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M.A. Ella Beaucamp | 30.03.2020 | 2438 Aufrufe | Artikel

60 Tage, 60 Nächte. Ein Coronabericht aus Venedig

Morgen ist gestern anders als heute

Je nach Perspektive und Standort kann dieser Text über die im Jahr 2020 herrschende COVID-19-Pandemie als Rückschau, Prognose oder als Bestandsaufnahme gelesen werden. Geschrieben ist er von einer in Italien (Venedig) lebenden Doktorandin aus Deutschland (München). Ich fühle mich mit beiden Ländern nicht nur persönlich sehr verbunden, sondern auch wissenschaftlich, disziplinär und kulturell fest verankert. Einen ähnlich multinationalen Status teilen sich die etwa 5.000 an geistes- und sozialwissenschaftlichen Auslandsinstituten arbeitenden Forscher, Angestellte und Gäste. Momentan haben wir es nicht nur mit einer medizinisch-sanitären Notlage zu tun, sondern befinden uns in einer soziologisch brisanten und hochpolitisierten globalen Situation. Wie gehen wir als Menschen und als Mitglieder dieser akademischen Gemeinschaft im Ausland damit um? Die individuell und zeitlich versetzt gemachten Erfahrungen der letzten Wochen gemeinsam zu reflektieren, kann nur über kollektiven Austausch funktionieren. Mit den folgenden Zeilen, die meinen subjektiven Wahrnehmungsprozess einer gesamtgesellschaftlichen epidemiologischen Krise beschreiben, möchte ich dazu einen Beitrag leisten.

Google Maps

1. Desinteresse (28.01.-11.02.)

Anlässlich des 60. Geburtstag meines Vaters fahre ich mit meinem Freund Anfang Februar für eine Woche nach München. Kurz vorher, am 27. Januar, war in dem nur wenige Kilometer entfernten Stockdorf der erste Fall einer Corona-Infektion in Deutschland bekannt geworden. Bei dem Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto, der sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatte, handelt es sich um den global ersten Fall einer rein durch Menschenkontakt verursachten Übertragung außerhalb Chinas. Bereits Ende Januar hatte der Virus Italien erreicht: Zwei chinesische Touristen wurden in Rom positiv getestet und im Ospedale Spallanzani akut behandelt. Die italienische Regierung rief am 31. Januar einen für sechs Monate währenden stato di emergenza aus. Am Abend vorher hatte die WHO angesichts der weltweit steigenden Infektionszahlen den internationalen Gesundheitsnotstand verkündet. In ihrem Situation Report vom 2. Februar warnt die UN-Behörde vor einer „massiven Infodemie“. Wir lesen die Nachrichten und schütteln den Kopf über die sich häufende mediale und reale Diskriminierung von chinesischen Staatsbürgern und Geschäften in Italien. Wuhan und Stockdorf scheinen geografisch etwa gleich weit entfernt. Unsere Rückfahrten nach Venedig/Turin werden aus Vorsicht vor dem aufkommenden Sturmtief Sabine storniert, nicht aufgrund einer inzwischen weltweit grassierenden Pandemie.

2. Skepsis (12.02.-23.02.)

Zurück in Venedig findet die Ausbreitung des Virus in einer Parallelwelt statt, nicht bei uns, wo der Alltag aus Recherche, Archivarbeit, Vorträgen und Aperitivotreffen besteht, bei denen das Wort Corona nur selten fällt. Der Carnevale di Venezia ist in vollem Gange, und niemand ahnt, wie real sich zumindest der letzte Bestandteil des diesjährigen Mottos gioco, amore e follia entpuppen wird. Am Valentinstag spazieren wir am Lido entlang und sehen im Newsfeed die beängstigend leeren Straßen von Peking. Etwa eine Woche später ist der Carnevale vorzeitig beendet und die kleine Stadt Codogno in der Lombardei das „Wuhan Italiens“. Durch ein Dekret des Premierministers Giuseppe Conte werden am 23. Februar elf Kommunen in Norditalien zur roten Zone erklärt, was bedeutet, dass Ein- und Ausreise verboten sind, Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen sowie Museen und Kulturinstitutionen geschlossen und Veranstaltungen privater oder öffentlicher Art eingestellt werden. Durch Zufall bin ich mit meinem Freund am selben Wochenende mit dem Auto im Krisengebiet unterwegs – für meine Dissertation möchte ich Monselice und bestimmte Dörfer im Veneto aufsuchen. Die morgendliche Warnung eines Mitstipendiaten schlage ich in den Wind: Als ob mich eine „Grippewelle“ jemals von einer kunsthistorischen Exkursion abhalten könnte! Diese Gegend ist wahrscheinlich immer recht ausgestorben, denke ich mir auf der Fahrt durch gespenstisch leere Veneto-Ortschaften wie Mira, Dolo und Fiesso… Im Radio hört man von Diebesbanden, die Senioren unter dem Vorwand einer Coronavirus-Kontrolle überfallen. Deshalb also werden wir von den Menschen hinter Fensterscheiben so misstrauisch beäugt, rede ich mir ein. Der Ausflug entpuppt sich als sinnlos: die meisten Museen und Besichtigungsorte haben tatsächlich bereits geschlossen. In Este, einem kleinen Dorf in den Euganeischen Hügeln, haben wir Glück: Das Museo Nazionale Atestino hat noch geöffnet, wir dürfen eine Ausstellung über „Gifte und Zaubertränke. Geschichten von Heilungen und Verbrechen“ besuchen. Abends trinken wir Craftbeer im verwaisten Zentrum des Städtchens. Eine Freundin meldet sich aus Triest und rät, sofort Masken und Desinfektionsmitteln zu kaufen – in den Apotheken sei alles leergeräumt. In Zeitlupentempo fügt das Gehirn Bruchstücke der Außenwelt zusammen, bis wir das Gesehene und Gehörte erstmals auch nur annähernd mit der eigenen Realität in Verbindung bringen: Wir befinden uns im Zentrum einer Epidemie.

