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Georgios Chatzoudis | 08.10.2019 | 478 Aufrufe | 1 | Interviews

"Die DDR war mehr als nur Diktatur"

Interview mit Gerd Dietrich zur Kulturgeschichte der DDR

Ben | 08.10.2019 | 17:13 Uhr
Bei allen Fehlern hat sich die DDR immerhin um ihre Menschen gekümmert. Die BRD kennt ja nur noch die Belange anderer und die eigenen Menschen dürfen diese moralische Überlegenheit bezahlen.

Wie immer schon: am deutschen Wesen soll die Welt genesen.
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Georgios Chatzoudis | 24.06.2014 | 20581 Aufrufe | 8 | Interviews

Ustaša - "Faschismus und Nationalsozialismus als ideologische Leitsterne"

Interview mit Alexander Korb über Kroatien im Zweiten Weltkrieg

Dr. Alexander Korb | 27.09.2019 | 18:01 Uhr
Danke, sl!
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Georgios Chatzoudis | 09.09.2019 | 1065 Aufrufe | 3 | Interviews

Wohin mit diesem Europa?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Ulrike Guérot

M. Ulrich | 12.09.2019 | 07:50 Uhr
Sehr geehrter Herr Wolff, es mag sein, dass es stimmt, was sie sagen, aber das reicht schlichtweg nicht. Es funktioniert immer weniger Diskussionen aus dem Weg zu gehen, nur weil sie dem linksalternativen Mainstream nicht genügen. Miriam Lau hat hier einen guten Artikel verfasst:

https://www.zeit.de/2019/35/cdu-neue-rechte-afd-werteunion-konservatismus


Fakt ist, dass die linken Parteien immer mehr verlieren: die Linke hatte noch 5,5% bei den Europawahlen und hat in Ostdeutschland ein Desaster erlebt. Warum? Weil sie meint Wagenknecht wegmobben zu müssen und sich dadurch zu einer komplett sektiererischen Westpartei zu machen. Bis 1989 hatten Linksaußenparteien westlicher Prägung 0,1%. Da ist die Linke auf gutem Weg. Zumindest die 5%-Hürde dürfte schon bald ein Problem werden, wenn die alten Genossen das Zeitliche gesegnet haben.

Über die SPD braucht man momentan kaum zu reden und die Grünen werden auch wieder 15% zurückgehen, wenn der Klimahype von der anstehenden Rezession geschluckt ist.

Mit anderen Worten: Es geht abwärts für das linke Spektrum. Warum? Die Antwort liegt unter anderm in der arroganten "Haltung" gegenüber anderen Meinungen, die sie ausdrücken. Demokratie heißt eben nicht, dass alle nur einen bestimmten Meinungskorridor, den linksliberal bestimmt, betreten dürfen.
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Georgios Chatzoudis | 09.09.2019 | 1065 Aufrufe | 3 | Interviews

Wohin mit diesem Europa?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Ulrike Guérot

Wilhelm Wolff | 11.09.2019 | 22:06 Uhr
Ich möchte mal darauf hinweisen, dass der bei ca. 3:20 erwähnte David Engels nicht "von rechts vereinnahmt wird", sondern schlicht rechts ist: Unterschrift der "Erklärung 2018", Veröffentlichungen in einschlägigen rechten Medien (Cato, Weltwoche, Tagespost etc.), Vortrag auf Einladung der AfD, Förderung durch die polnische Regierung, Mitbegründung einer Oswald-Spengler-Gesellschaft usw.
Den Vortrag bei der AfD im Bundestag gibt es hier nachzulesen: https://www.theeuropean.de/david-engels/15947-untergang-des-abendlandes und der beseitigt doch meines Erachtens alle Zweifel daran, wie dieser Mensch politisch einzustufen ist. Eine oberflächliche Internetrecherche lässt mich übrigens vermuten, dass es sich mit den anderen Leuten, die zu dem erwähnten Buch "Renovatio Europae" beigetragen haben, nicht anders verhält.
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Georgios Chatzoudis | 09.09.2019 | 1065 Aufrufe | 3 | Interviews

Wohin mit diesem Europa?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Ulrike Guérot

Steffen Eitner | 09.09.2019 | 17:55 Uhr
Ein geeintes Europa kann auf Dauer nicht ohne Bürger mit europäischem Bewußtsein funktionieren. Aber dazu brauchen wir eine gerechte Verständigung mit einer neutralen Sprache. Esperanto steht seit langem dazu bereit und mit dieser Frage haben sich Esperanto-Freunde schon lange beschäftigt. Und alle anderen haben keinen praktikablen Gegenvorschlag machen können. Ich kann nur alle Proeuropäer bitten, den Ansatz von Europa-Demokratie-Esperanto zu unterstützen. Informieren Sie sich bitte und vergessen Sie für eine kleine Zeit ihre Vorurteile. Vielen Dank!
http://de.e-d-e.eu
http://fr.e-d-e.eu
http://e-d-e.eu
http://de.e-d-e.eu/geschichte/e-d-e-vorlaeufer
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Georgios Chatzoudis | 29.11.2016 | 1885 Aufrufe | 1 | Interviews

"Ein Journalismus, der sich Narrativen fügt, ist ein Widerspruch in sich selbst"

Interview mit Ulrich Teusch über die Glaubwürdigkeitskrise der Medien

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 14:39 Uhr
> .L.I.S.A: Herr Professor Teusch, Sie sind Politikwissenschaftler und Journalist und haben zuletzt ein medienkritisches Buch vorgelegt. <

Wieso "medienkritisches Buch"? Hat L.I.S.A. das Buch nnit gelesen und dennoch dazu Interwievt?
Der Grundtenor dieses Buches ist nicht die Medienkritik, sondern die Gesellschaftskritik an der derzeitigen Denk- und Handlungsweisen in und um "unsere" Medien aller Art. Es ist die politisch handende Elite, die hier kritisiert wird - nicht bemerkt?
Und ja, erst dazu gehört dann auch die bestens versorgte obere Medienelite selber, die ihr warmes anscheinend kaum kontrollierbares Nest der Abschreiber von den hochgradig vorab filternden Agenturen der obersten Medieneliten zu schätzen wissen, denen es so wenig nach "Veränderung" drängt, Mediengesellschaft halt ...
Daher Teusch:
> Denn in einer von Medien geprägten Welt kann es gar nicht genug Medienkritik geben <
Denn:
> Es gibt nach wie vor viele integre, sauber arbeitende Journalisten; und die werden durch den Begriff „Lügenpresse“ nun pauschal mit in Haft genommen für die vielen Fehlleistungen, die andere zu verantworten haben. <
und:
> Was man alles berichten könnte, steht in einem grotesken Missverhältnis zu dem, was man tatsächlich berichten kann. Die spannende Frage lautet: Wie und nach welchen Kriterien wird ausgewählt? Und da ist im medialen Mainstream seit einiger Zeit zu beobachten, dass die Nachrichtenauswahl sich immer ähnlicher wird, <

