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M.A. Jens Christian Thomas | 04/07/2012 | 2415 Views | 2 | Articles

Zur Abschaffung der Mongolistik in Bonn

Prof. Dr. Lydia Haustein | 11.04.2012 | 10:10
Die Abschaffung der Mongolistik empfinde ich als Katastrophe. Wir alle reden von Transdisziplinarität und verteidigen diese, wenn es darauf ankommt, doch so zögerlich! Es ist auch erschreckend zu lesen, wie hilflos ökonomische Argumente ins Feld geführt werden. Die Mongolistik ist auch jenseits ihrer merkantilen Verwertbarkeit eine unschätzbare Quelle des Wissens und des kulturellen Reichtums für uns Laien. Wir sollten für diese Kostbarkeit kämpfen.
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Georgios Chatzoudis | 03/26/2012 | 4830 Views | 5 | Presentations

Maren Lorenz | Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Videodokumentation der Tagung ".hist2011 - Geschichte im digitalen Wandel"

Marcus Cyron | 05.04.2012 | 04:58
Das Sokrates-Zitat stand nur als ein Beispiel dafür, daß schon immer in der Geschichte der Menschheit über Dasselbe geklagt wird. Schon immer haben bestimmte Gruppen angst vor einem Kontrollverlust. Aber das werden sie verschmerzen müssen.

Und um Wikipedia oder andere Projekte habe ich keine angst. Weiß ich doch selbst um die Dichte der Fachleute dort. Die sich leider nicht immer trauen sich zu melden - da die Unterschwellige angst besteht, dann nicht mehr ernst genommen zu werden. Wer Karriere in der Geschichtswissenschaft machen möchte, darf lieber nicht sagen, daß er/sie dort aktiv ist. Bei Philologen oder Archäologen ist dieser "Standesdünkel" weitaus geringer ausgeprägt. Die Frage ist also gar nicht Wikipedia oder ein anderes Projekt. Sondern ob die Abwehrhaltung einiger Personen so sinnhaft ist - statt der Mitgestaltung. Am Ende ist Wikipedia eh ein schlechtes Beispiel, da es ein reiner Rezeptionsort ist und keiner der Forschung. Das ist aber auch ein Problem, daß viele Akademiker nicht verstehen wollen oder können (obwohl das doch auch immer ein Argument den Studenten gegenüber ist, Wikipedia nicht zu nutzen ;)).

Ihr letztes Statement sehe ich im übrigen wie sie das Meine eher gegen ihre Argumentation gerichtet. Denn ihr wenn auch etwas anderes aussagen wollendes Fazit ist womöglich korrekt.

Wie auch immer. Wikipedia hat letztes Jahr das Angebot an die Altertumswissenschaftler gemacht, dieses Jahr kommt es an die Bibliotheken, Anfang nächstes Jahr an die Archäologen. Wir versuchen weiter mit der "akademischen Welt" in Kontakt zu treten. An uns soll das ja alles nicht liegen. Aber mehr als die Angebote machen können wir schlicht nicht. Wenn dann weiter die Schlechtigkeit der Welt beklagt wird, statt versucht wird sie mit zu ändern und zu prägen, muß man an manchen Aussagen auch zweifeln. Dann wären wir wieder beim Elfenbeintum und dem beschworenen Kontrollverlust über etwas, das man noch nie kontrollierte.
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Georgios Chatzoudis | 03/09/2012 | 3768 Views | 3 | Reports

Tagung "Weblogs in den Geisteswissenschaften"

Bildgalerie, Interview und drei Kurzvideos

keimelion | 03.04.2012 | 06:25
Die Bildgalerie funktioniert hier leider nicht. Alles andere ist ok! :)
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Georgios Chatzoudis | 03/26/2012 | 4830 Views | 5 | Presentations

Maren Lorenz | Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Videodokumentation der Tagung ".hist2011 - Geschichte im digitalen Wandel"