3. Ablenkung (24.02.-26.02.)

Die Stornierungsbedingungen sind kompliziert, so dass wir beschließen, in Arquà Petrarca (Provinz Padua) zu bleiben. Die malerischen colli euganei haben sich in eine gespenstisch leere Zombielandschaft verwandelt. Im Hotel sind wir die einzigen Gäste – Protagonisten in einem zweitklassigen Horrorfilm. Arquà Petrarca ist nach dem Dichter benannt, der im 14. Jahrhundert die Pest miterlebte, und u.a. berühmt für den brodo di giuggiole – ein süßer Likör aus den Früchten des Brustbeerbaumes. Francesco Petrarca, der im Frühjahr 1348 erfuhr, dass seine Geliebte Laura dem Schwarzen Tod erlegen war, zog sich nach der zweiten Pestwelle des Jahres 1361 aus Mailand zurück, verbrachte sieben Jahre in Venedig und ließ sich schließlich in dem idyllischen Ort an den Euganeischen Hügeln nieder. Erfüllt von Glückseligkeit pflücken wir Lorbeerblätter in der Sonne und freuen uns über die klare Bergluft. „Andare in giuggiole“ meint im Italienischen einen Zustand ekstatischer Zufriedenheit und so fühlen wir uns auch. Im Deutschen würde man diesen Ausdruck als „ganz aus dem Häuschen“ übersetzen. Weshalb werden universell-menschliche Gefühle sprachlich eigentlich so unterschiedlich zum Ausdruck gebracht? Während weltweit die Suche nach „Patient Null“ beginnt, feiern in Ischgl in Tirol Wintersporttouristen Après-ski-Parties in Bars, die Schatzi Bar, Free Ride oder Kitzloch heißen. Auf unserem letzten Stopp in Padua lesen wir die Sätze von Dichtern an den Wänden eines Cafés. An ein Zitat werde ich mich später häufig erinnern: „Was immer du tun kannst oder träumst, es zu können, fang damit an!“, sagt Johann Wolfgang von Goethe, so, als ob er wüsste, dass in etwa zwei Wochen sämtliche Pläne, Veranstaltungen und Reisen abgesagt sein werden. Trotz der Plastikbestuhlung der Bar und den Sandwichs, die nach demselben Material schmecken, ist die Atmosphäre nicht unromantisch. Wir beschließen, mit wichtigen Projekten nicht länger zu warten und Familienbesuche oder Treffen mit Freunden nie wieder zu verschieben – schneller als erwartet, könnte es sich um einen Aufschub auf unbestimmte Zeit handeln. Am Montag erfahren wir von der Schließung der Bibliotheken, Universitäten und Schulen im Veneto. In Mailand schließt der Dom seine Pforten für Touristen, Giorgio Armani lässt seine Models am letzten Tag der Fashionweek vor leeren Rängen laufen und Inter Mailand gewinnt in der Europa-League die Partie gegen Bulgarien im Stadium Giuseppe Meazza ohne Zuschauer. Venedig bleibt eine „Insel der Glückseligen“, durch das Wasser von der sich auf dem Festland ausbreitenden Seuche isoliert. Von den bisher 13 Todesopfern in Italien stammen zwei aus der Veneto-Region. Abends beginne ich, auf dem Markt gekaufte Artischocken in Alkohol und Zuckerwasser einzulegen. Sie müssen mehrere Wochen lang auslaugen bis daraus Likör entsteht – gerade lang genug also, um den Ausnahmezustand zu überstehen, denke ich, und plane, die Rückkehr der Normalität in wenigen Wochen mit einem Brindisi in großer Runde zu feiern.

