Login

Registrieren
merken
Georgios Chatzoudis | 01.09.2014 | 1618 Aufrufe | Diskussionen

„Hereingeschlittert?“ – zum Kriegsausbruch 1914 und seinen Folgen 2014

Diskussion mit Herfried Münkler, Etienne François und Manfred Hildermeier

Vor fast 100 Jahren hat Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg das sogenannte Septemberprogramm, das die Kriegsziele der Reichsleitung vorgab, endgültig festgelegt. Dem voraus ging schon bald nach Kriegsbeginn eine Flut von Schriften, in denen von verschiedenen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft Kriegziele eingefordert  wurden. Es gab aber auch eine Welle von Publikationen, in denen nach Sinn und Zweck des Krieges gefragt wurden, hatten doch viele Deutschen noch keine klare politische Ziele vor Augen, als sie in den Krieg eingetreten waren. Auch deswegen konnten bzw. mussten die Angehörigen der Philosophischen und der Theologischen Fakultäten nun „Sinnstiftung“ betreiben. Daneben wurde nach historischen Parallelen gesucht, die Siegeszuversicht stiften sollten. Während sich einige Naturwissenschaftler zur Verfügung stellten, um die „Physik des Tötens“ zu verbessern, bemühten sich viele Geisteswissenschaftler um die „Metaphysik des Sterbens“, indem sie den Gedanken des heiligen Opfers mit dem im Krieg ausgefochtenen Kampf um Macht und Einfluss verbanden.

Prof. Dr. Manfred Hildermeier, Prof. Dr. Herfried Münkler, Dr. Hermann Rudolph, Prof. Dr. Etienne François (v.l.n.r.)

Videoreihe "Europa in der Krise - Jahresthema BBAW"
Google Maps

Kommentar erstellen

3YEYS