Also nicht nur strukturell und situationsbedingt ("jedes Medium ist ein Lückenmedium"), sondern auch aus sachfremden Betrachtungen (Personal- und Kosten der Recherche usw.), aus neoliberaler Grundposition (jedes Medium ist so frei - so es "frei" ist - selbst zu entscheiden, wo es vorgesiebte Nachrichten abholt oder das sein lässt) und aus Machtkalkül bezüglich der herrschenden Politikerkaste, die letztlich das einzige kleine Kontröllchen der Medien ist, wenn es um das Geld heht) - gesamt: Aus gesellschaftlicher Verwendung der Medium, unten wie oben und den irrigen Narrativen von "freien Medien", die gleich mit gemeinsam dazu konstruiert werden, denn:
> Solange sich Journalisten oder Medien innerhalb der vom politischen Mainstream vorgegebenen Bandbreite positionieren, sind sie in der Tat „unbelangbar“. Das ändert sich aber sehr schnell, wenn sie für Auffassungen Partei ergreifen, die sich außerhalb des Mainstreams befinden, < es kommt zu Lückenpresse ...

So muss ich denn (doch mal) abschreiben bei Teusch, denn das ist kaum besser zu formulieren:
> Konkret: Lücken entstehen zum Beispiel, wenn bestimmte Nachrichten regelrecht unterdrückt werden; das wären dann Lücken im Wortsinn. Der Begriff bezieht sich aber auch auf die Nachrichtengewichtung; die eine Nachricht wird künstlich hochgespielt, die andere wird zwar irgendwo gemeldet, aber bewusst unten gehalten. Oder auf die Kontextualisierung von Nachrichten: Die eine Nachricht wird tendenziös eingebettet, mit einem „spin“ versehen, die andere nicht. Dann gibt es die „double standards“, also das Messen mit zweierlei Maß. Ein Beispiel: Wenn man das Vorgehen Russlands auf der Krim als „völkerrechtswidrig“ klassifiziert – was man natürlich tun kann –, aber die völkerrechtliche Dimension bei den Kriegen im Nahen und Mittleren Osten komplett ausblendet, ist das natürlich ein doppelter Standard. Damit eng verbunden sind gewisse Sprachregelungen. Warum nennt man die Kämpfer im Osten der Ukraine „pro-russische Separatisten“, warum nicht – zum Beispiel – „moderate Rebellen“? <
oder die Milliardäre in Nordamerika nur "Philantropen" und die in Russland "Oligarchen", wo doch keine von beiden die eigenen Milliarden mit eigenen Händen (oder Köpfen) hergestellt haben ....

bleibt die Antwort von Teusch, was sich (?) zu ändern habe, als ausgesprochen gesamtgesellschaftlicher Prozess und nicht etwa nur in Medien:

> Also double standards vermeiden, sich Narrativen oder gerade angesagten Dogmen politischer Korrektheit verweigern, sich interessengeleiteten Sprachregelungen widersetzen, er müsste auf möglichst großer Bandbreite informieren und kommentieren, seine gesellschaftliche Integrationsfunktion wiederentdecken. ...<

Von wegen "medienkritisches Buch ....



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Georgios Chatzoudis | 18.09.2018 | 37360 Aufrufe | 15 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 13:59 Uhr
@ Kommentar von Peter Schulze | 22.09.2018 | 16:35 Uhr

>Wunderbar, wie Herr Theweleit nicht nur über den Tellerrand schaut, sondern auch den Teller umrundet. >
Mitnichten, mitnichten tut Herr Theweleit dies, Sein Tellerrand ist Ende seines Horizontes, sonst hätte er mal nicht von "Lügenpresse" als Vorwurf geschwätzt, sondern den genauen (für Kulturwissenschaftler und Literaten fachlich korrekten) Begriff "LÜCKENpresse" beachtet, damit auch den wohl etwas hinter seinem Tellerrand liegenden Prof. Teusch und dessen brisanten weil echt analytischen Ausführungen einen Platz nicht nur im Gespräch, sondern Grundsätzlich in seinen"Männerphantasieen" gegeben.

Daher hier für Herrn Theweleit ein Link (gar nicht so weit weg von hier) zur höchst modernen "LÜCKENpresse" von Prof. Teusch:

> https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lueckenpresse <

Unter Einbeziehung dessen, was da Herr Teusch uns als gesammelte und beweisbare (!) Erkenntnis anbietet, dürften wohl die "Männerphantasien" neu recherchiert unf geschrieben werden müssen ...
... und wohl auch dieses Interwiev hier.
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Georgios Chatzoudis | 18.09.2018 | 37360 Aufrufe | 15 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 13:43 Uhr
@Kommentar von Wiebke Starke | 20.11.2018 | 13:03 Uhr
Ich kann leider nicht erkennen, was Sie mit Ihrem Beitrag da wollen:
> "Mit solchen Leuten diskutiert man nicht" - Trump ist US-Präsident, Gauland führt die größte Oppositionspartei an, Weidel ist aus meiner Sicht eher gemäßigt...

