Register
Aktuell kommentierte Beiträge
bookmark
Prof. Dr. Peter Miglus | 08/27/2010 | 8478 Views | 4 | Articles

Im Land der Berge - archäologischer Survey im irakischen Kurdistan

Dr Stefano Anastasio, University of Siena | 27.08.2010 | 13:18
The survey is of course of great interest. The region is of fundamental importance as far as Assyrian archaeology is concerned, and it is a very good result that worls on filed can start again. It is also really to be appreciated that results are published also in a easy but very detailed way, like in this web info, and I hope new data will be published as soon.
bookmark
Georgios Chatzoudis | 02/19/2010 | 2248 Views | 2 | Articles

Kurze praktische Information: Freiwillige Arbeitslosenversicherung

M.A. Natascha Bagherpour | 06.08.2010 | 15:46
Späte Antwort: Ich hatte mich bei den entsprechenden Ämtern erkundigt, ob ich noch eine solche Versicherung abschließen könnte. Ich glaube, ich hatte beim Arbeitsamt und und bei der ARGE angerufen. Ich weiß nicht mehr, welche der beiden Agenturen mir die Information gab. Aber die Angestellten werden sicher weiter vermitteln können.

Grüße N. Bagherpour
bookmark
Georgios Chatzoudis | 04/06/2010 | 2351 Views | 1 | Events

Was ist schön?

03/27/2010 – 01/02/2011 | Deutsches Hygiene-Museum, Dresden

M.A. Christina Leitow | 15.06.2010 | 10:08
Mit dem Thema: "Was ist schön?"beschäftigt sich auch ein aktueller Fotowettbewerb: www.was-ist-schoen.de

Einsendeschluss: 31. August 2010
Empfehlenswert für junge Profis und ambitionierte Amateurfotografen.
bookmark
Christian Dzaack | 04/29/2010 | 2031 Views | 1 | Articles

Public History: Erinnerung als Auftrag

M.A. Jens Christian Schneider | 07.05.2010 | 13:15
Ich schätze sowohl die Institution sowie ihre Arbeit, aber einen Kommentar muss ich kurz loswerden: Ist es denn unbedingt nötig, zumal es hier wirklich um deutsch-deutsche Geschichte geht, mit Anglizismen zu arbeiten? Muss selbst eine Institution wie diese hip und trendy sein? "History goes public" - manchmal kann man derartige Parolen einfach nicht mehr hören....
bookmark
Ferdinand Knauß | 05/05/2010 | 5100 Views | 2 | Articles

Das Zeitalter des allmächtigen Ford

M.A. Jens Christian Schneider | 07.05.2010 | 13:10
Soziale Verantwortung der Arbeitgeber gegenüber ihren Arbeitnehmern (auch bei den Kruppianern u.ä. beobachtet) wäre in der Tat wünschenswert, ist aber nicht ausgestorben. Die Umstellung eines einzelnen Unternehmens kann aber ohnehin nichts bewirken. Man sollte aber hier nun auch kein Fass aufmachen, in dem man die Themen Mindestlöhne und Kurzarbeit in die Manege wirft. Ford war damals in gewisser Weise ein Gegenentwurf zum Manchester-Kapitalismus. Was haben wir heute? Den Heuschrecken-Kapitalismus? Wie immer man das hyperbeschleunigte, globalisierte und auf nicht existierenden Werten basierende Wirtschaftssystem nennen möchte, in dem wir uns bewegen, mit Fordismus können wir die großen Fragen von heute nicht mehr beantworten. Das riecht doch zu sehr nach Staat im Staat, nach einem Werkssozialismus sozusagen. Ich persönlich denke bei Ford immer gleich an die damaligen Stellenangebote, in denen explizit darauf hingewiesen wurde, dass Juden natürlich keine Anstellung bekommen können. Deswegen darf man alle anderen Ideen und Leistungen Fords nicht unter den Teppich kehren, aber das heutige Unternehmen Ford ist nur noch eines von vielen - weder sonderlich sozial noch sonderlich innovativ. Das zumindest hätte er nicht gewollt. Wenn selbst das eigene Unternehmen den Pfad des Fordismus verlassen musste, kann man daran vielleicht ablesen, dass er einfach ausgedient hat. So schön eine nostalgische Vision von Vollbeschäftigung bei guten Löhnen auch sein mag.
bookmark
M.A. Jean-Pierre Stephan | 04/15/2010 | 5599 Views | 3 | Articles

