die zu 25% aus Deutschland kommt, sollte man das Thema dann auch mal als abgehakt betrachten, oder nicht?

Ich meine, wieviel sollen die nachfolgenden deutschen Generationen denn noch zahlen? Man kann nicht dauernd nur fordern, fordern, fordern und nie ist genug. Dann ist es kein Wunder, wenn die AfD gewählt wird.

merken
L.I.S.A. Redaktion | 28.05.2016 | 24568 Aufrufe | 6 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung

Trier - Stadt in der Krise

Christian Schmidtmann | 18.07.2020 | 10:36 Uhr
Ist das Projekt unvollendet geblieben? Ich hab die Karte im Netz nicht gefunden.
merken
Lena Reuter | 14.07.2020 | 1260 Aufrufe | 1 | Interviews

"Ganz große Gesten, ganz große Gefühle – ganz großes Kino"

Interview mit Lisa Gotto und Sebastian Lederle über die Theoriefähigkeit Hollywoods

Ingmar O. | 17.07.2020 | 12:36 Uhr
Auch ist es fraglich, ob zum Beispiel eine vollständige damnatio memoriae, wie etwa das nachträgliche Herausschneiden aus einem Film, nicht die berechtigte und verständliche Kritik und moralische Empörung mit einer mitunter fragwürdigen Sehnsucht nach Reinheit und Unberührtsein von Üblem verwechselt.


Ein hervorragender Satz. Mal sehen, wie lange er stehen bleiben darf und ob er gerade noch so die Grenze des Sagbaren erfüllt. Immerhin leben wir in einer Welt, in der selbst Bismarks Hamburger Denkmal in der Kritik steht. Es freut mich, dass es noch Menschen gibt, die sich gegen den Barbarismus der momenanen Bilderstürmerei wehren.
merken
Prof. Dr. Anke Hilbrenner | 02.07.2020 | 2442 Aufrufe | 1 | Artikel

Geschichtspolitik braucht Entspannungspolitik

Ein Beitrag von Martin Aust, Anke Hilbrenner und Julia Obertreis zu Präsident Putins Text über den Zweiten Weltkrieg

Ronald Wolf | 15.07.2020 | 15:02 Uhr
Das Wissenschaft und Politik nichts miteinander zu tun haben glaube ich nicht. Eine Unabhängigkeit der Geschichtswissenschaften kann es nicht geben, ist der Mensch doch immer das Ensemble seiner gesellschaftlichen Verhältnisse. Soll heißen, Schule, Studium und das Meinungsumfeld prägen Ansichten und Meinungen der später Forschenden. Wer in den USA studiert hat ist vom Meinungsbild der dortigen vorherrschenden Narrative beeinflusst und wird entsprechend Schlussfolgerungen ziehen. Gleichsetzung von Faschismus und Stalinismus entspricht dieser amerikanischen Sichtweise. Freiräume in der Wissenschaft kann es nur geben, wenn finanzielle und staatliche Unabhängigkeit gegeben ist.
merken
Georgios Chatzoudis | 03.06.2020 | 667 Aufrufe | 2 | Interviews

2. Juni 2020 | Coronakrise: Epochenwende reloaded

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Judith Wonke | 10.07.2020 | 11:22 Uhr
Sehr geehrter Herr Tilmann Kulke,

vielen Dank für das Lob, das uns sehr freut!

Sie können einige unserer Formate bereits als Podcast abrufen, beispielsweise auf Spotify: https://open.spotify.com/show/4wR7jRtIE7jEqKOZ282ndi.

Viel Spaß beim Hören, wir freuen uns über mögliches Feedback!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre L.I.S.A.Redaktion
merken
Georgios Chatzoudis | 03.06.2020 | 667 Aufrufe | 2 | Interviews

2. Juni 2020 | Coronakrise: Epochenwende reloaded

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Tilmann Kulke | 10.07.2020 | 11:11 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
eine ausgezeichnete Initiative, haben Sie vielen, vielen Dank dafür. Bitte überlegen Sie doch, einen Podcast zu erstellen, das wäre sehr wichtig und enorm erfrischend für die Podcast-Landschaft und öffentlich Debatte.
Aus Tbilisi, herzlichst, ihr Tilmann Kulke
19.06.2020 | 3500 Aufrufe | 28 Beiträge

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet"

Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Eagov | 10.07.2020 | 09:55 Uhr
Hallo

Es wurde schon viel diskutiert, aber auch hier wieder nicht über die jungen Menschen, 20-25, die am Anfang ihres Erwachsenseins stehen und es nicht leben können. Nicht jede/r studiert am Heimatort, viele hätten gern Freunde/innen von einer Beziehung ganz zu schweigen, das sind keine überzogenen Ansprüche. Warum werden sie nicht thematisiert?