Nein, dieses Interview ist gar nicht gelungen. Leider lese ich das jetzt immer wieder - man darf mit denen nicht reden. Was denn sonst? In den Zeiten des Internets ist eine linksliberale "Gatekeeper"-Funktion längst Geschichte. Man mag das bedauern, aber wenn Linke so weitermachen, werden sie wie dereinst die Dinausaurier da landen, wo sie dann leider dann auch hingehören. Ich bedaure das, aber momentan sehe ich wenig Bereitschaft, dass eigene Verhalten zu reflektieren.<

Aber falls Sie mal jemanden suchen, der Demokratie weder verstanden hat noch real durchsetzen möchte, der seine eigene tellerrandige Perspektive bereits als "Demokratie" versteht und daher diese verallgemeinern möchte, vorbei an allen Funktionen, zu denen Demokratie entwickelt wurde (AUSGLEICH gesamtgesellschaftlicher Spannungen durch geregelten friedlichen AUSTAUSCH von Material, Energie und Information), falls Sie mal solch ein gesellschaftsschädigendes Beispiel suchen, empfehle ich diesen Link
> https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/maennergewalt_theweleit#save_comment < und dort bei @Kommentar vom | 20.11.2018 | 13:03 Uhr
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Georgios Chatzoudis | 18.09.2018 | 37360 Aufrufe | 15 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 13:22 Uhr
Professor Theweleit beschäftigt sich eindeutig verliebt mit männlichen RANDerscheinungen der Gesellschaft.
Auch das muss, sollte sein, allerdings daraus Schlussfolgerungen für die "normale" männliche Welt, die zigtausendmal grösser ist und anders tickt (weil sie eben für alle erkennbar nicht gewaltsüchtig agiert) zu ziehen und als gegeben für alle manifestieren zu wollen, zeigt sein wahres Anliegen:
Die Abstrusitäten weniger zu verallgemeinern - was für eine grobe Portion Unfug, bei allen richtigen und verwendbaren Erkenntnissen, die er zu den Wenigen beschreibt.
Das, und nur solche verquasten Sichtweisen sind es, die dazu neigen, fix mal "Hetzjagden" zu "erkennen" - weil sie doch nun eigentlich, nach sog. "Lage der Dinge", sein müssten ....

So auch Chemnitz:
> L.I.S.A.: Die Bilder von Männern, die Menschen durch eine Stadt jagen, die sie zuvor als Flüchtlinge ausmachten, haben die Republik in den vergangenen Wochen regelrecht verstört <
oder:
> L.I.S.A.: Wenn man sich die aktuellsten Bilder von gewalttätigen Ereignissen anschaut - so insbesondere die Hetzjagd auf Menschen in Chemnitz <
Welche "Hetzjagd"?
Sie tun so, als ob es sich dabei statt um die Artikulation zweier merkelvernarrter (und entsprechend "nützlich" agierender) Medien und der Frau Merkel selber um als allgemeinzuständlich bewiesene Fakten "MÄNNER" handele, ohne auch nur eine einzige derart befugte Quelle nennen zu können, warum lassen Sie sich derart leichtfertig (in der Wirkung verheerender als wirkliche Hetzjagden) ein?
Haben auch Sie, als offensichtlich anspruchsvolles blog darüber nicht reflektiert? Oder gehören Sie zu denen, denen das so politisch wilkommener als die wahren Fakten sind?
Noch ist es ein Unterschied, ob in offiziellen Verlautbarungen von "Männern, die ..." oder von "zwei Männern, die ..." die REDE ist: Bei Ersterem will man etwas hineinreden, was die Faktenlage nicht repräsentiert, bei Letzterem wird nur der erkennbare Sachverhalt benannt.

Da ist es schon wieder, das Theweleit Syndronikum:
Die Darstellung zweier offensichtlich junger Männer, die etwas rufen und hinter anderen zwei hinterherrennen - wie oft am Tage erleben wir solche "Männlichkeitsphantasien" (Theweleit?), vom Kindergarten bis zum Schulhof, vom Biergarten bis zu den Sportplätzen, ohne darauf zu folgern, dass hier "Hetzjagden" erfolgen??

Wenn es jedoch um eine Chance geht, politische Gegner anscheinend leicht und fix damit zu bashen, dann mal los - DAS sind wahre Männlichkeitsphantasieen, wenn auch von anderer Seite, die dazu noch der eigenen Absicht und Intension völlig entgegen wirken, weil sie durchschaut werden als solche.
Bis heute ist das nicht "im Sinne der Rechtfertigung der diskriminierenden weil unbewiesenen Worte der Frau Merkel: HetzjagdEN" annähernd ausreichend belegbar. Auch wenn nun in der Tat herausgekommen sein soll, dass seinerzeit darüber junge Leute "sich verabredend" gechattet hätten - auch diese sind KEIN Beweis für ALLGEMEINE Männlichkeitsphantasien oder rechtsradikale Versiffung der Chemnitzer Männlichkeit, weder der linken noch der rechten, noch der dazwischen.
Selbst wenn dieser eine Videoclip, angefertigt von bekanntermassen "interessierten Kreisen", EIN Beispiel für eine hetzjagdverdächtige (!!) Handlung faktisch sein sollte, ist das längst keine Befugnis für eine Kanzlerin, die alle Menschen in D zu vertreten hat, einen Teil davon quasi per order de mufti zur allgemein rechtsradikalen Sphäre zu stempeln, ein Stigma zu erzeugen - aber genau dafür machte sich ja unsere Kanzlerin neben tatsächlich nützlichen Handlungen inzwischen selbst bekannt: leichtfertig Stigmen zu verbreiten statt zusammen zu führen (u.a. "geht nicht mit diesen Menschen, sie haben böse Herzen").

Theweleit:
> Wie dieser Typus funktioniert, habe ich in Männerphantasien und anderen Büchern beschrieben. Es gibt lokale Abweichungen darin; bei den Chemnitzern sicher besondere Spezifika; zum Beispiel den Umstand, dass in Chemnitz ein Nazi-Netzwerk den Mördern des NSU jahrelang Deckung gab. <
Mit Verlaub, Herr Theweleit, ich darf Sie höflichst daran erinnern wo Sie herkommen: Aus einer Region, in der wie nirgendwo anders "heim ins Reich" geschrieen wurde - Männerphantasieen? Und soetwas soll "abfärben"?
Oder Ihre APO - Männerphantasieen?

In der Folge dann etwa so (Wikip. über Theweleit)
> Gemeinsam sei sowohl den genannten Kindern als auch den von Theweleit angeführten Autoren u. a. eine Unfähigkeit zu menschlichen Beziehungen, ein Entgleisen der libidinösen menschlichen Objektwelt und ein aggressionsgesättigtes, chaotisiertes „Inneres“ <
Ja was denn nun, Ente oder Trente, o.g. menschliche Entwurzelung ist keine "menschliche" sondern nur eine "faschistische"?

Das, werter Herr Teweleit, werte L.I.S.A. (warum auch nicht werte Frau Merkel?), wird gezielt signalisiert, wenn in unserer Zeit da quasi von oben herab verordnet wird: Da haben Hetzjagden in Chemnitz stattgefunden, und das von Leuten, die eine Unfähigkeit zu menschlichen Beziehungen, ein Entgleisen der libidinösen menschlichen Objektwelt und ein aggressionsgesättigtes, chaotisiertes „Inneres“ die Chemnitzer Männerwelt charakterisieren, die schon einmal "dem NSU Unterschlupf" boten und nun hier "selbstverständlich" in "Jagden" fremdenfeindlich tätig gewesen zu sein hatten.