Grundlagen für die Erforschung von NS-Kontinuitäten -
Notizen zu Thomas Harlan

M.A. Jean-Pierre Stephan | 07.05.2010 | 11:23
1. Die NS-Eliten saßen im Parlament, aber auch im Kabinett, und mitunter sogar in noch höheren Positionen. Bundeskanzler Kiesinger war immerhin einer der Chefs der Propagandaabteilung des Auswärtigen Amtes und erledigte somit Goebbels' Job im Ausland. Bundespräsident Lübke trug in Peenemünde die Verantwortung für den Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen und baute Baracken für ein Außenlager des KZ Neu-Staßfurt.
2. Harlan war als Materialquelle für Ludwigsburg von überragender Bedeutung, zumal westdeutsche Strafverfolger als Beamte damals nicht in den Ostblock reisen durften. Aber die Zentrale Stelle hatte sicher auch noch andere Quellen.
bookmark
M.A. Jean-Pierre Stephan | 04/15/2010 | 5599 Views | 3 | Articles

Grundlagen für die Erforschung von NS-Kontinuitäten -
Notizen zu Thomas Harlan

Ferdinand Bonse | 07.05.2010 | 10:33
Ein sehr interessanter Artikel - mir war nicht bewusst, dass der Sohn Veit Harlans so eine Bedeutung für die Suche nach NS-Tätern hat. dazu zwei Anmerkungen bzw. Fragen:
1. Es ist bis heute ein Skandal, dass hochrangigen und auch niederrangigen NS-Täter ein fast reibungsloser Übergang in die Bundesrepublik gelingen konnte - mit zum Teil erheblichen Karrieren. Ein Interesse an einer echten Aufarbeitung hat es in Deutschland nicht gegeben. Anders ist es nicht zu erklären, dass selbst im Parlament unter den verfassungstreuen Parteien zum Teil NS-Eliten plötzlich die Demokraten spielen konnten. Und das mit Wissen vieler anderer Parlamentarier.
2. Unklar ist mir der Zusammenhang zwischen Thomas Harlans Archivarbeit in Polen und der Arbeit der Zentralstelle in Ludwigsburg geblieben. Hat Thomas Harlan die Archive in Ludwigsburg erst aufgefüllt?
bookmark
Ferdinand Knauß | 05/05/2010 | 5100 Views | 2 | Articles

Das Zeitalter des allmächtigen Ford

Ferdinand Bonse | 07.05.2010 | 10:25
Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage fragt man sich, ob eine Rückkehr zum Fordismus nicht zu überlegen wäre. Ich meine eine Zeit, in der die meisten Menschen noch einer geregelten Arbeit nachgingen, einen Lohn hatten, vom dem sie noch leben konnten, noch materielle Werte real geschaffen wurden (in dem Fall Automobile) und dem die Arbeitgeber sich noch einer Sozialpartnerschaft verpflichtet fühlten.
bookmark
L.I.S.A. Redaktion | 02/23/2010 | 55238 Views | 6 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

Medieval Breisgau - the world of lost castles (Germany)

Martin Strotz | 04.05.2010 | 22:30
Sehr geehrter Herr Nübling,

als Projektbeteiligter darf ich etwas Werbung in eigener Sache machen und auf den Artikel rekurrieren, der im Wikipediabeitrag als Quelle angegeben wird: Brigitta Gass, Denzlingen (EM), in: Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. I. Nördlicher Teil. Halbband A-K, hg. von Alfons Zettler/Thomas Zotz (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen in Südwestdeutschland Band 14). Darin werden die Indizien aufgelistet, die auf eine potentielle Burganlage hindeuten. Unter anderem zwei verschliffene Gräben, von denen mir zumindest einer noch im Gedächtnis präsent ist, als ich die Anlage vor rund 20 Jahren selbst besuchte. Nun sind diese deutlichen Anzeichen einer Wehranlage keineswegs datiert und die Autorin des Beitrages kommt zu einem Ergebnis, das im Konjunktiv formuliert wurde: „Sollte in Maurach eine Burg gestanden haben, so sind deren Erbauer wohl zuvorderst unter den Leuten des Bischofs zu suchen.“ (S. 91). Es ist also keineswegs zwingend, daß auf dem Mauracher Berg eine mittelalterliche Burg gestanden hat, es kann sich durchaus auch um eine urgeschichtliche Anlage gehandelt haben.
Aufnahme fand der Mauracher Berg in besagtem Burgenbuch, da in dem Projekt sämtlichen Hinweisen auf mögliche Burganlagen im Gebiet des Breisgaus in seiner mittelalterlichen Ausdehnung nachgegangen wird. Wie dann die Artikel rezipiert und die Ergebnisse in Wikipedia wiedergegeben werden, ist freilich eine andere Sache. Sich darüber aufzuregen lohnt jedenfalls nicht, da es dort keine fachliche Redaktion gibt, sondern jede/r sei er/sie nun qualifiziert oder nicht, vermeintliches Wissen einstellen kann. Ich selbst bin dort auch schon auf Phantomburgen gestoßen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Strotz