PD Dr. Oliver Hülden | 01.04.2012 | 12:02
Lieber Herr Cyron,

hier mit Sokrates zu kontern, geht leider völlig an der Sache vorbei, denn weder ich noch Frau Lorenz haben eine grundsätzliche Verdorbenheit der jüngeren Generation beklagt, und ich habe auch nicht den Untergang des Abendlandes ausgerufen. Für meine Begriffe kokettiert Frau Lorenz im übrigen auch eher mit dem Begriff Kulturpessimismus, denn tatsächlich geht es um den pragmatischen Umgang der Wissenschaft (wobei man natürlich immer nur für sich selbst sprechen kann) mit Phänomenen, die aufgrund jüngerer technischer Möglichkeiten zu beobachten sind und mit denen man sich irgendwie auseinandersetzen muss, zumal wenn man einen Lehrauftrag hat.

Es geht also nicht darum, etwa Wikipedia zu bekämpfen oder zu ignorieren, aber angesichts dessen was Wikipedia qualitativ bietet und welche Erfahrungen im Umgang mit Wikipedia beispielsweise bei Studenten zu beobachten sind, ist es schlichtweg unsere Aufgabe, dazu Stellung zu beziehen und sich zu überlegen, in welcher Weise man dieses Medium selbst nutzt oder eben auch nicht nutzt bzw. zu welchem Umgang mit diesem Medium man rät.

Mit Totschlagargumenten kommt man hier jedenfalls nicht weiter. Denn Ihrer Frage, warum die Menschheit solcher Unkenrufe zum Trotz bis heute existiert, könnte man, wenn man bösartig sein wollte, entgegenhalten, dass es sich dann auch nicht lohnt gegen den Klimawandel anzukämpfen, denn immerhin hat die Menschheit ja auch das Waldsterben der 1980er Jahre überlebt ....
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Georgios Chatzoudis | 03/26/2012 | 4830 Views | 5 | Presentations

Maren Lorenz | Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Videodokumentation der Tagung ".hist2011 - Geschichte im digitalen Wandel"

Marcus Cyron | 31.03.2012 | 04:31
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Kulturpessimismus ist ja nichts Neues. Und dennoch existiert die Menschheit allen Unkenrufen zum Trotz immernoch. Manchmal frage ich mich - wie konnte das nur passieren?
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Georgios Chatzoudis | 03/26/2012 | 4830 Views | 5 | Presentations

Maren Lorenz | Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Videodokumentation der Tagung ".hist2011 - Geschichte im digitalen Wandel"