Was für eine krude interessengeleitete und fern jeder gesamtgesellschaftlichen Ganzheit konstruierte Denkweise mit den bekannten Spaltungen gerade in Chemnitz in der Folge, die sich nach solchen massiven Eingriffen von aussen eigentlich nicht mehr reparieren lassen.

Es ist zu fragen WOZU das? Als Antifaschismus und Antifremdendfeindlichkeit geht das weder politisch, noch soziologisch noch pädagogisch noch psychologisch oder kultürlich durch - es war nur politischer Murks, selber unqualifizierte Hetze in der Gesellschaft ohne Chance auf Erfolg - was vorauszusehen war, besser: Ein typisches Beispiel von "Männerphantasieen" einfach mal ausprobiert, weil nix besseres einfiel ...

Wikip. über Theweleit:
> Im Gegensatz zu den beschriebenen Kindern seien Erwachsene vom „faschistischen Typ“ jedoch hoch funktional und in keiner Weise autistisch, was Theweleit dadurch erklärt, dass diese Personen durch erlittene Prügel und militärischen Drill ein sekundäres Ich in Form eines „Körperpanzers“ erworben haben, dessen äußere Kennzeichen u. a. militärische Strammheit, Steifheit und Unterkühltheit seien. "
Ach herje, in welcher entleerten Welt ist denn der Herr Theweleit zu Hause, selbst verelitet und weit ab vom Leben? Das kann doch jede Kadettenanstalt über all in der Welt, besonders in Nordamerika, mit links erzeugen und genau so wieder "abtrainieren" - es bleibt die Frage, ob sich Herr Theweleit in seiner Verliebt- und Verlobtheit in seine warme Windel "Männerphantasieen", besonders "faschistischer Männer", nicht zu sehr darin vergraben hat, nicht mehr fähig und vor allem nicht mehr willens, die gewaltverherrlichende Rolle (Funktion) von Comics, Videos, Events und Actionfilme samt Tatort-Krimis etc. bei der heutigen (!!!) Entstehung von "Männerphantasieen" zu sehen geschweige, mal WIRKLICH (nicht nur am Rande erwähnend) "zu Rate" zu ziehen: Die Welt des zweiten Weltkrieges (samt des angeschlossenen kalten Krieges) dürfte inzwischen in ihren Einflüssen denen der zuvor genannten Mediengegenwart weitest unterlegen sein, lieber Herr Theweleit, liebe L.I.S.A.

> "Unabdingbar zur 'Erklärung' von Gewaltausbrüchen ist die Psychoanalyse" <
Psychoanalyse?? Ein Derivat aller Systemtheorien, vor allem ein unvollkommenes der ALLGEMEINEN Systemtheorie des L.V.Bertalanffy?
Samt späterer Versuche, diese zu "kybernetisieren" ohne das Prinzip der "Ganzheit" (eines Systems), wie im vorigen Jahrhundert, auch ZUGLEICH auf die körperliche (und soziale) Verfasstheit zu beziehen??
Solche Sichtweisen gehören unbedingt entstaubt und aktualisiert, Menschheit weiss heute dazu (systemisch) mehr, als hier im Hintergrund verschimmert:
Das ist weder ein kleines noch ein grosses "Einmaleins", also nichts mit Mathe, erst recht nicht in politischen Wunschkonzerte zu den Ereignissen in Chemnitz anzuwenden, dort wurdenicht "psychoanalysiert" sondern Holz gehackt und nicht Baumseele gepflegt:
Hass ist noch längst allein dadurch keine Mordlust, Herr Theweleit, wo holen Sie nur solchen Quark her?
Dann würden alle "Linken", die den Kapitalismus "hassen" allein dadurch furchtbar "mordlustig" sein - ??
ich darf mal unterbrechen und verweisen auf:

> Kommentar von JWBraun | 23.09.2018 | 16:16 Uhr:
Ich bin Historiker und habe auch einiges von Herrn Theweleit gelesen (Pocahontas, Essays, Reden, natürlich die Männerphantasien). An Phantasie mangelt es auch Herrn Theweleit wahrlich nicht.
In diesem wohlgemerkt schriftlichen Interview (ist also nicht bloß so daher gesagt) .....

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Georgios Chatzoudis | 16.10.2018 | 2202 Aufrufe | 17 | Interviews

"Ideologische Querverbindungen zwischen Neoliberalismus und Rechtspopulismus"

Interview mit Christoph Butterwegge über die Partei AfD in den Parlamenten

Michaela Lusru | 26.08.2019 | 23:36 Uhr
@Marie Winters | 08.11.2018 | 13:48 Uhr
> ... sind ein Indiz mehr dafür, wie weit sich der gesellschaftliche Diskurs nach rechts verschoben hat. <
Ja, und? Was soll das sein "rechts", wenn es um das "Verschieben" geht, kenne ich Nord, Süd, Ost, West - aber "rechts"?
Oder meinten Sie etwas maulfaul "rechtsradikal" oder "rechtsextremistisch"?
Solche unqualifizierten Äusserungen, die nur nachweisen, dass Sie damit kein Demokratieverständnis (Wissen) und noch weniger ein Demokratiebewusstsein vorweisen, in dem es seit Bestehen der Demokratie nur um den friedlichen (!) Ausgleich durch AUSTAUSCH von Argumenten und Fakten zwischen unterschiedlichen, auch gegensätzlichen oder verfeindeten Interessengruppen geht.
Das dazu zu betrachtende Aktionsspektrum geht nun mal einmal im Kreis herum: von rechts bis links und umgekehrt, und das wollen Sie nach eigener Gruppeninteresse antidemokratisch verschieben, weil es sich von Ihnen fort geschoben hat?

Mit Verlaub, so geht sicherlich Gruppeninteresse, aber Demokratie eben nicht,
Wenn Sie diese achten, verschieben Sie demokratisch und nicht per Aklamation oder Wunschkonzert sondern im "Konzert" mit (!) denen, die Ihnen zu heftig scheinen und doch von vornherein zum demokratischen Spektrum gehören, solange niemand extremistisch entartet und zu ächten ist.
Das gilt so auch für "radikale" Neoliberale, Linke, EU-Einheits-Populisten fern der eigenen Einheit, religiöse Radikale und v.a.m. - erst die deutlichen Bekenntnisse zu extremistischen Vorstellungen und Handlungsansätze dazu berechtigen die "demokratische Versammlung", sich der Extremisten zu entledigen.