PS: Die neue Ortschronik von Denzlingen liegt mir nicht vor, und konnte hierzu nicht zu Rate gezogen werden.



bookmark
L.I.S.A. Redaktion | 02/23/2010 | 55238 Views | 6 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

Medieval Breisgau - the world of lost castles (Germany)

Hartmut Nübling | 03.05.2010 | 23:12
Sehr geehrte Damen und Herren,
weil ich mich über eine Eintrag in Wikipedia zur Burg Denzlingen geärgert habe, bin ich auf ihre Seite gestoßen. Meine Bitte: Könnten Sie über die Forschung zur "Burg Denzlingen" Kontakt mit Prof. Dr. Dieter Geuenich und Dieter Ohmberger aufnehmen. Wenn Sie etwas Neues gefunden haben, sind wir in Denzlingen höchst interssiert. Wenn aber Unwissende den Eintrag weiterverwende ohne die Rubriküberschrift zur beachten (Zweifelhafte Anlagen, nicht belegt) ist das mehr als ärgerlich. Ich sage mal: Es gab keine Herren von Denzlingen und keine Burg.
Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Nübling
Wikipedia: Burg Denzlingen
Die Burg Denzlingen, auch Burg Maurach genannt, ist eine abgegangene Burg auf dem Mauracher Berg. Die Spornburg liegt an der Stelle der St. Severins-Kapelle auf dem östlichen Sporn des Mauracher Berges. Die Burg wurde vermutlich von den Herren von Denzlingen im 12. Jahrhundert erbaut und erwähnt. Von der ehemaligen Burganlage sind noch zwei Halsgräben erhalten.
bookmark
Thomas Podranski | 03/04/2010 | 1941 Views | 1 | Articles

Stellenauschreibung Ruhr-Universität Bochum - Zentrum für Mittelmeerstudien

M.A. Natascha Bagherpour | 26.04.2010 | 09:51
Ich habe gehört, daß diese Stellen schon vergeben sind. Aber bitte selbst noch einmal nachprüfen
bookmark
Dr. Daniel Stahl | 02/19/2010 | 3023 Views | 3 | Articles

Die Suche nach NS-Tätern in Südamerika

Georgios Chatzoudis | 07.04.2010 | 14:23
Sehr geehrter Herr Dr. Moser,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Hätten Sie Zeit und Interesse einen Text-Beitrag zum Fall Eichmann oder ähnlichen Fällen für das Portal zu schreiben? Auch ein Beitrag über die Akteure, die nach 1945 die Fahndung nach NS-Verbrechern erschwerten bzw. verhinderten, wäre von großem Interesse für das Portal.
Viele Grüße, Georgios Chatzoudis (Redaktion L.I.S.A.)
bookmark
Georgios Chatzoudis | 02/19/2010 | 2248 Views | 2 | Articles

Kurze praktische Information: Freiwillige Arbeitslosenversicherung

F. Bonse | 04.04.2010 | 22:01
Vielen Dank für den wichtigen Hinweis, der auch mich als Stipendiatin und viele andere sicherlich auch betrifft. Mich würde noch interessieren, wo sich diese Änderung bezüglich der freiwilligen Arbeitslosenversicherung nachlesen lässt? Viele Grüße, F. Bonse
bookmark
Jörg Matthias Determann | 03/09/2010 | 3097 Views | 2 | Articles

Die Entwicklung von Geschichtsschreibung
in Saudi-Arabien -
Erschließung der modernen Geistesgeschichte eines wichtigen, aber kaum erforschten Landes

Jörg Matthias Determann | 29.03.2010 | 13:24
Liebe Natascha,

herzlichen Dank für deinen Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe.
Ja, nach Saudi-Arabien zu reisen und dort Feldforschung zu betreiben ist nicht immer leicht, da die Einreisebestimmungen und Gesetze dort streng sind. Dass es in Saudi-Arabien auch kein Goethe-Institut gibt, zeugt von dieser Schwierigkeit. Aber ich finde, dass Erforschung dieses Landes und der Austausch mit Kollegen dort sehr wichtig ist, und zwar beides gemeinsam. Wie will ein ausländischer Forscher von Saudis Verständnis und Hilfe etwa beim Nutzen von Archiven dort gewinnen, wenn Saudis aufgrund mangelndes Austausches nicht einmal die geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fragestellungen verstehen, mit denen der Forscher an sie herantritt? So kann mangelnder Austausch zu Misstrauen und Verdächtigungen bei den Saudis führen, deren Hilfe wir ausländische Forscher ja brauchen. Vielleicht nach dem Motto: Warum genau will dieser westliche Besucher diese Akte über Bevölkerungsstatistiken bei uns sehen? Was hat er vor? (Besser gebe ich sie ihm einmal nicht.)

