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Georgios Chatzoudis | 17.11.2010 | 4295 Aufrufe | 2 2 Kommentare | Interviews

"Der Islam und die Moderne(n)"

Mitschnitt des Live-Videogesprächs mit Prof. Dr. Gudrun Krämer

Rund 40 Fragen stellten Nutzer des Wissenschaftsportals L.I.S.A. der Islamwissenschaftlerin und Trägerin des Gerda Henkel Preises 2010 Prof. Dr. Gudrun Krämer. "Ich bin sehr angetan vom Niveau der Fragen", sagte sie nach dem einstündigen Live-Videogespräch.

Videoreihe "L.I.S.A.live"
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"Es gibt nicht 'den' Islam!"

Die Fragen bezogen sich insgesamt auf drei Themenbereiche: 1. Islam in Deutschland, 2. Islam in den Herkunftsländern und 3. Islam in Forschung und Lehre. "Es ist wichtig, den Islam nicht als eine Einheit sondern vielmehr als ein mehrdeutiges und komplexes Phänmonen zu begreifen", antwortete Prof. Gudrun Krämer auf viele Fragen nach "dem" Islam.

Was sie auf die vielen anderen Fragen antwortete, können Sie ab sofort in unserer Aufzeichnung sehen.

Zoom

Prof. Dr. Dr. h.c. Gudrun Krämer im Live-Videogespräch

Voting-Frage: Sind Islam und Moderne vereinbar?

Wir haben am Anfang der Sendung die Zuschauer aufgerufen, die Frage mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten.

Auf die Frage, wie die Abstimmung ausgegangen sein könnte, gab Prof. Gudrun Krämer folgende Prognose ab: "In der breiten Bevölkerung wäre ich skeptisch - die Mehrheit würde wohl mit 'Nein' stimmen. Unter denen, die sich an der Diskussion beteiligt haben, könnte es aber ein anderes Votum geben."

Und so sah das Ergebnis am Ende aus:

81 Prozent stimmten mit JA.
19 Prozent stimmten mit NEIN.

"Damit kann man gut leben", sagte Prof. Gudrun Krämer.

Zoom
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Kommentar

von M.A. Klaus Neumann | 15.02.2011 | 13:20 Uhr
Ich finde das war ein guter Einstieg mit einem breiten Fragenspektrum und einer sehr kompetenten Expertin. Allerdings wurden auch die Beschränkungen des Ansatzes "Frage - Antwort" / "nächste Frage - nächste Antwort" deutlich. Schwerpunktsetzung und Vertiefung einzelner Thematiken ist so nicht möglich. Vielleicht das nächste mal doch 2 Experten einladen, die dann vielleicht auch unterschiedliche Sichtweisen repräsentieren? Oder aber die Expertin gleich zu Beginn mit unterschiedlichen Sichtweisen konfrontieren und um eine Abwägung bitten.

Kommentar

von Georgios Chatzoudis | 16.02.2011 | 16:35 Uhr
Sehr geehrter Herr Neumann,

vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre weiterführenden Anregungen. Im Zuge der Nachbesprechung sind wir in der Redaktion zu ganz ähnlichen Schlüssen gekommen. In Zukunft wollen wir intensiver am Live-Gespräch teilnehmen, d.h. nachhaken, vertiefende bzw. einordnende Fragen stellen. Eine nächste Gelegenheit dazu sollte sich im kommenden Frühjahr ergeben - nähere Informationen zu einer zweiten Runde von L.I.S.A.live folgen in Kürze.

Viele Grüße
Ihre L.I.S.A.Redaktion

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