4. Widerstand (27.02.-03.03.)

Die bisher geltenden Einschränkungen zur Eindämmung des Virus werden als zu drastisch wahrgenommen. Verständnislos reagieren die venezianischen Ladenverkäufer, Stadtführer und Hotelbesitzer auf die geschlossenen Museen, abgesagten Veranstaltungen und übrigen Maßnahmen, die Besucher abschrecken und Reisegruppen vergraulen. In der internationalen Presse überwiegen negative Italienbilder und -berichte: Man sieht vereinsamte Stadtzentren und liest sensationslustige Berichte über die "drakonischen" Maßnahmen der Regierung. „Wie ein Land plötzlich zum Erliegen kommt“, titelt die SZ, „Wie das Virus Italien lähmt“, schreibt der Tagesspiegel, „Leere Plätze, wartende Kellner. […] Ob der Markusplatz in Venedig, der Domplatz in Mailand oder der Platz des Turiner Palastes – alle sind verwaist“, lautet die Schlagzeile des Spiegel. Doch mein Venedig ist nicht leer, sondern voller Leben: Auf den Plätzen spielende Kinder, in den Cicchetti-Bars (jedenfalls in jenen, die ihr Geschäftsmodell nicht ausschließlich am Fremdenverkehr orientiert haben) treffen sich Einheimische und Studenten, die Märkte sind fast so gut besucht wie immer. Die Venezianer, ein vom „Aussterben“ bedrohtes Volk, haben sich ihren Lebensraum zurückerobert. Verdrossenheit über die fehlenden Einnahmen und die wirtschaftliche Zerrüttung wechseln sich ab mit einer fast anarchischen Euphorie über die touristenlose Stadt. Von Mario, unserem Kustoden, lerne ich, dass man sich als Venezianer in jedem Fall beschwert: über zu viele Touristen und über zu wenige. Ich möchte das schlechte Image meiner Stadt mit guten Nachrichten korrigieren, poste Bilder vom wunderschön verlassenen Venedig und schreibe sämtlichen Freunden, meiner Familie und KollegInnen, warum sich gerade jetzt ein Besuch lohnen würde. Noch stellt der Virus keine reale Gefahr dar, das Durchschnittsalter der Gestorbenen liegt bei 81 Jahren. Es überwiegt die Freude über das einmalig "einheimische" Venedig und das ungewöhnlich "normale" Leben in der Stadt. Es müsste fast immer so sein, denke ich. Weshalb braucht es erst einen Virus, um zu realisieren, dass Massentourismus als einzige Einnahmequelle nicht funktionieren kann? Anfang März machen die elf städtischen Museen wieder auf (mit Einlassbeschränkungen). Die am Markusplatz gelegenen Cafés laden unter dem Motto Uniti per Venezia zum Aperitivo ein: Den gesamten Monat gibt es von 17:00-19:00 Uhr zwei Getränke zum Preis von einem.

5. Einsicht (04.03.-08.03.)

Am 4. März zählt Italien 107 Todesopfer. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus werden um eine weitere Woche verlängert. Schulen, Bibliotheken und Universitäten bleiben weiterhin geschlossen. In Bars, Restaurants und auf der Straße wird der Sicherheitsabstand von einem Meter zwischen Personen eingeführt. Als ich am Samstagabend nach Turin fahre, hat sich die Zahl der Gestorbenen auf 233 mehr als verdoppelt. Wir verbringen einen nachrichtenlosen Weltfrauentag im Aostatal, fahren in die Thermen und pflücken Blumen am Straßenrand. In Italien gehört dieser Tag tatsächlich den Frauen, und ich möchte, dass er noch für eine kleine Weile mir gehört, ohne die Bedrohung der Außenwelt eindringen zu lassen. In den Thermen sitzen Gruppen weiblicher Punks neben faltigen Damen, Freundinnen gehen gemeinsam spazieren und treffen sich zum Proseccofrühstück in feinen Restaurants. Die wenigen Männer, denen wir begegnen, rufen mir laut "Auguri!" zu und in den Cafés werden leuchtend gelbe Mimosensträuße verschenkt. Die Mimose, eine Pflanze, deren Name in Deutschland eher abwertend für überempfindliche Menschen verwendet wird, wurde 1946 von der UDI (Vereinigung italienischer Frauen) als Symbol für den Internationalen Frauentag und den Kampf um die Gleichberechtigung gewählt, als eine der wenigen Blumen, die so früh bereits blühen und fast nichts kosten. Zurück in Turin prasseln die Nachrichten auf uns ein: Das von Giuseppe Conte am 8. März verabschiedete Dekret erklärt 13 weitere Provinzen sowie die Metropolitanstadt Venedig und die gesamte Lombardei zur zona arancione. Nicht einmal 24 Stunden später wird durch den Erlass #Iorestoacasa ganz Italien unter Quarantäne gestellt: Im gesamten territorio nazionale sind öffentliche und private Versammlungen verboten, Sportveranstaltungen jeglicher Art ausgesetzt und die Ein- oder Ausreise sowie Fahrten innerhalb des Landes verboten. Allein die Rückkehr zum Wohnort ist erlaubt, sowie Ortswechsel aufgrund von Arbeit, gesundheitlichen Beschwerden oder anderen dringenden Angelegenheiten. Wer sich auf den Weg von A nach B macht, muss eine „autodichiarazione“ mit sich führen - eine Selbsterklärung, in der Wohnort, berufliche Tätigkeit, sowie der Grund der Fortbewegung dokumentiert sind. Sämtliche Museen und kulturelle Einrichtungen bleiben geschlossen, Bar- und Restaurantbetriebe sind nur von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends erlaubt, sofern der Ein-Meter-Abstand gewährt werden kann. Die neuen Bestimmungen gelten bis zum 25. März, einem für Venedig besonderen Datum: Der Legende nach wurde die Serenissima vor 1599 Jahren am Tag der Verkündigung des Herrn, der im Jahr 421 auf den 25. März fiel, gegründet. Bei mir beginnt sich langsam ein Schalter im Kopf umzulegen: Ich realisiere, dass mein Handeln bzw. Nichthandeln den Tod und die Gesundheit vieler Menschen beeinflussen kann. Dass nur die Vermeidung menschlicher Kontakte Menschenleben retten kann. Dass unsere einzige Aufgabe es jetzt sein kann, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. 