Aus diesem Grund diskutiere ich die Hypothesen und Erkenntnisse meiner Arbeit auch sehr gerne mit saudischen Historikern und Intellektuellen und wünsche mir, dadurch mehr Vertrauen für die Zukunft zu schaffen, auch für andere Forscher, die ins Königreich oder die weitere Region reisen. Dieses Vertrauen hoffe ich, erreicht auch weitere Personen außerhalb der Forschung, und, wie du richtig schreibst, kann auch ein diplomatischer Dienst sein, gerade in Ländern, wo der kulturelle Austausch mit Deutschland und Europa eher gering ist.

Liebe Grüße aus Wien, wo ich gerade bei meinen Eltern und Brüdern über Ostern bin,

Matthias
bookmark
Jörg Matthias Determann | 03/09/2010 | 3097 Views | 2 | Articles

Die Entwicklung von Geschichtsschreibung
in Saudi-Arabien -
Erschließung der modernen Geistesgeschichte eines wichtigen, aber kaum erforschten Landes

M.A. Natascha Bagherpour | 29.03.2010 | 11:02
Ich finde das Projekt wahnsinnig interessant. Wissenschaftler können diplomatische Verbindungen initiieren, vertiefen und mehr Vertrauen schaffen. Ich bin der Meinung, daß das Projekt von M. Determann eine Pionierarbeit ist - nicht nur für die Geschichtswissenschaft!
bookmark
Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5268 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Georgios Chatzoudis | 15.03.2010 | 14:44
Sehr geehrter Herr Bömer,
vielen Dank für Ihren berechtigten Hinweis. Gerne möchte ich Ihnen und auch anderen Diskutanten kurz erläutern, warum wir als Redaktion bewusst auf eine differenzierte Darstellung der einzelnen Theorien verzichtet haben. Das hat im wesentlichen zwei Gründe: Die Darstellung der oft sehr komplexen Theorien würde das Format der Umfragen sprengen. Die Umfragen sind im Wesentlichen dazu gedacht, zu aktuell interessanten Fragen mit historischem Bezug kleinere Meinungsbilder einzuholen. Sie sollen letztlich vor allem dazu dienen, - das ist der zweite Grund - eine Diskussion anzuregen. Dabei ist jeder aufgerufen, offene Fragen zu beantworten. Wir freuen uns beispielsweise über jeden Beitrag, der das Für und Wider einzelner Theorien bespricht, so wie es beispielsweise Dipl.Ing. Peter Oppitz getan hat. Insofern sind wir Ihnen für Ihren Link zu "Clades Variana" sehr dankbar. Mit freundlichen Grüße, Ihre L.I.S.A.-Redaktion
bookmark
Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5268 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Albert Bömer | 15.03.2010 | 12:22
Was soll eine derartige Abstimmung ohne genauere Informationen was für und gegen die einzelne Theorie spricht. Eine differenziertere Aufstellung der einzelnen Theorien wäre hilfreicher gewesen, wobei auch Hinweise für Lokalisationsversuche abseits dieser vier aufgeführten Gegenden sinnvoll gewesen wäre. Auch ich habe mich über viele Jahre hinweg mit diesem Thema beschäftigt, wobei für mich (und mittlerweile auch für viele andere) ein vollkommen anderes Gebiet für den Ort der Clades Variana wahrscheinlich wird. Nachzulesen unter:

