Login

Registrieren
merken

Orient trifft Okzident in der Plakatkunst des 20. Jahrhunderts

EPISODE 5 | Das Generalinterview mit Dr. Rima Chahine

Welche Herausforderungen stellen sich in einem Projekt, das die Begegnung von Orient und Okzident in der Plakatkunst untersucht? Welchen Einfluss hat dabei die Biografie der Wissenschaftlerin? Und was fasziniert an dem Projekt besonders? Im Generalinterview gibt Dr. Rima Chahine zum Abschluss dieser L.I.S.A.video-Reihe außerdem Auskunft über mögliche Stereotypen in den Plakaten, welche Interessengruppen hinter der Verbreitung der Plakate stehen und welche Bedeutung den Plakaten im interkulturellen Dialog zukommt. 

Das Projekt
Das Forschungsprojekt "Orientalismus und Okzidentalismus in den Plakaten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts" widmet sich der Frage nach visuellen Stereotypen sowie der Migration dieser Stereotypen von Ost nach West und von West nach Ost. Dabei wird der Zeitraum von 1945 bis zum September 2001 in den Blick genommen. Fragestellungen des Projektes untersuchen dabei die künstlerischen Verbindungen und Wege von Motiven, Beziehungen der Plakatproduktion und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der Plakate. 

Während die europäischen Werbeplakate bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von orientalischen Motiven Gebrauch machen, tauchten in den arabischen Ländern, vornehmlich in Ägypten, erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entsprechende Plakate auf. In diesen finden sich sowohl westliche als auch orientalische Motive wider. Außerdem wurden die Plakate von der Epoche der Moderne geprägt: Kunstformen wie der Expressionismus, Kubismus, Dadaismus, Surrealismus und Konstruktivismus versuchten Sehgewohnheiten zu verändern und wichen von dem Versuch, die Wirklichkeit illusionistisch abzubilden, ab. Das Projekt, das von der Kunsthistorikerin Dr. Rima Chahine geleitet wird, betrachtet diese Geschichte der visuellen Kultur sowie die abgebildeten Stereotypen aus postkolonialer Sicht. 

Kommentar erstellen

6IWOO