PD Dr. Oliver Hülden | 29.03.2012 | 18:33
Frau Lorenz, als Vertreter eines Wissenschaftszweigs, der sich mit älteren historischen Epochen, das heißt konkret als Klassischer Archäologe mit der griechischen und römischen Antike, beschäftigt, kann ich Ihren Ausführungen nur in allen Punkten zustimmen. Ich teile sowohl Ihren Kulturpessimismus als auch Ihre pragmatische Herangehensweise an die Thematik (Stichwort "Schadensbegrenzung").
Viele Aspekte, die Sie im Hinblick auf den Verlust der Deutungshoheit der Wissenschaft ansprechen, sind indes nicht neu. Erinnert sei etwa im Zusammenhang mit dem von Ihnen angesprochenen zweifelhaften Erfolg des "Freizeitlehrers" Salman Khan an Erasmus von Rotterdam, der ja schon im frühen 16. Jahrhundert darauf hinwies, daß die "Weisen" für das Lob "ein paar Halbblinder" ihre Gesundheit und ein beschauliches Leben opfern, während solche, die noch so kindische Kindereien verzapfen, von allen "Toren und Banausen" in den Himmel gehoben werden. Denn "was bedeuten die Stimmen der Handvoll Weisen, wo eine so riesige Übermacht sie niederschreit". Ich möchte die Vertreter der Wissenschaft jetzt nicht per se als "Weise" bezeichnen und alle anderen als "Toren und Banausen" abqualifizieren, aber wenn man sich manche Entwicklung heutzutage so anschaut, dann kann einem in der Tat angst und bange werden (auch um die Demokratie, wie Sie das in Ihrem Schlußwort ja andeuten). Da fühlen sich etwa Laien dazu berufen, geologische Gutachten wie im Falle Stuttgart 21 ohne Fachkompetenz beurteilen zu wollen (was nicht bedeutet, daß man Ingenieuren blind vertrauen muß), und einer Partei, bei der kein Mensch bisher weiß, wofür sie eigentlich steht, fliegen die Herzen der Menschen und Medien zu, nur weil ihre Vertreter als erfrischend sympathisch empfunden werden und man offenbar den Sinn und die Vorteile einer repräsentativen Demokratie nicht (mehr) versteht.
All das hat es irgendwie schon immer gegeben, aber die neuen Möglichkeiten der Vernetzung und das Hinterherhinken der Ausbildung der erforderlichen Kompetenzen hinter der technischen Entwicklung stellen eine kaum einschätzbare Herausforderung dar. Durch Ihren Beitrag haben Sie hier klar von seiten der Wissenschaft Stellung bezogen. Wir brauchen in der Tat nicht mehr Wissenschaftler, die auf allen Kanälen bloggen und twittern und für eine permanente Netzpräsenz Ihre Forschung vernachlässigen. Aber wir brauchen Wissenschaftler, die sich im Netz auskennen, seine Vorteile selbst nutzen und diese Vorteile im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeiten in Forschung und Lehre weitervermitteln, um dann auch auf breiter Front Fehlentwicklungen gewissermaßen auf denselben Kanälen entgegenwirken zu können. Da liegt eine gewaltige Herausforderung noch vor uns, und wenn ich die Arbeitsweise und Verhaltensweise mancher meiner Studenten mit und im Netz so anschaue, dann haben wir den Teil einer Generation in puncto Medienkompetenz schon verloren.
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Prof. Dr. Michail A. Bojcov | 02/14/2012 | 21093 Views | 1 | Announcements

The Dynamic Middle Ages

PhD and post-doctoral training school
Russia, Moscow, 1st - 6th October 2012

kursabaev muhamedrahim | 28.03.2012 | 05:16
You have a good prospect. Very much it was pleasant to us your project. In Kazakhstan we watch events in the world. In Academy Kokshe (Kokshetau) there are many scientific projects and матерериалы dissertational research. We wanted that you estimated us
Prof.Kursabaev Muhamedrahim +7-701-655-72-61
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Georgios Chatzoudis | 03/26/2012 | 4830 Views | 5 | Presentations

Maren Lorenz | Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Videodokumentation der Tagung ".hist2011 - Geschichte im digitalen Wandel"

Cyron, Marcus | 27.03.2012 | 00:33
Der Hinweis auf meinen Kommentar zum Vortrag aus dem November:

http://blog.wikimedia.de/2011/09/16/die-sache-mit-der-deutungshoheit/
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L.I.S.A. Redaktion | 02/23/2010 | 58860 Views | 6 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

Medieval Breisgau - the world of lost castles (Germany)

Marius Wehner | 18.03.2012 | 18:51
Die Sache wird ja im Internet konträr gesehen, wie man hier http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Denzlingen und hier http://www.badische-seiten.de/denzlingen/burg-denzlingen.php sehen kann
07/27/2014 | 10:20 | 7409 Views | 29 Articles

Archäologie und Geschichte in Zentralasien

Seidenstraße, Steppenlandschaft, Samarkand

Dominique Oppler | 16.03.2012 | 15:25
Hoch interessante Beiträge - und wir sind gespannt auf die Resultate. LIBRUM Publishers & Editors, der Verlag für Archäologie, erwartet gerne die Manuskripte und setzt sich für professionelle Publikation der Forschung ein.
Mit besten Grüssen
LIBRUM Publishers & Editors Ltd.
Dominique Oppler
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Georgios Chatzoudis | 03/09/2012 | 3768 Views | 3 | Reports

Tagung "Weblogs in den Geisteswissenschaften"

Bildgalerie, Interview und drei Kurzvideos

Virtuelle Hochschule LMU | 15.03.2012 | 01:14
Die Vortragsvideos sind jetzt auch auf iTunes U zu finden - http://itunes.apple.com/itunes-u/weblogs-in-den-geisteswissenschaften/id509604244

Proudly present by LMUcast - https://cast.itunes.uni-muenchen.de/

Freundliche Grüße, Virtuelle Hochschule LMU
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PD Dr. Oliver Hülden | 03/07/2012 | 3142 Views | 8 | Articles

Kann man auf Facebook ein archäologisches Forschungsprojekt begleiten?