http://www.clades-variana.com
bookmark
Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5268 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Dipl.Ing. Peter Oppitz | 04.03.2010 | 18:05
Auch ich habe große Probleme, eine unter den verschiedenen Ortsbestimmungen zu wählen. Immerhin gibt es mehr als 700 verschiedene Orte, an denen die Varusschlacht stattgefunden haben kann. Über mehrere Jahre habe ich mich mit dem Komplex befasst und schließlich ein kleines Buch geschrieben: "Das Geheimnis der Varusschlacht." im Zagara-Verlag, € 9,80, erschienen. Unter den Althistorikern werden meine Überlegungen diskutiert, aber hinter vorgehaltener Hand, weil der Bericht über die V. von Cassius Dio noch immer als maßgebend gilt. Schon Paul Höfer (1888, "Die Varusschlacht") hat diesen Text angezweifelt und als tendenziöse Darstellung erkannt. Jedoch kam er nicht gegen die Autorität von Prof. Dr. Theodor Mommsen an (1885, "Die römische Geschichte"). Weil es sehr schwer ist, einmal Gelerntes zu hinterfragen, wird noch lange über die Bewertung der verschiedenen, römischen Texte diskutiert werden.
Die neueste Veröffentlichung stammt von dem Althistoriker Dr. Peter Kehne in " Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 78/2009, S.135-180. Dort hat er seine Argumente zusammengestellt, warum am Kalkrieser Berg ein Kampf unter Caecina, einem Legaten von Germanicus, im Jahr 15 oder 16 n.Chr. stattgefunden hat.
Frau Tatjana Moor-Freber wird sicherlich bei Tacitus (Ann. I, 61) die pietätvolle Bestattung der zusammengelesenen Knochenreste der gefallenen Legionäre in einem Tumulus noch einmal nachlesen. Dort ist von nur einem Tumulus ( ein weiteres Mal in Ann. II, 7) die Rede. Also einem Bauwerk über der Erde und nicht von 8 (acht!!!) Knochengruben in der Erde. Außerdem war es zu der Zeit bei den Römern üblich, die Leichen(reste) zu verbrennen bevor die Asche weihevoll bestattet wurde. Brandspuren gibt es aber nicht in Kalkriese!
bookmark
Dr. Susanne Froehlich (geb. Pilhofer) | 03/04/2010 | 1616 Views | 1 | Articles

Überdruß und andere gute Gründe,
in den Krieg zu ziehen. -
Handlungsmotive bei Herodot

M.A. Jens Christian Schneider | 04.03.2010 | 11:50
Was Herodot schon konnte, vermögen 25 Jahrhunderte später nur wenige Medien: Nicht nur deskriptiv sondern analysierend berichten. Wie lernunwillig die Menschheit doch sein kann. Und, wenn ich Frau Fröhlich bzgl. Herodots Kriegsbegründungen zitieren darf: "Selbstüberschätzung und Wahn, Stolz, Ehre, Zorn, Rachegelüste, Neid, Reue, Scham, Angst, Mißtrauen, Zweifel, Zwang, Armut, Neugier, strategisches Kalkül und Machtstreben, Gier, aber auch göttliches Geheiß, Träume und Orakelsprüche" - Jeder dieser Gründe führt auch heute noch zu Kriegen - nur dass andere vermeintliche Gründe als Camouflage darüber ausgebreitet werden. Wenn ich an Wahn und (angebliches) göttliches Geheiß denke, befinden wir uns im Grunde mitten im modernen "Terrorismus-Krieg" - leider nicht nur auf Seiten des Terrorismus, sondern auch auf Seiten westlicher Regierungschefs, ohne jetzt jemand Speziellen benennen zu wollen. Bald oder in 25 Jahrhunderten werden Historiker auf Frau Fröhlichs Arbeit zurückgreifen können und sie als Ausgangspunkt für eine auf einen längeren Zeitraum angelegten Analyse nehmen, nämlich warum sich die Kriegsgründe kaum ändern, deren offizielle Umschreibung aber so selten mit der Realität übereinstimmt.
bookmark
Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5268 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Tatjana Moor-Freber | 03.03.2010 | 20:07
Was für Kalkriese spricht, ist die Tatsache, DASS dort eine wirklich große Schlacht stattgefunden hat. Das können die anderen Orte angesichts der Fundlage einfach nicht von sich behaupten. Ob es aber tatsächlich die Varusschlacht war??? Dazu gab es einfach zu viele Zusammenstöße mit den Germanen innerhalb des in Frage kommenden Zeitfensters.

Ein wichtiges Indiz sind auch die Funde menschlicher Knochen, die offensichtlich mehrere Jahre unbestattet im Wald auf dem Schlachtfeld gelegen haben. Das entspricht vollkommen dem Bericht des Tacitus, dass sich erst Jahre nach der Schlacht eine römische Expedition unter dem Feldherrn Germanicus in die Nähe des Schlachtfelds gewagt und die herumliegenden Gebeine förmlich bestattet habe. Das würde für Kalkriese als Ort der Varusschlacht sprechen.