6. Resonanz (09.03.-13.03.)

Morgens hören wir im Radio von den Gefängnisaufständen gegen die Corona-Maßnahmen in Italien. Die Insassen protestieren gegen die neuen Einschränkungen, die anstelle persönlicher Gespräche mit Familienmitgliedern nur noch Telefongespräche oder Videoanrufe zulassen. Am Sonntagnachmittag sind bei Revolten im Gefängnis Sant’Anna in Modena sechs Häftlinge gestorben. Ich habe mich entschlossen, zurück nach Venedig zu fahren, um meine Arbeit im Institut fortzusetzen. Vor der Abreise werden am Bahnhof in Turin sämtliche Einträge meiner autodichiarazione akribisch überprüft. Meine Antwort auf die Frage nach dem Grund meiner Reise nach Turin klingt vor dem kompakt gebauten Mann in Militärkleidung seltsam naiv und falsch: „Einfach nur um sich zu sehen“, sage ich fast entschuldigend, als ob es sich um ein Vergehen handeln würde. Am Abend lese ich den Facebook-Eintrag eines Arztes aus Bergamo. Sein Post ähnelt dem Bericht eines Soldaten von der Front: Der „Krieg“ sei „explodiert“, schreibt er. Im Krankenhaus werde Tag und Nacht ununterbrochen gekämpft. „Einer nach dem anderen tauchen die Unglücklichen, die es erwischt hat, in der Notaufnahme auf […]. Hören wir auf zu sagen, es sei eine schlimme Grippe […]. Sie atmen nicht genug, sie brauchen Sauerstoff. […] Es gibt keine Chirurgen, Urologen und Orthopäden mehr, wir sind nur noch Ärzte, die plötzlich Teil eines einzigen Teams werden, um diesem Tsunami, der uns überwältigt hat, zu begegnen. […] Die Testergebnisse kommen nun nacheinander: positiv, positiv, positiv. Plötzlich bricht die Notaufnahme zusammen.“ Auf Twitter veröffentlicht der Informatik-Professor Mark Handley vom University College London eine Grafik, die die Wachstumsraten einzelner Länder mit denen Italiens vergleicht. „Alle Länder werden in 9-14 Tagen Italien sein“, lautet sein Tweet. Ich schaue mir in der ZDF Online Mediathek die Sendung Frontal 21 an. Thema: „Corona und die Folgen. Zwischen Panik und Pandemie.“ Es geht um Klopapierhamsterkäufe, Schulschließungen und die Absage von Großveranstaltungen in Deutschland. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung spricht von einer „durchgängig medialen Infektion, jeder ist fast schon im Panik-Modus.“ Ein Lungenarzt im Ruhestand kritisiert, dass „jetzt so viele Menschen darunter leiden müssen, unter dieser Panik, die gemacht wird, dass unnötig Menschen in Quarantäne gebracht werden, dass wichtige Veranstaltungen abgesagt werden, dass Menschen wirtschaftlichen und persönlichen Schaden nehmen, ohne dass das medizinisch irgendwie wirklich begründbar und haltbar wäre.“ Insgesamt ist man sich darüber einig, dass das „italienische Szenario nicht blüht […] Wenn man schon an Corona erkrankt, dann am besten in Deutschland – noch schöner ist, wenn man nicht erkrankt.“ In Italien wird am 11.03. ein kompletter Lockdown für das ganze Land verkündet. Bis auf Supermärkte, Apotheken, Tabacchi-Läden und Kioskstände sollen nun alle Geschäfte geschlossen werden, auch Bars, Cafés, Restaurants, Friseure und Schönheitssalons. „Wenn sich alle an die Regeln halten“, so der Ministerpräsident Giuseppe Conte in seiner Ansprache, „kommen wir schneller aus der Notlage heraus. […] Lasst uns heute Abstand halten, um uns morgen noch herzlicher zu umarmen, um schneller zu laufen. Gemeinsam schaffen wir es.“ Ich treffe mich das letzte Mal mit Freunden in unserem kleinen Stammcafé am Campo Santa Margherita um Optionen durchzusprechen: Mit einem der letzten Flieger möchten sie versuchen, nach Deutschland zurückzukehren – zu unsicher ist ihnen die Vorstellung einer totalen Isolation in der Lagune. Die Flugverbindungen sind jedoch fast alle bereits gestrichen. Auch der Zugverkehr über die österreichische Grenze wurde bereits eingestellt, über den Umweg durch die Schweiz ließe sich noch ausreisen. Während wir Tramezzini essen, fühle ich mich wie ein Feldmarschall beim Planen einer Militäroperation. Später werde ich mich häufig an dieses Gespräch beim Café, die Wärme der Sonnenstrahlen auf der Haut und den Geschmack von Thunfisch und Oliven im Mund erinnern. Mittlerweile hat die WHO den Coronavirus zur Pandemie erklärt. Der Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus lobt die italienische Regierung und Bevölkerung, die „entschlossene und mutige Maßnahmen [ergreifen] um die Ausbreitung des #Coronavirus zu stoppen und ihr Land und die Welt zu schützen. Sie nehmen dafür erhebliche Opfer in Kauf und die WHO bekräftigt ihre Solidarität und Unterstützung für Italien."

