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Can Tunc | 03.02.2014 | 3477 Aufrufe | Diskussionen |
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"Deutschlands neue Rolle in der EU: Zwischen Hegemonie und Verantwortung"

Ein Streitgespräch zwischen Angelo Bolaffi und Claus Offe

Die europäische Banken-, Wirtschafts- und Institutionenkrise wirft  - neben dem Hinterfragen wirtschaftlicher wie institutioneller Strukturen der Europäischen Union  - auch die Frage nach den zukünftigen Kräfteverhältnissen zwischen den einzelnen Mitgliedsländern auf. Mit zunehmender Dringlichkeit wird in Deutschland und in der gesamten EU auch die Frage nach der deutschen Rolle bei der weiteren Krisenbewältigung gestellt.

Trägt Deutschland aufgrund seiner aktuellen Wirtschaftskraft die Verantwortung, die Führungsrolle im krisengeschüttelten Europa zu übernehmen? Oder sollte es vielmehr für eine Stärkung der politischen Union und damit für eine Balance der Kräfteverhältnisse ohne nationale Vormachtstellung eintreten?

In der vierten Veranstaltung der Reihe „Europa in der Krise. Problemdiagnose und Zukunftsperspektiven“ diskutieren Angelo Bolaffi, Professor für politische Philosophie, und der Politologe und Soziologe Claus Offe ihre Vorstellungen der neuen Rolle Deutschlands in der EU.

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Standpunkt von Prof. Dr. Angelo Bolaffi

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Standpunkt von Prof. Dr. Claus Offe

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Die Begrüßung von Prof. Dr. Michael Zürn

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Europa in der Krise

Die Europäische Union erlebt mit der Euro-, Staatsschulden- und Wirtschaftskrise in einigen Mitgliedsländern die größte Herausforderung seit ihrer Gründung. Dabei beziehen sich die Krisensymptome nicht allein auf den Bereich des Wirtschaftlichen. Die Unterstützung der Bürger für das europäische Projekt ist rückläufig, nationale Stereotype feiern eine nicht geahnte Renaissance, die kulturellen Gemeinsamkeiten, die die Grundlage für Vertrauen und Solidarität zwischen den Ländern der EU bilden könnten, scheinen schwächer zu sein als vermutet. Während manche Beobachter das Projekt Europa schon als gescheitert betrachten und eine Stärkung der Nationalstaaten fordern, sehen andere die Zukunft und die Lösung der Krise nicht in einem Weniger, sondern gerade in einem Mehr an Europa. Sie fordern eine weitere Vertiefung der Europäischen Union, eine einheitliche Wirtschafts- und Sozialpolitik und endlich auch eine Demokratisierung Europas.

Welches sind die Ursachen der anhaltenden Krise und welche wirtschaftlichen und politischen Lösungen sind aus wissenschaftlicher Perspektive notwendig? Welche davon sind wahrscheinlich? Und wie ist es um die historischen und kulturellen Voraussetzungen eines gemeinsamen Europas bestellt? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt der Vortragsreihe, die sowohl von Mitgliedern der Akademie als auch von Gästen bestritten wird. Mit den Vorträgen leistet die Akademie einen Beitrag zu den aktuellen Debatten über die Zukunft der Europäischen Union und versucht zugleich, diese durch das Einspielen wissenschaftlicher Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen zu versachlichen.

Der Vortrag von Prof. Dr. Angelo Bolaffi als Audiopodcast

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