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Kolonialgeschichte Kreativ

EPISODE 2 | Gemeinsam im Dialog

Die Aufarbeitung einer schmerzlichen Geschichte. Dieses Ziel steht im Mittelpunkt des Forschungsprojektes von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer. Um dies zu erreichen sollen unter anderem koloniale Fotografien dekonstruiert und neu gedeutet werden, um den ungefragt abgebildeten Herero und Nama eine Stimme zu geben. Auf einem offiziellen Senatsempfang, an dem auch eine Delegation der Nama und Herero geladen ist, stellt Zimmerer sein neuestes Projekt vor, in dem junge KünstlerInnen aus Namibia und deutsche HistorikerInnen zusammenarbeiten. Außerdem kommt ein wichtiger Punkt zur Sprache: Denn es geht nicht allein um die Aufarbeitung, sondern ebenso um die offizielle Anerkennung der Ereignisse als Völkermord.

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Das Projekt
Im Museum für Völkerkunde in Hamburg werden in etwa 70.000 Fotografien mit kolonialem Bezug aufbewahrt – rund die Hälfte dieser Bilder widmen sich dem afrikanischen Kontinent. Im Rahmen des Forschungsprojekts, das von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer geleitet wird, sollen diese Fotografien nun einer breiteren Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Das Augenmerk liegt dabei auf den Fotografien aus dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia, denn Teil des Projektes sind nicht ausschließlich deutsche WissenschaftlerInnen, sondern ebenso namibische KünstlerInnen, die sich den Fotografien aus einer neuen Perspektive nähern. Die Bilder sollen in enger Kooperation zwischen dem Museum und der Forschungsstelle „Hamburgs (post)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“ an der Universität Hamburg, aufbereitet, veröffentlicht und analysiert werden, um so die visuelle Geschichte des Kolonialismus und den neuen "Blick" auf die deutsche Kolonialherrschaft im Südlichen Afrika möglich zu machen. Das Projekt wird von der Gerda Henkel Stiftung und der ZEIT-Stiftung gefördert. 

Projektleitung:

Prof. Dr. Jürgen Zimmerer

Ort:

Hamburg

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