7. Arrangement (13.03.)

Mich erreichen besorgte Nachfragen von Familienmitgliedern, FreundInnen, KollegInnen und Bekannten. Verstehen sie nicht, dass ich besorgter bin, über ihre Situation in Deutschland, wo man das Ausmaß der Katastrophe noch nicht annähernd realisiert hat? Gerade aufgrund der Härte der sanitären Maßnahmen und der rigoros durchgesetzten Eindämmungsversuche empfinde ich die Situation in Italien als sicher und gut unter Kontrolle. Trotz körperkontaktlosem „social distancing“ und Krisenmanagement begegnen sich die Menschen mit Wärme und Solidarität. Im Gegensatz zu Deutschland sind im kleinen Conad-Supermarkt an der Ecke sämtliche Klopapiersorten noch erhältlich. Man verabredet sich zu Balkon-Flashmobs, um während der Quarantäne gemeinsam zu singen und zu musizieren. Der Hashtag #tuttoandràbene (alles wird gut) und #iorestoacasa (ich bleib zuhause) verbreiten sich rasch in den Sozialen Netzwerken. Von Kindern gemalte Regenbögen zieren die Schaufenster in Venedig. An der Börse schießen die Renditeaufschläge italienischer Staatsanleihen in die Höhe, nachdem die EZB-Chefin Christine Lagarde der Welt mitgeteilt hat, dass es nicht die Aufgabe der Europäische Zentralbank sei, die Risikoaufschläge (spreads) einzelner Mitgliedstaaten zu reduzieren: „[…] there are other actors to actually deal with those issues.“  Am selben Tag landet in Rom Fiumicino ein Flugzeug aus Shanghai und bringt medizinisches Personal, Hilfsgüter und Geräte in die italienischen Krankenhäuser. Die Ärzte aus China, wo sich die Lage aufgrund drastischer Maßnahmen inzwischen verbessert hat, kritisieren, dass sich auf Italiens Straßen noch weitaus zu viele Menschen bewegen. Am Freitag werden Ischgl und das Paznauntal in Tirol zum Risikogebiet erklärt. „Why did so many countries watch the epidemic unfold for weeks as though it was none of their concern?”, fragt Ian Johnson in der New York Times. Ich setzte mich hin und verfasse eine E-Mail an meine engsten Kontakte in Deutschland. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, alles abzusagen, sich so wenig wie möglich zu bewegen und soziale Körperkontakte auf ein Minimum zu reduzieren, schreibe ich. Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, Termine, Veranstaltungen und Fahrten bald wieder wahrnehmen zu können und die Stagnation und den Stillstand akzeptieren. Die physische Einschränkung der Bewegungsfreiheit kann aber auch bedeuten, den Geist in Bewegung zu setzen: im Kopf auf Reisen zu gehen, die eigene mentale Mobilität zu stärken und den äußeren Stillstand der Welt für innere Besinnung und geistige Projekte zu nutzen.

8. Reflexion (14.03.-18.03.)

China gibt bekannt, dass erstmals seit Beginn der Pandemie keine neuen Corona-Fälle aufgetreten sind. In Italien wird unter dem Titel „Cura Italia“ ein Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro verabschiedet. Das Notprogramm beinhaltet finanzielle Hilfen für Familien, Arbeitnehmer und Unternehmen, die von der Krise besonders betroffen sind. Zur Erhaltung des Gesundheitssystems und der Wirtschaft werden eine Reihe von ökonomischen und sanitären Sofortmaßnahmen ergriffen: Steuerzahlungen, Sozialversicherungsbeiträge und Lohnnebenkosten werden bis Ende Mai ausgesetzt, die Kündigungsrechte von Arbeitgebern beschränkt, ferner sind Einmalzahlungen für Angestellte, Freiberufler und Betriebe vorgesehen, sowie Miethilfen, außerordentlicher Elternurlaub und ein Babysitterbonus für die Zeit der Quarantäne. In den Medien kursieren fake news von Delfinen und anderen Tieren, die aufgrund des reineren Wassers nun wieder die venezianische Lagune bevölkern. Die nur von dem satten Schmatzen der Wellen und vereinzelten Vogelstimmen begleitete Stille wird dann und wann vom Heulen einer Sirene jäh unterbrochen. Vor etwa zwei Wochen war auf dem Canale Grande noch die gesamte Vielfalt des venezianischen Nahverkehrs zu beobachten: bunte Schiffchen mit Familien, elegant dahinzischende Ruderboote und schmale Kanus, lässige Wassertaxis und schaukelnde Gondeln. Nun ist es bis auf die träge vorbeiziehenden Vaporetti ruhig. Die Schiffe scheinen nur noch aus vier Farben zu bestehen: Blauweiß für die Polizeiboote, Rotgelb für die croce rossa und Grün für die Kutter der Müllabfuhr. Die Medien überschlagen sich mit Nachrichten und Thesen darüber, wie der Coronavirus die Welt umformen wird. „Die Epidemie wird unser Zusammenleben fundamental verändern“, schreibt der Philosoph Slavoj Žižek in der NZZ. „Das Leben wird, selbst wenn es am Ende wieder zur Normalität zurückkehrt, auf andere Weise normal sein, als wir es vor dem Ausbruch gewohnt waren.“ Möchten wir überhaupt wieder zur Normalität zurückkehren? „Alles aus der Ferne – home office wird in Deutschland zum Trend“, lautet die Prognose von Rico Grimm auf krautreporter.de. Aber ist der Ersatz von klassischer Bildungs- und Büroarbeit durch VR-Konferenzen, Vorstellungsgesprächen über Skype und E-Learning eine positive oder negative Entwicklung? Das Zukunftsinstitut in Frankfurt am Main sagt, eine „durch Adaption resilient gewordene Gesellschaft“ als eines von vier möglichen Zukunftsszenarien vorher. „Insgesamt nimmt die Menschheit sich seit der Pandemie stärker als globale Gemeinschaft wahr, die Herausforderungen gemeinsam lösen muss. […] Es ist eine globale Identität entstanden, getragen von einem fundamentalen Wertewandel: Solidarisierung und Wir-Kultur nicht nur mit den Nächsten, sondern auch auf internationaler und globaler Ebene.“ Mir klingen diese Thesen zu utopisch, ähnlich wie die Vorstellung von spielenden Delfinen im Kanal: Wieviel Corona-Tote werden benötigt, dass sich die Menschheit als globale Gemeinschaft solidarisch zeigt? In Italien sind es heute fast 3000.