Ein Experiment von Oliver Hülden

PD Dr. Oliver Hülden | 12.03.2012 | 14:51
Lieber Herr Nockermann, auch Ihnen besten Dank für Ihren Kommentar und den damit verbundenen Hinweis auf Ihre eigene Facebook-Seite, die ich mir bei Gelegenheit genauer ansehen werde. Den Nutzen von Wissenschaft sehe ich allerdings auch, wenn sie nur im "Verborgenen" wirkt, d.h. in den Fachzirkeln, wo die Forschung betrieben wird. Aber darin sind wir uns wahrscheinlich auch einig.
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PD Dr. Oliver Hülden | 03/07/2012 | 3142 Views | 8 | Articles

Kann man auf Facebook ein archäologisches Forschungsprojekt begleiten?

Ein Experiment von Oliver Hülden

PD Dr. Oliver Hülden | 12.03.2012 | 14:43
Lieber Herr Müller, vielen Dank für Ihr ermunterndes Feedback! Über Kommentare, Anregungen, aber auch konstruktive Kritik freue ich mich, da all das wichtig ist, um die Seite weiterzuentwickeln und auf lange Sicht interessant zu halten.
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PD Dr. Oliver Hülden | 03/07/2012 | 3142 Views | 8 | Articles

Kann man auf Facebook ein archäologisches Forschungsprojekt begleiten?

Ein Experiment von Oliver Hülden

Guido Nockemann M.A. | 12.03.2012 | 11:20
Ein tolle Experiment und ich kann nur aus eigener Erfahrung, dem virtuellen Archäologen 2.0 bei Facebook

(https://www.facebook.com/askanarchaeologist

sagen, dass es durchaus funktioniert und auch viel Spaß macht. Was nützt schon die schönste Wissenschaft wenn es keiner mitbekommt :-)
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Georgios Chatzoudis | 03/09/2012 | 3768 Views | 3 | Reports

Tagung "Weblogs in den Geisteswissenschaften"

Bildgalerie, Interview und drei Kurzvideos

Fabian | 10.03.2012 | 17:52
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Georgios Chatzoudis | 03/02/2012 | 4087 Views | 2 | Interviews

arcfilm2011 - "Wie mache ich Archäologie cool?"

Zu Gast bei L.I.S.A. spezial mit Ralph Stroehle

Ralph Stroehle | 09.03.2012 | 13:07
Kommentar zum Kommentar von Herrn Dr. Denzer über meinen Beitrag zum Archäologie-Film-Fest am Bodensee.

Vielen Dank für die Kritik und zuerst sollte ich feststellen, dass dieses Festival vor allem dem grossen 'Elan' von Studenten und jungen Kommunikationsdesignern -sowie dem Archäologischen Landesmuseum und Wissenschaftlern vom Landesamt für Denkmalschutz zu verdanken war. Ich bin nur einer unter vielen und besuche -(sowie berichte) über solche Festivals auch erst seit zehn Jahren. Dadurch sind mir die Verdienste von Herrn Dr. Denzer um dieses Genre gut bekannt und wir haben 'selbige' deshalb in Pressemiteilungen und Katalog entsprechend gewürdigt.

Um uns ausserdem noch genauer über 'den Gegenstand und dessen Problematik' zu informieren wurden vor dem Festival zahlreiche Interviews mit Archäologen, Archäologiestudenten sowie einigen der bedeutendsten Film- und
Austellungs macher auf diesem Gebiet geführt. Wie schon im Interview angedeutet gab es dabei vor allem von jüngeren Interviewpartnern einige Kritik an Inhalt und Form solcher Festivals.