Eventuell gehen Sie mit dem Gut Demokratie künftig etwas sorgfältiger und kenntnisreicher um, um ihr nicht neuen Schaden zu zu fügen.

Das gilt auch für dieses Ihr etwas märchenhaftes Narrativ:
> Hier zeigt sich, dass der ursprüngliche europäische Gedanke einer ganzen Generation inzwischen tot ist. < - Wieso?? Weil Sie leichtfüssig meinen? Womöglich, weil einige Medienvertreter damit versuchen, einen mainstream zu kreiren?
und
> War Europa einst als Gemeinschaft gedacht, die um des Friedens Willens näher zusammenrücken sollte und in der Werte wie Solidarität untereinander ein gemeinsames Prinzip sein sollte - man denke nur an die gewaltigen Kohäsionfonds der Vergangenheit - so ist davon heute nichts mehr geblieben.<
Das könnte (!) sein, die Frage ist nur warum, oder WER war das?
Was da "gedacht" war, wird so immer noch gedacht, nur nicht mehr von denen realisiert, die inzwischen als "EU-Aktivisten" ganz andere Rosinen im Kopf haben, z.B. "Vereinigte Staaten von Europa", um die nationalen Parlamente als hohe demokratische Instrumente einer bevölkerungsnahen Mitbestimmung durch ein bedeutungs- und rechtloses EU-Parlament zu ersetzen, weil so elitär im Kreise weniger einer sich selbst dazu ernennenden Politikerkaste demokratiebefreit über die Völker eines grossen Teils Europas hinweg "regiert" werden kann, Kriege ohne Meinung der Bürger veranlasst, Soziale Bedürfnisse den angleichenden Massnahmen entzogen in der Versenkung verschwinden können usw. usw.:
Abschaffung rsp. zur Bedeutungslosigkeit zu degradierende nationale Parlamente - und REGELUNGEN ! Auf fragwürdiger nicht nachvollziehbarer undemokratischer Legitimation.

Diese nationalen Parlamente sind die einzigen (und demokratisch tatsächlich legitimierten und legitimierbaren) Apparate, die nur in ihrer Gemeinsamkeit den europäischen Gemeinschaftsgedanken überhaupt dauerhaft herstellen, realisieren und schützen und "ernähren" können, die einzigen, die dem Bürger tatsächliche Rechtsstaatlichkeit samt gleichberechtigter Chancen auf Dauer gewähren und sichern können. Kein EU-Parlament ist dazu in der Lage, es fehlt jegliche Legitimation, Vollmacht, Fähigkeit und Funktionstüchtigkeit für die Menschen aus 28 extrem unterschiedlichen Staaten, deren Unterschiedlichkeit wie überall das Salz in der Suppe der Gesellschaft sind.
Und diese "Aktivisten" des EU-Einheitsstaates, die sind es, die inzwischen dabei sind, derart leichtfertig, wie z.B. ein M. Schulz u.a., genau den Geist, den Sie, Marie Winters, so beschwören und vermissen, zu zerstören, auch wenn sie das Gegenteil predigen.

Nur seien Sie gewiss:
Dieser seit nun fast 80 Jahren währende "europäische Gedanke" wird sich fern aller Einheits-Grossstaaterei und Grossmachtsambitionen mit eigener Kriegs-Streitmacht ohne Bevölkerungslegitimation, letztlich doch durchsetzen, dann auf der demokratischen Wiese, auf der solch eine gute Sache NACH entsprechender weitgehender Angleichung der Lebens- und Gesetzeslage in allen EU-Ländern (und nicht davor).

Alles andere sind Versuche, die in allen EU-Ländern zu erzielende demokratische Legitimation von nur so befugbaren EU-Vertretern und die Teilhabe der Bürger in den Hintergrund zu schieben, um dem Ganzen die begrenzte Denk-Richtung einiger elitär handelnder ("Vordenker"-)Funktionäre aufzuprägen (s.o.)
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Georgios Chatzoudis | 24.06.2014 | 20581 Aufrufe | 8 | Interviews

Ustaša - "Faschismus und Nationalsozialismus als ideologische Leitsterne"

Interview mit Alexander Korb über Kroatien im Zweiten Weltkrieg

sl | 25.08.2019 | 22:44 Uhr
Ich möchte mich vielmals für dieses Buch bedanken und es steht auf meiner Leseliste ganz weit oben :) Danke auch für das Interesse für den EX-JU-Raum, da das nicht selbstverständlich ist.

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Georgios Chatzoudis | 27.11.2018 | 1274 Aufrufe | 1 | Interviews

"Das ist demokratiegefährdend"