9. Frustration (19.03-22.03.)

„Ich bin auf dem Weg nach Venedig, um dort nach dem Auslöser für eine Epidemie zu suchen, dachte Langdon. Kann der Tag noch seltsamer werden? Er hatte das Gefühl, als bewege er sich durch eine Landschaft voll vager Schatten und ohne jegliches Detail. Es war wie in einem Alptraum. Normalerweise weckten Alpträume die Menschen und rissen sie zurück in die Realität. Langdon hingegen hatte das Gefühl, als wäre er in einem solchen Traum aufgewacht.“ (Dan Brown, Inferno)

Das Wochenende vom 19.-22.03. markiert nicht nur in Italien, sondern weltweit einen traurigen Höhepunkt der Pandemie. Erstmals hat Italien mehr Tote als China. Von Donnerstag auf Freitag sind 627 Menschen an dem Virus gestorben, in den nachfolgenden 24 Stunden weitere 739. Niemand singt mehr von den Balkonen. Szenen aus Bergamo machen uns sehr betroffen: Das im 24-Stunden-Takt arbeitende Krematorium der Stadt hält nicht mehr Schritt mit den Todesfällen. Militärkonvois transportieren reihenweise Särge in andere Städte zur Einäscherung. Die Verstorbenen hatten keine Gelegenheit sich zu verabschieden. Sie sterben einen einsamen und hastigen Tod – Szenen, die auf seltsame Weise mit den noch vor kurzem kursierenden Bildern aus Deutschland, von "Coronaparties", sich am Odeonsplatz sonnenden Menschen in München und den vollen Ständen am Viktualienmarkt kontrastieren. Die Ohnmacht fühlt sich kalt an und hässlich. Ich möchte umarmt werden – aber wie, in Zeiten von social distancing? Ich möchte jemanden anschreien – aber wen? Mein Feind hat weder ein Gesicht noch eine Moral. Ihm sind Religionen, Nationalgrenzen und politische Einstellungen egal. Er differenziert nicht nach Einkommen, sozialem Status und sonstigen Identitätsmarkern. Ist es diese Gleichgültigkeit, die den Virus so grausam macht? Niemandem von uns Stipendiaten gelingt es, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Den Mangel an Produktivität kompensieren wir durch Kochen: Es tut gut, die Hände zu bewegen und etwas "Sinnvolles" wie Pizza oder Lasagne zu Stande zu bringen. Spät am Abend kündigt Ministerpräsident Conte über eine Facebook-Ansprache weitere Maßnahmen an: Sämtliche, als "nicht notwendig" erachtete industrielle und kommerzielle Aktivitäten des Landes werden eingestellt. Einzig Supermärkte, Apotheken, Tankstellen, Bank- und Postfilialen bleiben in Betrieb sowie der öffentliche Verkehr. Ortswechsel und Fahrten sind nur in den allerdringendsten Fällen, d.h. aus beruflichen oder aus medizinischen Gründen erlaubt und werden streng kontrolliert. Es sei die „schlimmste Krise, die das Land seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat“, so der Premier.