Mit freundlichen Grüssen
Eagov
merken
Georgios Chatzoudis | 15.08.2017 | 12134 Aufrufe | 8 | Interviews

"Anpassung an kranke gesellschaftliche Verhältnisse"

Interview mit Hans-Joachim Maaz über das Phänomen der Normopathie

Herbert jaever | 08.07.2020 | 22:57 Uhr
Vielen Dank für dieses Eingehen auf die menschliche Verletzbarkeit und deren Folgen.
merken
Axel Kiltz | 04.07.2020 | 597 Aufrufe | 1 | Artikel

„Im Schatten der Dame: Julia Virginia und Richard Laengsdorff (1877 bis 1942)“. Leben in Frankfurt vor und unter dem Naziregime am Beispiel einer typischen „Mischehe“

Stadtteilhistoriker Projektarbeit von Axel Kiltz

Axel Kiltz | 05.07.2020 | 16:04 Uhr
In der online Monografie fehlen drei Abbildungen aus urheberrechtlichen Gründen. Diese Abbildungen sind für das Verständnis der Arbeit nicht von Bedeutung. Anstelle der Bilder sind in Rahmen Texte eingetragen mit informationen, ob und ggfalls. wie man im Internet an die Abbildung gelangen kann.
merken
Dr. Sebastian Müller | 27.06.2020 | 484 Aufrufe | 1 | Artikel

Online-Quellensuche für wissenschaftliche Arbeit

Jeannette P. | 02.07.2020 | 09:32 Uhr
Sehr geehrter Herr Dr. S. Müller, Ihre Hinweise helfen mir bei meinem Studium sehr. Ich bin nach Jahrzehnten der Berufstätigkeit als Gasthörerin an die Uni zurück gekehrt. Wie mit den jetzt zu Verfügung stehenden Online-Recherchen wissenschaftlich gearbeitet werden kann, war mir so noch nicht bekannt.
merken
Georgios Chatzoudis | 10.05.2020 | 1918 Aufrufe | 14 | Ankündigungen

Erklärung der L.I.S.A.Redaktion

In eigener Sache

Ingmar O. | 29.06.2020 | 16:29 Uhr
Gute Arbeit soll ja auch durch Aufmerksamkeit belohnt werden, Herr Chatzoudis.

Nun finde ich das Thema durch die TAZ-Kolumne der Frau/Herr Hengameh Yaghoobifarah noch viel interessanter.

Spannend ist doch wie hier eindeutig die Grenze des Sagbaren überschritten wurde, aber jetzt die Argumentation von links ganz anders lautet. Alles alles, was für Petry, Gauland und Co. NICHT galt, ist ist jetzt gültig.


Menschenverachtung? Ach was, das lest ihr nur nicht richtig. War doch alles anders gemeint. Ja, ok, steht da so, aber trotzdem.

Ob Hengameh Yaghoobifarah am Ende doch noch enthüllt, dass ihr die Maus verrutscht ist?

Es bleibt spannend und ich denke ein gutes Thema für Sie.
merken
Tobias Thelen | 22.06.2020 | 1197 Aufrufe | 1 | Vorträge

Benjamin Ziemann | Martin Niemöller. Ein Leben in Opposition

Vortragsreihe der Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart

Claudius Mangstett | 23.06.2020 | 08:51 Uhr
Vielen Dank für diesen hervorragenden Vortrag. Ich hatte bisher ein ganz anderes Bild von Niemöller. Das wird hier ganz schön durcheinandergewirbelt.
MfG21
merken
Prof. Dr. Martin Zimmermann | 27.08.2018 | 853 Aufrufe | 1 | Vorträge