Wir haben uns bemüht diese Kritik in unser 'Organisationsprinzipien' einzuarbeiten und das Beste zu zeigen was in diesem Genre 2011 zu finden war - von innovativen Kurzfilmen junger deutscher Archäologen bis zu den Produktionen internationaler bekannter Regisseure und Autoren - wie dem Venedig-Preistrager Rolf de Heer oder Werner Herzog.

Allen Beteiligten war dabei bewusst, dass 'die Klage über das Erscheinungsbild und die Akzeptanz von Filmen zur Archäologie uns in Deutschland seit Anbeginn begleitet und dass die Gerda Henkel Stiftung zu diesem Thema 2011 in Zusammenarbeit mit CINARCHEA ein Symposium „Archäologie im Film“ veranstaltet hatte'.

Es war einer der Gründe weshalb wir es auch mit einem weniger 'strukturierten' und fast 'spielerischen' Ansatz versucht haben, um vielleicht wie in Amiens, Rovereto oder Toulon ein jüngeres Publikum für dieses Thema zu gewinnen.

Eigenschaften wie „cool“ oder sogar „sexy“ schwebten mir persöhnlich dabei nicht unbedingt vor - sondern ich musste sie (zugegebenermassen - interessiert)- zur Kenntnis nehmen.

Im Gegensatz zu Herrn Dr. Denzer glaube ich nicht, dass 'dadurch die Archäologie als seriöse Wissenschaft preisgegeben wird und sich noch die letzten Archäologen vom Film abwenden'.

Der Titel unseres - zum Festival gehörenden - Symposiums trug
den Titel 'the BIG Picture' und wir haben versucht, die gesamte Bandbreite sogenannter Archäologischer Filmproduktionen abzudecken, um dadurch innovative Lösungen für dieses Genre zu finden - im Sinne einer - von uns allen angestrebten, 'konstruktiven' Zusammenarbeit zwischen Archäologen und Filmemachern.

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PD Dr. Oliver Hülden | 03/07/2012 | 3142 Views | 8 | Articles

Kann man auf Facebook ein archäologisches Forschungsprojekt begleiten?

Ein Experiment von Oliver Hülden

Marcus Cyron | 08.03.2012 | 16:50
Sollten sie dann Unterstützung benötigen, stehe ich gerne zur Verfügung, über die Gerda-Henkel-Stiftung bin ich leicht zu erreichen.
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Georgios Chatzoudis | 03/02/2012 | 4087 Views | 2 | Interviews

arcfilm2011 - "Wie mache ich Archäologie cool?"

