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Georgios Chatzoudis | 12/01/2010 | 86741 Views | 5 | Polls

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Jochem Peelen | 05.12.2010 | 22:00
Die deutsche Berichterstattung über Wikileaks dokumentiert in erster Linie den Niedergang unserer vormals seriösen Presse. Vermeintlich pikante Urteile über Merkel & Co. werden ausgewalzt. (In Wirklichkeit sollten wir froh sein, wenn ausländische Diplomaten eine realistische Einschätzung nach Hause melden.) Politisch wichtige Aussagen wie die Haltung der Araber zum Iran erfährt man bestenfalls in Nebensätzen. Für eine halbwegs sachorientierte Information ist man auf die Auslandspresse angewiesen.
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Georgios Chatzoudis | 12/01/2010 | 86741 Views | 5 | Polls

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Daniel Stahl | 02.12.2010 | 13:40
Wenn es gelingt, die Fragen zu beantworten, die sie in Bezug auf die angeblichen Kriegsabsichten stellen, dann ist ein quellenkritischer Umgang mit den Wikileaks-Quellen sichergestellt. Ich kenne nur die Berichterstattung, nicht die Quellen, aber ich gehe davon aus, dass es sich nicht nur um zusammenhanglose Schnipsel der diplomatischen Korrespondenz handelt, sondern dass die umfangreichen Veröffentlichungen bis zu einem gewissen Grad zulassen, den Wert einzelner Dokumente zu beurteilen und sie in einen größeren Zusammenhang zu stellen.
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Georgios Chatzoudis | 12/01/2010 | 86741 Views | 5 | Polls

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Ferdinand Bonse | 02.12.2010 | 11:04
Das mag ja stimmen, aber was nutzt mir die Information von den vermeinstlichen Kriegsabsichten arabischer Staaten gegenüber dem Iran, wenn die Quelle letztlich nur ein Botschaftsbericht ist. Wo ist die Einordnung? Ist es der Wille der Regierung oder ist es nur eine Einschätzung eines untergeordneten Beamten? Was passiert mit der Information? Wieviel Gewicht hat sie für die US-Administration? Lässt sich das State Departement von solchen Botschaftsberichten beeindrucken? Und was ist mit den Folgen von solchen Infos? Denkt jetzt jeder, dass die arabischen Staaten einen Krieg gegen den Iran befürworten?

Ich meine nach wie vor, dass es verantwortungslos ist, solche Informationen in die Welt hinaus zu posaunen, ohne dass sie zuvor a) überprüft wurden und b) in einen größeren Zusammenhang eingeordnet wurden.

Gruß, F. Bonse
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Georgios Chatzoudis | 12/01/2010 | 86741 Views | 5 | Polls

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Daniel Stahl | 02.12.2010 | 10:30
Ganz abgesehen davon, ob man die Veröffentlichungen für richtig oder falsch hält: die Dokumente sind natürlich ein wichtiger Quellenkorpus. Es befinden sich dort eben nicht nur Klatsch und Tratsch, sondern auch sehr substanzielle Informationen. Wenn man erfährt, dass die arabischen Staaten einen Angriff auf Iran für wünschenswert gehalten haben, dann ist das nicht "ohne jede historische Relevanz". Deshalb bleibt zu hoffen, dass die Historiker das Thema nicht nur den Medien überlassen, sondern eine quellenkritische Handhabung entwickeln, um sich auf dem "königlichen Bankett" standesgemäß aufzuführen.
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Georgios Chatzoudis | 12/01/2010 | 86741 Views | 5 | Polls

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Ferdinand Bonse | 01.12.2010 | 12:10
Ich halte das, was Wikileaks macht für eine ganz gefährliche Sache. Die meisten Infos sind in meinen Augen reiner Klatsch und Tratsch. Das erkennt man schon daran, dass die Medien - von Bild bis Spiegel - sich vor allem auf die "delikaten" Infos wie die Geier stürzen: Westerwelle ist inkompetent und eitel, Merkel ist unkreativ, Ahmadindschad ist Hitler usw. Das ist in meinen Augen ohne jede historische Relevanz. Die Infos stehen außerdem in keinem Verhältnis zum außenpolitischen Schaden, der dadurch verursacht wird.

Wikilieaks gehört für mich verboten!

