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Architektur als visuelles Medium

EPISODE 4 | Das Generalinterview mit Dr. Phil. Dr. -Ing. Hauke Horn

Dr. Hauke Horn, Kunsthistoriker und Architekt, beschäftigt sich in seiner Forschung mit der Medialisierung von Architektur: Wie kann mit den Gebäuden kommuniziert werden? Wie wird Architektur im 20. Jahrhundert genutzt, um Produkte und Überzeugungen darzustellen? Welche Rolle spielt die Größe der Gebäude? Exemplarisch untersucht er dies anhand der zahlreichen Bauten in Frankfurt am Main - das wegen seiner Skyline auch als Mainhattan bezeichnet wird. Im Generalinterview spricht der Wissenschaftler über die Herausforderungen und Grundlagen des Projektes, aber ebenso darüber, was ihn als gelernten Architekten besonders an der Thematik interessiert. 

Das Projekt
In den postmodernen Gesellschaften, wo nicht erst, aber wohl in verstärktem Maße seit dem viel diskutierten "iconic turn" (Gottfried Böhm) wesentlich durch Bilder bzw. Visuelle Artefakte kommuniziert wird, erlangt auch die ikonische Wirkung der Architektur als eigentlich substantieller Bestandteil der visuellen Kultur eine neue Aufmerksamkeit bei den Auftraggebern. Private Wirtschaftsunternehmen sind sich der Wirkung des Visuellen aufgrund langjähriger und weitreichender Erfahrung in der Werbung voll bewusst und nutzen dieses Wissen hochgradig professionell für ihre Zwecke. Dabei entdecken Großunternehmen seit den 1970/80er Jahren in zunehmenden Maß die Möglichkeit, die ikonische Wirkung der Architektur zur Identitätskonstruktion zu nutzen und Gebäude als monumentale visuelle Medien im öffentlichen Raum zu instrumentalisieren. Im Rahmen des Projekts wird gefragt, wie Architektur als Medium in der Wirtschaft funktioniert, welche architektonischen Mittel hierfür eingesetzt werden und inwiefern sich die mediale Nutzung von Unternehmensarchitektur seit der Nachkriegszeit bis heute vor den historischen und gesellschaftlichen Hintergründen entwickelt und verändert hat?

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