Zu Gast bei L.I.S.A. spezial mit Ralph Stroehle

Dr. Kurt Denzer | 07.03.2012 | 16:24
Kommentar zum Beitrag von Ralph Stroehle über sein Archäologie-Film-Fest am Bodensee
Herr Stroehle hat mit viel Elan in kürzester Zeit ein Fest für den archäologischen Film am Bodensee veranstaltet und Aussagen zur Situation dieses Film-Genres gemacht, die ich im Interesse der Sache ergänzen möchte. Ich selbst besuche seit 1986 diese Festivals, habe erste Preise in Verona, Paris, Brüssel und Bordeaux gewonnen und 1994 das erste archäologische Filmfestival in Deutschland, CINARCHEA (www.cinarchea.com), in Kiel gegründet und seitdem in Zusammenarbeit mit der Kieler Universität veranstaltet.
So verdienstvoll es ist, einer Region einen Wissenschaftszweig im Film zu präsentieren und populär zu machen, so wäre es doch wünschenswert, dass sich der Veranstalter vorher genauer über den Gegenstand und dessen Problematik informiert. Die archäologischen Fach-Festivals haben eine jahrzehntelange Geschichte und selbst auferlegte Kriterien, die alle Facetten des Fachs und des Mediums berücksichtigt und mit einem obligatorischen Publikumspreis auch die Zuschauer und ihre Vorlieben mit einbezieht. Bei www.fedarcine.com (und weiter unter „Geschichte“) ist die Entwicklung dieser Gattung beschrieben, die 1980 in Brüssel ihren Anfang nahm und 1985 mit den Partnern in Paris und Verona das Comité Européen du Film Archéologique gründete, das sich zum Ziel setzte, „under obligation to the Cultural Commission of the European Council“ die Produktion und den Vertrieb des archäologischen Films zu befördern. Ziele und Organisationsprinzipien wurden damals festgelegt und gelten noch heute – das Filmfest am Bodensee erfüllte sie nicht.
Das griechische AGON, das Herr Stroehle 2010 besuchte und das er als Ausgangspunkt nannte, wurde 1996 ins Leben gerufen, konnte also geschichtlich kein Vorbild sein, war allenfalls Anlass, am Bodensee etwas ähnliches zu organisieren. Seine Klage über das Erscheinungsbild und die Akzeptanz von Filmen zur Archäologie begleitet uns in Deutschland seit Anbeginn. Die Gerda Henkel Stiftung hat zu diesem Thema 2011 in Zusammenarbeit mit CINARCHEA das Kieler Symposium „Archäologie im Film“ wesentlich gefördert, dessen Echo in unserer web-site nachzulesen ist.
Die recht unstrukturiert von Herrn Stroehle geäußerten Beobachtungen betreffen Erscheinungen, die in dieser Form in den anderen Ländern – vor allem den romanischen – nicht auftreten. Zum Beispiel habe ich in Amiens, Rovereto und Toulon Vorstellungen mit bis zu 600 Schulkindern erlebt. Diese Länder haben ein anderes, nämlich generell positives Verhältnis zum Film und auch zur Archäologie. Den Archäologen hierzulande eignet fast ausnahmslos keine gute Beziehung zum Film und gerade die publikumsträchtigen Filme im ZDF werden in der Regel von Archäologen abgelehnt – sie seien nicht wissenschaftlich genug. Dieses Bild jetzt mit Eigenschaften wie „cool“ oder sogar „sexy“ aufzuladen, wie es Herrn Stroehle offenbar vorschwebt, würde das Gegenteil bewirken: die Preisgabe der Archäologie als seriöser Wissenschaft und die Abkehr der letzten Archäologen vom Film.
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PD Dr. Oliver Hülden | 03/07/2012 | 3142 Views | 8 | Articles

Kann man auf Facebook ein archäologisches Forschungsprojekt begleiten?

Ein Experiment von Oliver Hülden

PD Dr. Oliver Hülden | 07.03.2012 | 14:35
Lieber Herr Cyron, sich der Wikipedia-Artikel zu Kibyra und den anderen Städten der Tetrapolis anzunehmen bzw. einen neuen Eintrag zur Kibyratis zu erstellen, ist sicherlich folgerichtig. Vielen Dank daher für Ihre Anregung! Allerdings ist anzumerken, dass solche Artikel, selbst wenn man mit der Materie gut vertraut ist, auch so ihre Zeit in Anspruch nehmen, die man an anderer Stelle abzweigen muss und die man im Grunde als Wissenschaftler kaum hat. Insofern wird es wohl noch ein wenig dauern, bis ich dazu komme ...
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PD Dr. Oliver Hülden | 03/07/2012 | 3142 Views | 8 | Articles

Kann man auf Facebook ein archäologisches Forschungsprojekt begleiten?

Ein Experiment von Oliver Hülden

Michael Müller | 07.03.2012 | 11:01
Ich wünsche dieser wegweisenden Initiative viel Erfolg! Auf der Facebook-Seite des Projekts gibt es schon die ersten wissenschaftlichen Diskussionen mit KollegInnen über die Kommentare. Für mich als Halblaie (NF Klassische Archäologie) macht es Spaß, Ihnen auf diese Weise über die Schulter zu schauen. Gut gefallen hat mir auch, dass sie allgemeine Nachrichten aus Ihrem Fach kommunizieren und sich nicht auf projektinterne Mitteilungen beschränken. Bin schon sehr gespannt, wie sich die Seite weiter entwickelt.