Interview mit Michael Hartmann über Denken und Handeln der Eliten

Michaela Lusru | 25.08.2019 | 16:41 Uhr
Nun, ich teile viele Positionen von Michael Hartmann, z.B. diese hier:
> Die Demokratie ist in Gefahr wie noch nie seit 1945. Darauf können sich derzeit viele politische Beobachter einigen. <
Auch hier sehe ich das so:
> Einig ist man sich auch darin, wer gegenwärtig die Demokratie gefährdet: Populisten und Extremisten aus dem rechten sowie aus dem linken politischen Spektrum, <
Ja, schon, allerdings fehlen da noch jede Menge weiterer Populisten, wie die EU-Einheitsstaats-Populisten, die EU-Millitarisierungs-Populisten, die Gesamtheit der russophoben Populisten, der Freunde der ukrainischen Neofaschisten, der populistischen Verklärer der eklatanten Stadt-Land-Unterschiede, der "wir schaffen das"-Populisten, die nicht nur vergassen, dann auch entsprechend Richtung der Kommunen zu "schaffen" oder sogar vergassen, WAS da zu schaffen war - z.B. die Gleichbehandlung der neu Angekommenen mit evtl. schon Dagewesenen Bedürftigen mit Wohnung, Kitas, Schulklassenstärken usw. usw.
So einfach, Herr Hartmann, ist das mit der Gefährdung der Demokratie durch deren "Schmuddelkinder, die Sie da aufzählen, wohl nicht, war es wohl bereits 2018 (als Sie hier publiziert wurden, nicht):
Es sind vor allem die sich gern diesbezüglich verleugnenden Partei-Populisten, die Sie etwas verschämt (noch?) nicht als Populisten hier mitzählen wollen, obwohl das voll zutrifft:
> die Eliten. Diese bezeichnet er in seinem neuen Buch als die Abgehobenen, deren Denken und Handeln die Demokratie nicht weniger gefährdeten, als es Populisten und Extremisten von Links und Rechts tun.<
Na bitte, da kommt es wenigstens so, was auch der Grund meiner besonderen Aufmerksamkeit zu Ihren Aussagen schon länger ist:
> Wer dem Rechtspopulismus erfolgreich entgegen treten will, muss mit der neoliberalen Politik der letzten Jahrzehnte Schluss machen. < ja, die auch nur eine masslose Populistik war, was noch immer nicht in vielen Köpfen rein will.
Sie führen viel zu den Eliten und der Macht / den Mächtigen aus, dass wir uns korrekt verstehen:
Es wird immer Eliten und Macht bedürfen, um ein Ganzes wie das Leben einer ganzen Gesellschaft und vor allem deren Austauschprozesse gesund am Laufen zu halten und zu entwickeln. Nur wenn diese für Gesellschaft so wichtigen Gruppen sich abheben vom Leben der anderen, verselbständigen und bereits unter sich nicht willens sind, Teilhabe-Demokratie zu praktizieren und sich selbst nur als beschränkte Lobbyisten verstehen, werden diese eben nicht gebraucht, das sollten sie wissen, sollte man ihnen sehr deutlich sagen oder anderweitig zu verstehen geben ...
Und ja, jeder Cum-Ex-Geschäftler oder Hyper-Bonusempfänger (auch noch nach abfallendem Ertrag) ist letztlich nur oder nicht mal ein Populist mit hohem Demokratiegefährdungspotential, weil (oft) > kein Bewusstsein für Fehlverhalten < es gibt eben nicht nur bei "Rechten" ein deutlich geschlossenes Weltbild, das normalen Ereignissen und Sachlagen nicht mehr zugänglich ist - nur die Medien berichten DARÜBER nur ungern, müssten sich selbst erwähnen, ziehen es oft vor, im Klein-Klein sich zu verzetteln, statt Visionen und Andersdenkende zu bemerken und verstehen überhaupt nicht, dass z.B. der ARD(MDR)-Versuch, sich vor "dem Volk" (ihren Zahlmeistern) einen "wissenschaftlich erstellten" Gut-Wetter- schönfärbenden Alibi-Wortschatz zur "liebevollen" Bezeichnung ihrer Medienteile zur "empfohlenen Verwendung" an ihre Mitarbeiter gegenüber der Öffentlichkeit, nichts anderes ist, als ein solches Cum-Ex Geschäft im politisch-verbalen Feld, dass genau das die Beweise sind für die von Herrn Hartmann zurückhaltend erwähnten Versagen der meisten politischen Medien, wenn es um das grosse GANZE geht.
Kunststück auch, wenn alle von 2 zentralen Agenturen (wie seinerzeit bei ADN in der DDR) wörtlich übernehmen, weil eigenes Personal dafür drastisch "eingespart" wurde und diese Leute nun sich als Blogger betätigen ..., und:
> Prof. Hartmann: Ich spreche von den Spitzenvertretern der Medien. Sie sind tatsächlich Teil der Eliten, was ihren Einfluss, aber auch ihre Herkunft und ihre Einkommen angeht, und sie handeln in der Regel dementsprechend....
Der entscheidende Wandel muss in der Politik stattfinden, weil dort der Einfluss der Bevölkerung am größten ist.<

Dann kommt es zur entscheidenden Frage des Interwievers über dieses Thema:
> Ist ein fundamentaler Politikwechsel auch ohne oder nur mit Beteiligung der Eliten möglich?
Prof. Hartmann: Er wird nur gegen die große Mehrheit der jetzigen Eliten möglich sein. Es wird zwar auch nach einem solchen Wechsel Eliten geben. Sie werden aber bis auf die Wirtschaft nicht mehr dieselben sein.<
Das, verehrter Herr Hartmann, erlaube ich mir, völlig anders zu sehen, weil ich gegen jede Ausschliesseritis bin, weil diese mit der Demokratie nun am anderen Ende der Fahnenstange zündelt: Entweder Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung (damit gleichartige Verantwortung elitär wie nonelitär oder nix!
Zum Donnerwetter, die Gutgestellten haben es doch weitaus leichtwer, ihre Macht im Geiste dieser Feststellungen hier zielführend einzusetzen, denn: Ohne Sie könnte auch eine Gesellschaft entstehen, in der diese nun einen verdeckten Klassenkampf als sozialen Rassenkampf (gruppenbezogene Diskriminierung ....) zu ihrer Selbstbehauptung praktizieren - sie haben teizuhaben an den Gesellschaftsveränderungen, sich einzubringen, das sollten notfalls neu zu erschaffende Populisten ihnen womöglich auch schmerzhaft erklären.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1427 Aufrufe | 19 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Michaela Lusru | 25.08.2019 | 15:13 Uhr
@ O. Ingmar | 24.03.2019 | 10:39 Uhr
> Ich wage mal eine Prognose.... <
Mitnichten "wird alles gut", und erst recht nicht, wie von Ihnen versucht wurde, etwas forsch, zu prognostizieren.
Und wenn "alles gut" wird, keinesfalls so, wie Sie das zerbröseln wollen mit dem versteckten Verweis auf ausreichendes Nichtstun.

Den Anteil der AfD-Wähler gab es seit Menschengedenken schon immer in jeder Gesellschaft, die Frage war nur, ob er sich präsentiert oder verdrückt wird von Gesellschaft, was i.d.R. zur Nazifizierung einer groben Unzufriedenheit führt, nicht nur in "Weimar" sondern auch in allen danach folgenden Zeiten in Ost und West.

Die (nur) zum Ausgleich DIESER dabei entstehenden Spannungen und Spaltungen in der Gesellschaft "erfundene" (konstruierte) Demokratie hat(te) die Aufgabe, wieder einen geregelten rsp. regelbaren AUSTAUSCH zwischen den filterblasenähnlichen Interessen-Gruppierungen herzustellen und zu sichern - was seit mindestens 70 Jahren in D nicht so betrieben wird, nicht als so benötigt anerkannt ist, besonders in den letzten 20/25 Jahren wurde das politisch gezielt verstärkt.
Ein Produkt allein dieser politischen Irrungen ist z.B. die AfD, deren Entstehen und Erstarken nicht dem "Neugeborenen" sondern seinen "Eltern", der politisch vor allem systemisch betrachtet zuvor vorhandenen fehlgeleiteten Gesellschaft zu zuschreiben ist.
Noch nie wurde ein "neu geborenesKind" für das Versagen der Eltern haftbar gemacht - heute ist das oft das einzig essentielle Parteiprogrammteil.

