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Kolonialgeschichte Kreativ

EPISODE 3 | Das Generalinterview mit Prof. Dr. Jürgen Zimmerer

Bei der Beschäftigung mit kolonialen Fotografien wird vor allem ein Problem deutlich: Sie leiden unter einem Machtungleichgewicht. Denn im Kolonialismus wurden die afrikanischen Menschen oft ohne Einverständnis und fast ausschließlich von den kolonisierenden Deutschen fotografiert. Im Forschungsprojekt, das Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Generalinterview erläutert, arbeitet der Hamburger Wissenschaftler und Leiter der Forschungsstelle Hamburgs (post-)koloniales Erbe daher mit jungen KünstlerInnen aus Namibia zusammen. Im Interview spricht Zimmerer außerdem über seine persönliche Faszination, die Herausforderungen sowie die Motive der Fotografien. 

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Das Projekt
Im Museum für Völkerkunde in Hamburg werden in etwa 70.000 Fotografien mit kolonialem Bezug aufbewahrt – rund die Hälfte dieser Bilder widmen sich dem afrikanischen Kontinent. Im Rahmen des Forschungsprojekts, das von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer geleitet wird, sollen diese Fotografien nun einer breiteren Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Das Augenmerk liegt dabei auf den Fotografien aus dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia, denn Teil des Projektes sind nicht ausschließlich deutsche WissenschaftlerInnen, sondern ebenso namibische KünstlerInnen, die sich den Fotografien aus einer neuen Perspektive nähern. Die Bilder sollen in enger Kooperation zwischen dem Museum und der Forschungsstelle „Hamburgs (post)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“ an der Universität Hamburg, aufbereitet, veröffentlicht und analysiert werden, um so die visuelle Geschichte des Kolonialismus und den neuen "Blick" auf die deutsche Kolonialherrschaft im Südlichen Afrika möglich zu machen. Das Projekt wird von der Gerda Henkel Stiftung und der ZEIT-Stiftung gefördert. 

Projektleitung:

Prof. Dr. Jürgen Zimmerer

Ort:

Hamburg

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