Endlich Ich. Zur Frage von Künstler und Individuum

Munich History Lecture | Vortrag von Andreas Beyer

Endlich Ich | 22.06.2020 | 21:24 Uhr
Warum ist die Aufzeichnung des Vortrags so unterirdisch ?
Kein Ausleuchtung des Sprechers, zu spät Kommende huschen durchs Bild, da der Aufnahmewinkel falsch gewählt wurde, die Bilder zum Vortrag nur angeschnitten ("wir kennen ja alles"), das Micro der Kamera nimmt alle Nebengeräusche im Raum auf und erzeugt eine Kakophonie (statt den Ton vom Micro des Redners aufzuzeichnen) usw.
Sehr, sehr schade !
merken
Judith Wonke | 27.08.2019 | 934 Aufrufe | 1 | Interviews

"Apokalypse und Utopie gehören zusammen"

Interview mit Gertrude Cepl-Kaufmann zum Jahr 1919

Joachim Diederichs | 21.06.2020 | 12:31 Uhr
Essentiell sind insbesondere vom Musikdenken her 1919 Neuerungen vom Bauhaus. Weimar galt in Wien als Gegenpol: Moderne versus Tradition (literarisch dargestellt in Hesses "Glasperlenspiel"). Der Musiker Josef Matthias Hauer erarbeitete die Grundlagen der Zwölftonmusik, als er für Gropius auf Rat von Itten den Ruf, nach Weimar zu kommen, erhielt. Hauer galt da als Inbegriff zu neuer universal orientierenden Kunst.
Für das Bauhaus in Weimar grundlegend: die Parallele von Abstraktion und Atonalität, Intuition des Einzelnen und Verantwortungsethik für ein je gesellschaftliches Ganzes, Kontrast von idealer Utopie idealen Denkens (Itten) versus konkreter Situation phänomenologischer Untersuchung (Hauer). Der Anteil Wiens prägte nachhaltig Wege in Deutschland nach I. wie II. Weltkrieg und sollte in der europäischen Geistesgeschichte nicht ausgelassen sein.
merken
Georgios Chatzoudis | 09.06.2020 | 739 Aufrufe | 2 | Interviews

"Die Möglichkeit revolutionären Handelns ist heute wahrscheinlicher denn je"

Interview mit Mareike Kajewski über Revolution und Spontaneität

Jeannette P. | 18.06.2020 | 08:46 Uhr
Mich fasziniert Ihr Statement, Frau Dr. Kajewski, dass die Folgen von gemeinsam gemachten gesellschaftlichen Erfahrungen: Aktuell das pandemische Erleben mit Covid-19 - zu spontanen Veränderungswünschen führen können. Die sich dann in Pandemie ähnlichen Protestwellen entladen könnten. Das Wirkpotential für daraus resultierende gesellschaftliche Veränderungen schätze ich als gering ein. Dazu müßte unter den Protestierenden Führungspersönlichkeiten erwachsen, die friedlich gehbare Veränderungen durchsetzen wollten und könnten. Bislang zeigt die geschichtliche Erfahrung, dass solche Führungsfiguren anfangs große destruktive Potenzen entwickeln und die Gesellschaft als Ganzes danach eine neue Aufbauleistung über mindestens 2 Generationen zu stemmen hat. Wer will das ???
Sie, Frau Dr. Kajewski, gehen gedanklich den Weg, den ich sehr interessant finde: Dass sich revolutionäre neue Ideen, als wirkmächtig erleben, um danach in Dialog zu treten mit den herrschenden globalen Wirtschafts- und Politik-Systemen. Sollten Letztere zum Dialog bereit sein, was sie grundsätzlich auch sind - denn neoliberale Wirtschaftssysteme brauchen neue Märkte, um ihre Produkte zu verkaufen - dann werden sich die anfangs spontanen Veränderungswünsche vielleicht sehr schnell als "cooler new wave" wieder finden. Wieviel dann an "neuen Ideen" inhaltlich übrig geblieben ist, wird sich zeigen. So funktionieren friedliche System-Veränderungen und eine gelebte Demokratie, wie wir sie in der BRD haben, packt das an.
merken
Georgios Chatzoudis | 10.05.2020 | 1918 Aufrufe | 14 | Ankündigungen

Erklärung der L.I.S.A.Redaktion

In eigener Sache

Georgios Chatzoudis | 17.06.2020 | 09:57 Uhr
Sehr geehrte*r O. Ingmar,

ich freue mich, in Ihnen eine*n treue*n und genaue*n Beobachter*in unseres Portals zu haben. Was Ihre Frage betrifft, möchte ich Sie um etwas Geduld bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Georgios Chatzoudis