Womit auch der Weg "zurück" recht gut verständlich sich zeigen würde, wenn das nicht verbummelt worden wäre von wenigen etablierten Politeuren, die ihre Ideologie durchsetzen wollten / wollen, statt pragmatisch systemisch zweckmässig (auf das GANZE gerichtet) zu analysieren und dabei sich nicht von den alten Pappen und Methoden des Kalten Krieges zu umhüllen.

Wenn etwas "gut", besser "besser" werden soll, ist Demokratie offen auf allen Ebenen und mit allen potentiellen Teilhabeberechtigten ein- und zu führen (weil nur so systemisch zweckmässig verlustarm steuerbar) und nicht etwa neue Ausschliesseritis im Körper der Gesellschaft zu schüren.

Nicht das exceptionelle Bedürfnis Recht zu haben muss die Politik bestimmen, sondern die breite allgemeine Einsicht, dass nur Gesellschaft als GANZHEIT stabil ist und ausreichend RECHT GEBEN kann.
Ihre "Prognose" mit diesem backround neu betrachtet, verehrte(r) O. Ingmar, dürfte deutlich werden lassen:
Nicht eine Verkonservatvierung durch AKK, eine Farbauffrischung blasser linker Führungsalibiten, massenhaft zusammengestopfter ge(ver)siebter SPD-Chefbewerber oder vom Neo befreiter Liberalen und Grünen (als deren Mühlstein um den Hals) oder nun Schülerdemos auch noch am Donnerstag zur Rettung des Klimas können dafür sorgen, dass "alles gut wird", sondern bei allen muss ein völlig anderes Verständnis zu den Prioritäten von Demokratie und politischen Handelns (und damit überhaupt erst möglich: auch für Klimarettungen) möglichst gemeinsamen Minimal-Typus, erzeugt werden.

Nicht "VOLKS"-Partei(en) wird benötigt, sondern ParteiEN fürs Volk, und zwar alle für das ganze statt Klientelschuchtelei.
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Georgios Chatzoudis | 16.10.2018 | 2202 Aufrufe | 17 | Interviews

"Ideologische Querverbindungen zwischen Neoliberalismus und Rechtspopulismus"

Interview mit Christoph Butterwegge über die Partei AfD in den Parlamenten

Michaela Lusru | 25.08.2019 | 00:14 Uhr
Ja, unerwartet darf "Arroganz" auch Herrn Prof. Butterwegge zugerufen werden, selbst und gerade von den Menschen, die eigentlich seine Badewanne sind ...
Ohne auf Einzelheiten einzugehen, ist festzustellen - und nicht nur in diesen - auch noch schriftlich, also vorbereiteten Antworten, dass Herr Butterwegge unentwegt (noch immer) in dem sprachlichen Marmeladentopf herumrürt, der zum Überleben des kalten Krieges meist recht speziell zusammengekocht wurde.
Es gibt nun mal und gab noch nie) eine linke Demokratie, oder eine kapitalistische, oder eine "gelenkte" Demokratie (wie viele Politiker, besonders der Grünen offen oder unbewusst anstreben oder sogar als gegeben erachten und bei anderen verurteilen), sondern nur eine Demokratie (in welcher konstruierten Spielart auch immer), und wo sie das nicht ist, gibt es auch keine repräsentative, auch wenn man sich gern so verhält.
Die Menschen merken das, einschliesslich der umfangreichen uralt-Parolitis, die besonders im Osten Deutschland sofort auf sehr helle Ohren stösst, weil man nicht erneut volkspädagogisch demokratisch gelenkt werden will, weder repräsentativ noch zum Schein.

Herr Butterwegge täte sich, seiner Überzeugung und seinen Anhängern und damit nicht zuletzt seinem Einsatz gegen Radikalismus aller (!) Art einen grossen Dienst, wenn er seine Argumentationsbausteine und Schlagwörter gründlich entstauben und durch einfach verständliche Begriffe und Zusammenhänge ersetzen würde.
Wenn ich erst ein mehrjähriges Studium absolvieren muss, um ihn (richtig) zu verstehen, ist das alles nichts wert und schädigt nur. So sehr ich seine Positionen achte, so sehr sträubt sich mir das Fell, ihm zuhören zu müssen.

Wir leben in 2019, da sind die Argumentationsversatzelemente aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts nichts mehr wert, zumal deutlich vom Wahlbürger Demokratie für Alle gefordert wird, und nicht nur für sich exceptionalistisch nur selbst für "gut" haltende Aktivisten.
Das ist der höchste Demokratieverlust, aus den letzten 25 Jahren (nicht) verordnet, wofür es besonders dort ein sehr feines Gespür gibt, wo dem "WIR SIND das VOLK" diese Parole samt zugehöriger Demokratie schon einmal gestohlen wurde durch übereilten Austausch mit der Parole "Wir sind EIN Volk", die u.a. die (nicht nur) niedersächsische CDU mit tausenden Aufklebern, Handzetteln und Plakaten Ende 1989 nach Leipzig zu den grossen Demos karrten (ich sollte sie dort mit verteilen, evtl. weiss auch ein Herr E. Brok mehr ...), weil sie da offenbar von grosser Sorge getrieben wurde, es könnte nun auch in Bonn jemand auftauchen mit der anderen, der ersten Losung "WIR sind DAS VOLK", also "wehret den Anfängen" (statt "Einheit"?) ...
Wenn man hinzufügt, dass von den fast durchweg im Osten neu hergerichteten Häusern inzwischen ca. 94% nicht zur Erbmasse der Ostdeutschen gehören (samt Konsequenzen), werden bestimmte Empfindsamkeiten verständlicher, auch wenn man dazu nichts von Herrn Butterwegge vernimmt, es passt evtl. nicht in seinen Sprachkatalog.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1427 Aufrufe | 19 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Michaela Lusru | 24.08.2019 | 22:44 Uhr
Es ist eigenartig: Da forscht lange Zeit ein Soziologe zur Gewalt etc. und dann lese ich als Titel zur Ankündigung seiner Erkenntnisse dazu diese Äusserung von ihm als einst lehrender Professor in "Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen":
"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Nun, es gibt die sachliche Tautologie "liberale Demokratie" nicht, also kann sie "sich auch nicht zerstören".
Demokratie im Sinne des Begriffes ist freiheitlich - oder keine solche, eine liberale Demokratie kann so nur als Kurzfassung für eine "neoliberale Demokratie" begriffen werden, und die, Herr Prof. Heitmeyer, wenn ich ihrer Gesamtposition (Der Kapitalismus ist schuld, die Globalisierung...) folge, dürfte, ja sollte sogar sich eine solche neoliberale Demokratie doch durchaus selber zerstören und den Platz freimachen für Demokratie.