10. Resilienz (22.03.-26.03.)

Auf dem Kalender beginnt der Frühling, aber in der Seele herrscht Winter. Das Gezwitscher der Vögel klingt falsch in meinen Ohren. Die Sonne scheint zu warm, zu hell glitzert der Kanal. Dem Land und der Stadt, die ich liebe, geht es nicht gut. Doch die von Venedig ausgehende Energie hat etwas hartnäckig Positives: Eine starke Freundin mit Wasserarmen und marmorweißer Haut, die mich umarmt und mich mit den Worten ermutigt: Duri i banchi! – ein Leitspruch, der auf die Zeit der großen Seeschlachten zurückgeht. Bevor man die Kanonen abfeuerte oder das gegnerische Schiff rammte, wurden mit diesem Ausruf die Ruderer der venezianischen Galeeren gewarnt, ihre Griffe loszulassen und sich angesichts des bevorstehenden Aufpralls an den Bänken festzuhalten. Während des dramatischen Hochwassers im November letzten Jahres verbreitete sich der Ausdruck als Motto für moralische Unterstützung und als Form der Ermutigung in schwierigen Zeiten, im Sinne von: „Halt dich fest!“ oder „Gib nicht auf!“. Der Ausnahmezustand ist zum Bestandteil unseres Alltags geworden, der – oberflächlich betrachtet – dem üblichen Leben von Wissenschaftlern nicht unähnlich ist: Aufstehen, essen, am Schreibtisch sitzen, essen, am Schreibtisch sitzen, essen, schlafen. Dazwischen: Nachrichten lesen, die neuen Selbsterklärungsformulare ausfüllen, Skypen, Rezepte googlen, Nachrichten lesen. Heute ist Sonntag und ich versuche die Pseudo-Normalität durch einen sonntäglichen Erdbeerkuchen aufrechtzuerhalten. Wir überlegen, wie lange es wohl dauert, bis temporär geltende Notmaßnahmen zur Gewohnheit werden. “Many short-term emergency measures will become a fixture of life”, schreibt Noah Yuval Harari in der Financial Times. Sicherlich wird die Pandemie langfristige Folgen für den Geldmarkt und die Wirtschaft haben, aber was passiert, wenn auch kurzfristig eingeführte Einschränkungen des Soziallebens zu dauerhaften Regeln werden? Wenn sich das Tracken von Viruskranken in die alltägliche Überwachung von Mitbürgern und deren gesundheitlichen Werten durch health tracking devices verwandelt? Wenn virtuelle Touren den Gang ins Museum ersetzen und wir, anstatt Freunde auf ein Bier zu treffen, eine Skype-Konferenz einschalten? In den Medien sind nun, anstatt der Schreckensbilder einsamer italienischer Städte, ästhetische Fotostrecken von verlassenen Metropolen und öffentlichen Plätzen weltweit zu sehen: Bilder des leeren Times Square in New York und der Londoner Millenium Bridge, der Kaaba in Mekka ohne Pilgermassen, der Strände von Miami ohne Badende und der Pariser Champs Élysées ohne Flaneure. Ich fange an, Gedichte über Venedig zu sammeln, die mich in die Ferne schweifen lassen und die Stadt lebendig machen: Von August von Platen hole ich mir „Venedigs Meer, Venedigs Marmorhallen“ ins Zimmer, von Stefan Zweig den „mit Farben und Klängen gefüllten Himmel“, von Hermann Hesse die „gotischen Fenster und maurisch verziertes Portal“, von Ricarda Huch das „Gekreisch der Möwen und des Sturms Geläut“. Für mich ist klar: Keine Ausnahmesituation der Welt wird den Verzicht auf das sinnliche Erlebnis der Lagune Normalität werden lassen. Keine Kurzzeitmaßnahme wird das Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen unserer Umwelt und Natur jemals ersetzen. Im Gegenteil, ich glaube, dass wir mit geschärften Sinnen und einem achtsameren Bewusstsein aus dieser Krise heraus wieder in die bunte, laute und nach wie vor hoffentlich schöne Welt treten werden.

Dieser Text entstand während eines Forschungsaufenthalts am Deutschen Studienzentrum in Venedig. Für die in dieser besonderen wissenschaftlichen Gemeinschaft stattgefundenen Gespräche danke ich meinen MitstipendiatInnen, sowie der Direktorin PD Dr. Marita Liebermann und dem gesamten Team des Palazzo Barbarigo della Terrazza.

Mit dem seit Mitte März geführten virtuellen Centro-Tagebuch haben wir den deutsch-italienischen Austausch trotz Ausgangssperre, Kontaktverbot und anderen Einschränkungen aufrechterhalten. Durch die geteilten Erfahrungen und persönlichen Eindrücke sind wir uns auch in der Ferne ‚nah‘ geblieben.

QUELLEN

Dekrete der italienischen Regierung im Zusammenhang zu COVID-19

23.02.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2020/02/23/20A01228/sg

01.03.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2020/03/01/20A01381/sgg ;

04.03.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2020/03/04/20A01475/sg

08.03.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2020/03/08/20A01522/sg

09.03.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/atto/stampa/serie_generale/originario

11.03.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2020/03/11/20A01605/sg

17.03.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2020/03/17/20G00034/sg

22.03.2020: https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2020/03/26/20A01877/sg

 

Artikel

05.03.2020: Wie das Virus Italien lähmt, Dominik Straub, Tagesspiegel, https://www.tagesspiegel.de/politik/corona-epidemie-wie-das-virus-italien-laehmt/25614316.html

10.03.2020: Manuskript der Sendung: Corona und die Folgen – Zwischen Panik und Pandemie, von Christian Esser, Manka Heise, Charlotte Köhler und Astrid Randerath, ZDF, Frontal 21, https://www.zdf.de/politik/frontal-21/corona-zwischen-panik-und-pandemie-100.html

13.03.2020: China Bought the West Time. The West Squandered It, Ian Johnson, The New York Times, https://www.nytimes.com/2020/03/13/opinion/china-response-china.html

13.03.2020: Der Mensch wird nicht mehr derselbe gewesen sein: Das ist die Lektion, die das Coronavirus für uns bereithält, Slavoj Žižek, NZZ, https://www.nzz.ch/feuilleton/coronavirus-der-mensch-wird-nie-mehr-derselbe-gewesen-sein-ld.1546253

14.03.2020: Wie ich vom italienischen Coronavirus-Planeten floh, Andrea Dernbach, Der Tagesspiegel, https://www.tagesspiegel.de/politik/schlag-dich-irgendwie-nach-berlin-durch-wie-ich-vom-italienischen-coronavirus-planeten-floh/25644584.html

14.03.2020: The EU Is Abandoning Italy in Its Hour of Need, Elisabeth Braw, Foreign Policy, https://foreignpolicy.com/2020/03/14/coronavirus-eu-abandoning-italy-china-aid/

15.03.2020: Der Corona-Effekt. Vier Zukunftsszenarien, Whitepaper, Das Zukunftsinstitut, https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/der-corona-effekt-4-zukunftsszenarien/

16.03.2020: Ischgl war die heimliche Virus-Drehscheibe in Europa, Lars Wienand, T-Online, https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87525436/coronavirus-von-ischgl-verbreitete-sich-covid-19-in-ganz-europa.html

