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Georgios Chatzoudis | 24.04.2020 | 660 Aufrufe | 1 | Interviews

"Ich wünsche mir lautere Stimmen der Soziologen, der Philosophen und der Ethiker"

Skype-Interview mit Marcel Fratzscher über die Ökonomie in der Coronakrise

Die Wirtschaft liegt am Boden - alle üblichen Indikatoren sprechen dafür: national, europaweit, global. Welche Folgen die Wirtschaftskrise aber haben wird, das ist zurzeit nur schwer abzuschätzen. Die Staaten tun nun das, was sie glauben tun zu müssen: Die, die über Geld verfügen, machen die Schatulle auf und pumpen gewaltige Summen in Wirtschaftskreislauf und sozial abfedernde Maßnahmen, die selbst die Höhe während der Finanz- und Schuldenkrise von 2008 überstreffen. Völlig ungewiss ist dabei, ob die Maßnahmen ausreichen und was auf alle noch zukommt, sollte es eine zweite und dritte Corona-bedingte Lockdown-Welle geben. Was ist also angesichts dieser Krise und den dazugehörigen Katastrophenszenarien nun zu tun? Eurobonds, Coronabonds, Hilfspakete, Kredite? Reicht das? Und wer entscheidet darüber? Sind es nur die Ökonomen? Ist es möglicherweise an der Zeit, über eine andere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung nachzudenken, die uns hilft, mit solchen Krisen besser umzugehen? Und falls ja, wer sollte darüber nachdenken? Wir haben in einem Skype-Telefonat diese Fragen dem Ökonomen Marcel Fratzscher, Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität Berlin und Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), gestellt.

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00:09 Kann man das Ausmaß der ökonomischen Krise derzeit seriös wiedergeben?
02:30 Wie verlässlich ist das empirische Material, das Ökomomen zurzeit zur Verfügung steht?
04:13 Bietet die Coronakrise die Chance für ein neues Denken auch in der Wirtschaft?
05:56 Gibt es Stimmen aus anderen wissenschaftichen Disziplinen, die Sie derzeit vermissen?
07:46 Wie kann man Finanzhilfen in Europa jetzt organisieren? Eurobonds bzw. Coronabonds?
12:00 Hat sich in der Debatte um Eurobonds in Deutschland inzwischen etwas verlagert?
14:02 Erleben wir derzeit auch eine Krise des Kapitalismus als Wirtschaftsordnung?
16:23 Kann der Kapitalismus Krisen wie die Coronakrise bewältigen?
18:46 Halten Sie einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik nach Corona für möglich?

Kommentar

von Helga | 24.04.2020 | 12:25 Uhr
https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/gastbeitrag-von-daniel-stelter-versteckter-reichtum-italien-will-lieber-deutschland-als-seine-buerger-zahlen-lassen_id_11917977.html

Einfach mal lesen ...

Dazu ist Herr Fratscher bei deutschen Familien deutlich weniger großzügig. Denen will er nämlich (ersatzlos, auch kein Familiensplitting) das Ehegattensplitting wegnehmen.

Grund: dann müssen die Familienmütter namlich jeden Job annehmen, um die Finanzlücke zu stopfen. Noch mehr Schlüsselkinder, noch mehr kaputte Familien.

Aber Hauptsache die italienischen Milliardäre werden nicht angetastet und mit deutschen Steuergeld gemästet. Darauf ein Bunga-Bunga.

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