Dessen ungeachtet verstehe ich nicht, wieso "der Kapitalismus" oder "die Globalisierung" an Zerwürfnissen in der Gesellschaft schuldig sein sollen, als Soziologe und wissenschaftlioch arbeitender Fachmann sollten doch gerade Sie wissen, dass weder "das Wetter", noch "die Fremdenfeindlichkeit" noch ähnliche Alibi-Schlagwörter aus dem Politikschmeissrum-Brei auch nur die gerringste "Schuld" haben, da diese Begriffe keine handelnden Subjektive sind, ja sein können, sonder selber nur von MENSCHEN gemachte bzw. gestaltete und durchgesetzte Prozesse sind, die uns anscheinend eben wie "das Wetter" überfallen und alles zerstören.
Nein, Herr Heitmeyer, es sind ausschliesslich (!) Menschen, die da etwas zerstören, und als Soziologe hätten Sie sich wohl mehr mit diesem Sachverhalt und deren Beweggründe beschäftigen sollen, das wäre wohl einträglicher gewesen, als Tendenzen und Mechanismen für schuldig zu befinden.
Kapitalismus samt seiner scheinbaren Gegenidee, dem menschenverachtenden gruppenbezogenen "Klassenkampf", geführt (führbar nur ) als sozialer Rassenkampf (was er nicht zuletzt auch nur ist, wie die letzten 100 Jahre uns beweisen) und die (auch von Ansichten wie den Ihren) aus den Widerstreiten an falscher Stelle ständig neu produzierte Spaltung der Gesellschaft - das ist nicht erst derzeit die grosse Ausschliesseritis, die Sie ja selber als "gruppenbezogene menschenfeindliche Diskriminierung" sprich "Rassismus heute" so befunden haben.
Das enttäuscht mich, dass Sie von einer "Liberalen Demokratie" säuseln, wohlweislich wissend, dass wir genau eine solche Tautologie nicht haben, und wenn - dann nur als politische "Hausnummer" ...
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Georgios Chatzoudis | 14.05.2019 | 756 Aufrufe | 2 | Interviews

"Alte Stereotype wirkten bis ins 20. Jahrhundert nach"

Interview mit Klaus Bergdolt über das Italienbild der Deutschen

Sylke | 15.08.2019 | 07:52 Uhr
Also ich bin oft beruflich in Italien und kann nicht bestätigen, dass die normalen Leute so denken. Ganz im Gegenteil. Auch ist das Thema 2. Weltkrieg kaum präsent, das Wissen um die Geschehnisse kaum vorhanden.

Für mich scheint das mal wieder solch eine wissenschaftliche Projektion zu sein, die nichts mit der Realität zu tun hat. 99% der Italiener denken anders, als Herr Bergolt suggeriert.

Außerdem gibt es weder "die Deutschen" noch "die Italiener". Ich weiß ja nicht wieviele korrupte deutsche Marilynne kennt, aber ihre pauschalen Urteile sind einfach purer Rassismus.
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Georgios Chatzoudis | 14.05.2019 | 756 Aufrufe | 2 | Interviews

"Alte Stereotype wirkten bis ins 20. Jahrhundert nach"

Interview mit Klaus Bergdolt über das Italienbild der Deutschen

Marilynne | 14.08.2019 | 00:19 Uhr
So korrupt wie die Deutschen sind dürfen natürlich die Besserwisser spielen, denn korrupter als die Deutschen zu sein schafft niemand in der EU.
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Georgios Chatzoudis | 04.02.2016 | 4179 Aufrufe | 4 | Interviews

"Die Württembergerin wurde verehrt, die Preußin geliebt, die Hessin geachtet"

Interview mit Marianna Butenschön über russische Kaiserinnen deutscher Herkunft

Maria T.G. | 06.08.2019 | 18:47 Uhr
Ich lebe in Berlin und würde mich im Gegensatz zu Frau Dr. Butenschön liebend gerne mit Herrn Putin unterhalten - ein Staatsmann im wahrsten Sinne des Wortes, ein kluger Patriot, wohl seit Peter dem Großen der bedeutendste Herrscher Rußlands, dem das Land unendlich viel verdankt. Mit einem Wort: der totale Gegensatz zu all den Flachzangen unserer eigenen Regierung. Schade, die Bemerkungen zur aktuellen Politik entwerten die sonstigen interessanten Ausführungen der Autorin etwas. Aber sie ist eben ein Kind unserer Zeit und ihr Denken eine Frucht der medialen Propaganda und Hetze, der wir alle von morgens bis abends ausgesetzt sind.
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Georgios Chatzoudis | 04.02.2016 | 4179 Aufrufe | 4 | Interviews

"Die Württembergerin wurde verehrt, die Preußin geliebt, die Hessin geachtet"

Interview mit Marianna Butenschön über russische Kaiserinnen deutscher Herkunft

C. Stadermann | 19.07.2019 | 09:26 Uhr
Offenbar muss ich meinen Kommentar präzisieren: Bekanntermaßen wurde die Krim in den 50er Jahren der Sowjetrepublik Ukraine geschenkt - ohne dass es dafür etwa ethnische Gründe oder auch historische gegeben hätte. Auch heute stellen Ukrainer bestenfalls ein Viertel der Bevölkerung, Russen hingegen weit mehr als die Hälfte. Ein Vergleich mit Schlesien schließt sich nicht zuletzt deshalb aus.
Ich suchte Informationen zu Zarinnen, ein Seitenhieb auf Putins Politik, der auch ich kritisch gegenüber stehe, ist hier unpassend, völlig überflüssig.
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Judith Wonke | 02.07.2019 | 690 Aufrufe | 1 | Interviews

"Ein intensives Gefühl von unheimlicher Geschichte"

Interview mit Susanne C. Knittel zur deutschen und italienischen Erinnerungskultur

Dr. Klaus Radke | 17.07.2019 | 09:47 Uhr
Ein interessantes Interview, das Aufmerksamkeit für ein offenkundig sehr wertvolles wissenschaftliches Projekt schafft.