17.03.2020: Coronavirus: How the world's streets are emptying, BBC, https://www.bbc.com/news/in-pictures-51914110 

17.03.2020: Zehn unsichere, aber eventuell wertvolle Prognosen über die Folgen der Corona-Epidemie, Rico Grimm, Krautreporter.de, https://krautreporter.de/3268-zehn-unsichere-aber-eventuell-wertvolle-prognosen-uber-die-folgen-der-corona-epidemie

18.03.2020, Liebe EU, es ist zu spät. Teseo la Marca, Telepolis Online Magazin, https://www.heise.de/tp/features/Liebe-EU-es-ist-zu-spaet-4684958.html

18.03.2020, Seit an Seit in der Sonne, Karin Finkenzeller, Zeitonline https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-03/muenchen-ausgangssperre-coronavirus-angela-merkel-freiheit

18.03.2020, The Quiet Emptiness of a World Under Coronavirus, Alan Taylor, The Atlantic, https://www.theatlantic.com/photo/2020/03/photos-quiet-emptiness-under-coronavirus/608272/

 19.03.2020: Coronavirus: The Hammer and the Dance, Tomas Pueyo, Medium, https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-the-hammer-and-the-dance-be9337092b56

 19.03.2020, Le bare dei morti di COVID-19 di Bergamo portate sui camion dell’esercito, Il Post.it, https://www.ilpost.it/2020/03/19/coronavirus-bare-bergamo-esercito/

19.03.2020: 13 photos of New York City looking deserted as the city tries to limit the spread of the coronavirus, Jessica Snouwaert, Businessinsider, https://www.businessinsider.com/coronavirus-pictures-of-new-york-city-empty-streets-2020-3?IR=T

20.03.2020, Nature is taking back Venice: wildlife returns to tourist-free city, John Brunton, the Guardian, https://www.theguardian.com/environment/2020/mar/20/nature-is-taking-back-venice-wildlife-returns-to-tourist-free-city

20.03.2020, Nicht jeder, der in einem Hochrisikogebiet war und Symptome zeigt, wird getestet, Matthias Kamp, NZZ, https://www.nzz.ch/panorama/nicht-jeder-der-in-einem-hochrisikogebiet-war-und-symptome-zeigt-wird-getestet-ld.1547581

20.03.2020: Fake animal news abounds on social media as coronavirus upends life, Natasha Daly, Nationalgeographic.com, https://www.nationalgeographic.com/animals/2020/03/coronavirus-pandemic-fake-animal-viral-social-media-posts/

20.03.2020: The world after Coronavirus, Yuval Noah Harari, The Financial Times, https://www.ft.com/content/19d90308-6858-11ea-a3c9-1fe6fedcca75

21.03.2020, Après-Ski mit bösem Erwachen in den Tiroler Bergen, Steffen Arora, Birgit Baumann, Laurin Lorenz, Anne Rentzsch, Fabian Sommavilla, Der Standard,  https://www.derstandard.at/story/2000115989961/apres-ski-mit-boesem-erwachen-in-den-tiroler-bergen

23.03.2020: Coronavirus impact: Satellite images show world cities before and after outbreak, Dan Mangan, CNBC, https://www.cnbc.com/2020/03/23/coronovirus-impact-satellites-show-world-cities-after-outbreak.html

23.03.2020: The Great Empty. Photographs by The New York Times. Introduction by Michael Kimmelman, The New York Times, https://www.nytimes.com/interactive/2020/03/23/world/coronavirus-great-empty.html?smid=fb-share

24.02.2020: Wie ein Land plötzlich zum Erliegen kommt, Elisa Britzelmeier, Süddeutsche Zeitung, https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-italien-quarantaene-1.4816985

28.02.2020: Leere Plätze, wartende Kellner, Der Spiegel, https://www.spiegel.de/reise/coronavirus-in-italien-das-warten-auf-die-kunden-a-b0005e05-dff7-4f4d-a280-6befc599d62c

 

Zahlen und Messungen, sowie sonstige Webseiten im Zusammenhang zu COVID-19

Webseite des italienischen Gesundheitsministeriums: http://www.salute.gov.it/portale/nuovocoronavirus/archivioNotizieNuovoCoronavirus.jsp

Newsletter des italienischen Onlinemagazins Il Post: https://www.ilpost.it/2020/02/24/newsletter-coronavirus/

02.02.2020: WHO, Novel Coronavirus(2019-nCoV), Situation Report: Managing the 2019-nCoV ‘infodemic’ https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/situation-reports/20200202-sitrep-13-ncov-v3.pdf

Der Facebook-Post von Daniele Macchini, Arzt am Humanitas Gavazzeni Krankenhaus in Bergamo ist hier zu lesen: https://www.ecodibergamo.it/stories/bergamo-citta/con-le-nostre-azioni-influenziamola-vita-e-la-morte-di-molte-persone_1344030_11/

Mark Handley informiert auf Twitter https://twitter.com/MarkJHandley und über die Webseite http://nrg.cs.ucl.ac.uk/mjh/covid19/ über die weltweiten Entwicklungen anhand von Grafen und Datenvergleichen.

12.03.2020: Europäische Zentralbank, Introductory Statement von Christine Lagarde, Press Conference, https://www.ecb.europa.eu/press/pressconf/2020/html/ecb.is200312~f857a21b6c.en.html

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