Gruß F. Bonse
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Dr. Gunther Schendel | 11/29/2010 | 2604 Views | 4 | Events

"Die Mission ist weiblich" - Missionarinnen, Missionarsfrauen, Missionsfreundinnen,
Bibelfrauen in den ersten beiden
Generationen der Hermannsburger Mission

11/19/2010 – 11/20/2010 | Hermannsburg, Missionsseminar des Ev.luth. Missionswerks in Niedersachsen

Ferdinand Bonse | 30.11.2010 | 06:37
Ein sehr interessantes Thema, das bisher wenig Beachtung gefunden hat. Bisher wird die Mission ja vor allem als Männer-Geschichte verstanden. In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, wie sich Frauen in einer Männerdomäne behaupten konnten? Sowohl nach innen, also gegen männliche Missionare, als auch nach außen, d.h. in den von Männern dominierten Gesellschaften, die sie missionieren wollten.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Freundliche Grüße
F. Bonse
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Dr. Eva Kraus | 11/22/2010 | 1259 Views | 2 | Events

Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter

01/20/2011 – 01/21/2011 | München, Historisches Kolleg

Dr. Eva Kraus | 22.11.2010 | 16:12
Vielen Dank für den Hinweis! Die Tagung findet natürlich nur an zwei aufeinanderfolgenden Tagen desselben Jahres statt: 20. und 21. Januar 2011.
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Dr. Eva Kraus | 11/22/2010 | 1259 Views | 2 | Events

Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter

01/20/2011 – 01/21/2011 | München, Historisches Kolleg

Cornelius Puschmann | 22.11.2010 | 16:08
Mir scheint, es hat sich ein Fehler beim angegebenen Datum eingeschlichen -- es sei denn, die Veranstaltung dauert tatsächlich ein volles Jahr...
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Georgios Chatzoudis | 11/08/2010 | 1760 Views | 1 | Events

Live-Videodiskussion mit der Islamwissenschaftlerin
Prof. Dr. Dr. h.c. Gudrun Krämer

11/08/2010 | L.I.S.A.live

M.A. Natascha Bagherpour | 16.11.2010 | 08:59
Diese Live Diskussion war sehr interessant und ich habe mich gefreut, daß ich die Gelegenheit hatte zuzuhören. Ich würde weitere solche Angebote sehr begrüßen.

Vielen Dank an das L.I.S.A. Team und Frau Krämer
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L.I.S.A. Redaktion | 02/23/2010 | 288979 Views | 1 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

Mustang – Eleventh-hour rescue? (Nepal)

dres.schneider-sickert | 13.11.2010 | 20:19
Eine persönliche Nachricht für S.von der Heide

Liebe Susanne von der Heide, mit Trauer haben wir gelesen, daß Dzongsar Ngari Thingo Rinpoche ein neues Leben begonnen und Sie in Ihrem gemeinsamen Projekt allein gelassen hat. Da uns Mustang immer noch sehr interessiert und Ihr Ergehen ebenfalls, lassen Sie bitte mal von sich hören.
Ihnen viele gute Wünsche
Frank+Gitta Schneider-Sickert
Tel 00495307 6117

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Georgios Chatzoudis | 11/10/2010 | 3806 Views | 1 | Articles

Geschichtswissenschaft auf einen Blick - das Doktorandenforum des 48. Deutschen Historikertags

Ferdinand Bonse | 11.11.2010 | 08:01
Ich war auf dem Historikertag in Berlin und habe die sehr interessanten Poster dort gesehen. Ich hatte mich schon gefragt, was aus den Postern nach der Ausstellung werden würde. Insofern finde es ich gut, dass sie hier zu sehen sind.
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Georgios Chatzoudis | 09/14/2010 | 15106 Views | 2 | Articles

History - Teaching - Tolerance
Dr. Ismail H. Demircioglu

Eva Kestner | 17.09.2010 | 19:13
this paper should be followed by history and social studies teachers to teach tolerance. Congratulation
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Georgios Chatzoudis | 09/14/2010 | 15106 Views | 2 | Articles

History - Teaching - Tolerance
Dr. Ismail H. Demircioglu

Ulku Varan | 17.09.2010 | 19:09
An interesting and valuable paper to teach tolerance and make history lessons more intersting.
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Prof. Dr. Peter Miglus | 08/27/2010 | 8818 Views | 4 | Articles

Im Land der Berge - archäologischer Survey im irakischen Kurdistan

Natascha Bagherpour, M.A. | 13.09.2010 | 09:01
Ich bin sehr angetan von der Präsentation des Projektes auf dieser Seite. Ich habe den Text mit großem Interesse gelesen und auch ich bin gespannt auf die Publikation und hoffe, daß weitere Projekte in dem Gebiet durchgeführt werden können. Es ist schön, so kurz nach Durchführung eines solchen Surveys, davon auf so einfache Weise zu erfahren. Dank an Peter Miglus und Simone Mühl bzw. das Survey Team!
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Georgios Chatzoudis | 02/24/2010 | 2414 Views | 2 | Articles

„Archaeoworks“ – Bericht über die Messe zu „Archäologischen Berufswelten“ in Berlin

Tobias Wachter | 10.09.2010 | 16:55
Als Organisator würde ich gerne auf einige Vorwürfe eingehen - auch wenn sie nicht unmittelbar an die Messe gerichtet worden sind. Angebote können wir nicht bereithalten - wie auch? Als Student ist man nur schwer in der Lage die Situation zu verändern und ich denke, dass jeder wissen sollte wo die archäologischen Stellanzeigen sind und wie die Stellensituation im Fach (90% Stellen im öffentlichen Dienst) aussieht.

