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Björn Schmidt | 11.03.2016 | 715 Aufrufe | Vorträge

Einübung in Bildbewegungen und Bewegtbilder im 19. Jahrhundert oder: warum das Medium Film immer schon eine historische Quelle ist

Vortrag von Dr. Christiane König | Konferenz "Film & Visual History"

In welchem Verhältnis stand der Film bei seiner Entstehung Ende des 19. Jahrhunderts zu anderen Bildmedien? Lassen sich Filme als Abbild historischer Realität verstehen? Die Medienkulturwissenschaftlerin Dr. Christiane König geht in ihrem Text auf zwei grundlegende Erkenntnisse ihrer Forschung ein: eine epistemologische und eine ontologische. Die Gesellschaft, so König, war bei der Institutionalisierung des Films bereits längst eingeübt in der Wahrnehmung von Bewegtbildern. Gleichzeitig lassen sich ihr zufolge Filme nicht als abgeschlossene Entitäten verstehen, die auf einem Abbildungsverhältnis der Realität beruhen, sondern sie modifizieren diese historische Realität immer auch. Der Beitrag liefert daher medienkulturwissenschaftliche Perspektiven auf das Feld der Visual History. Da Dr. Christiane König nicht an der Konferenz teilnehmen konnte, wird ihr Beitrag stellvertretend von Prof. Dr. Maren Möhring gehalten.

00:12 Vorstellung durch PD Dr. Olaf Stieglitz
01:33 Vortrag von Dr. Christiane König, gehalten von Prof. Dr. Maren Möhring

Videoreihe "Konferenz Film & Visual History"
Google Maps

Abschließende Panel-Diskussion

In der abschließenden Diskussion zu Panel 1 "Filmtheorie und Geschichtswissenschaft" diskutieren Prof. Dr. Gertrud Koch, Hendrik Pletz und Prof. Dr. Maren Möhring mit dem Publikum über die Beiträge.

Über die Konferenz

Ausgehend von der Frage, welchen Stellenwert und welche Rolle Filme in der gegenwärtig immer wichtiger werdenden Auseinandersetzung mit visuellen Quellen in der Geschichtswissenschaft einnehmen, widmet sich die Konferenz in mehreren Sektionen dem historiografischen Umgang mit Filmen in Forschung und Lehre. Behandelt werden u.a. das Verhältnis von Filmtheorie und Geschichte, Spielfilme als Quellen für Geschichtsschreibung, Lehr- und andere nicht-fiktionale Filme, sowie das Verhältnis von Filmen zu anderen visuellen Quellen. Ziel der Tagung ist es, Aspekte der historiografischen Arbeit mit filmischem Material umfassend zur Diskussion zu stellen, und in das weite Feld der Visual History einzuordnen.

Die Konferenz Film & Visual History: Fragen – Konzepte – Perspektiven (15.-17. Januar 2016 in Köln) wird veranstaltet von Massimo Perinelli, Olaf Stieglitz, sowie von der Arbeitsstelle Geschichte & Film (AGuF) am Historischen Institut der Universität zu Köln; Kooperationspartner sind Prof. Margit Szöllösi-Janze (LMU München) sowie Prof. Maren Möhring (Uni Leipzig).

Mehr Informationen gibt es hier.

Plakat zur Konferenz (252.48 KB)

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