Das Problem liegt m.E. gerade in den Geisteswissenschaften an einer anderen Stelle: Wir wissen nicht was wir können (Stichwort: transferable skills!) und wir wissen viel zu wenig, was das am freien Markt wert ist. Und hier stimme ich mit Herrn Schneider überein: das wird in der Lehre überhaupt nicht thematisiert! Daher ist der Wert individueller Lebensläufe für uns auch so groß, eben weil sie zeigen, dass es nur individuelle Wege gibt.

Ich denke im Rahmen von archaeoworks², das vom 2. bis 5. Juni in Mainz stattfinden wird, werden wir verstärkt auf dieses Feld eingehen.
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Prof. Dr. Peter Miglus | 08/27/2010 | 8818 Views | 4 | Articles

Im Land der Berge - archäologischer Survey im irakischen Kurdistan

Dr Stefano Anastasio, University of Siena | 27.08.2010 | 13:18
The survey is of course of great interest. The region is of fundamental importance as far as Assyrian archaeology is concerned, and it is a very good result that worls on filed can start again. It is also really to be appreciated that results are published also in a easy but very detailed way, like in this web info, and I hope new data will be published as soon.
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Georgios Chatzoudis | 02/19/2010 | 2312 Views | 2 | Articles

Kurze praktische Information: Freiwillige Arbeitslosenversicherung

M.A. Natascha Bagherpour | 06.08.2010 | 15:46
Späte Antwort: Ich hatte mich bei den entsprechenden Ämtern erkundigt, ob ich noch eine solche Versicherung abschließen könnte. Ich glaube, ich hatte beim Arbeitsamt und und bei der ARGE angerufen. Ich weiß nicht mehr, welche der beiden Agenturen mir die Information gab. Aber die Angestellten werden sicher weiter vermitteln können.

Grüße N. Bagherpour
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Georgios Chatzoudis | 04/06/2010 | 2432 Views | 1 | Events

Was ist schön?

03/27/2010 – 01/02/2011 | Deutsches Hygiene-Museum, Dresden

M.A. Christina Leitow | 15.06.2010 | 10:08
Mit dem Thema: "Was ist schön?"beschäftigt sich auch ein aktueller Fotowettbewerb: www.was-ist-schoen.de

Einsendeschluss: 31. August 2010
Empfehlenswert für junge Profis und ambitionierte Amateurfotografen.
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Christian Dzaack | 04/29/2010 | 2065 Views | 1 | Articles

Public History: Erinnerung als Auftrag

M.A. Jens Christian Schneider | 07.05.2010 | 13:15
Ich schätze sowohl die Institution sowie ihre Arbeit, aber einen Kommentar muss ich kurz loswerden: Ist es denn unbedingt nötig, zumal es hier wirklich um deutsch-deutsche Geschichte geht, mit Anglizismen zu arbeiten? Muss selbst eine Institution wie diese hip und trendy sein? "History goes public" - manchmal kann man derartige Parolen einfach nicht mehr hören....
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Ferdinand Knauß | 05/05/2010 | 5270 Views | 2 | Articles

Das Zeitalter des allmächtigen Ford

M.A. Jens Christian Schneider | 07.05.2010 | 13:10
Soziale Verantwortung der Arbeitgeber gegenüber ihren Arbeitnehmern (auch bei den Kruppianern u.ä. beobachtet) wäre in der Tat wünschenswert, ist aber nicht ausgestorben. Die Umstellung eines einzelnen Unternehmens kann aber ohnehin nichts bewirken. Man sollte aber hier nun auch kein Fass aufmachen, in dem man die Themen Mindestlöhne und Kurzarbeit in die Manege wirft. Ford war damals in gewisser Weise ein Gegenentwurf zum Manchester-Kapitalismus. Was haben wir heute? Den Heuschrecken-Kapitalismus? Wie immer man das hyperbeschleunigte, globalisierte und auf nicht existierenden Werten basierende Wirtschaftssystem nennen möchte, in dem wir uns bewegen, mit Fordismus können wir die großen Fragen von heute nicht mehr beantworten. Das riecht doch zu sehr nach Staat im Staat, nach einem Werkssozialismus sozusagen. Ich persönlich denke bei Ford immer gleich an die damaligen Stellenangebote, in denen explizit darauf hingewiesen wurde, dass Juden natürlich keine Anstellung bekommen können. Deswegen darf man alle anderen Ideen und Leistungen Fords nicht unter den Teppich kehren, aber das heutige Unternehmen Ford ist nur noch eines von vielen - weder sonderlich sozial noch sonderlich innovativ. Das zumindest hätte er nicht gewollt. Wenn selbst das eigene Unternehmen den Pfad des Fordismus verlassen musste, kann man daran vielleicht ablesen, dass er einfach ausgedient hat. So schön eine nostalgische Vision von Vollbeschäftigung bei guten Löhnen auch sein mag.