Registrieren
merken
Arbeitskreis Bodendenkmäler | 15.04.2015 | 1227 Aufrufe | Ankündigungen

Stadt ─ Erinnerung ─ Denkmal

Positionen zur Validierung des kulturellen Gedächtnisses

Denkmalkulturen, nationale Identität, Erinnerung – der Arbeitskreis Bodendenkmäler der Fritz Thyssen Stiftung beschäftigt sich in seiner nächsten Veranstaltung mit dem kulturellen Gedächtnis und mit Orientierungspunkten im Umgang mit Denkmälern:

StadtErinnerung Denkmal
Positionen zur Validierung des kulturellen Gedächtnisses

Öffentliches Kolloquium mit Abendvortrag
Donnerstag, 16. April 2015 | 13:30 - 20:00 Uhr

Freitag, 17. April 2015 │ 9:00 – 16:00 Uhr

Fritz Thyssen Stiftung | Apostelnkloster 13-15 | 50672 Köln

Es sprechen: Prof. Dr. Ingrid Scheurmann (Berlin/Dortmund), Prof. Dr. Jürgen Kunow (Bonn), Frauke Michler M.A. (Berlin), Prof. Dr. Marcello Barbanera (Rom), Dr. Maja Gori (Amsterdam), Prof. Dr. Wilfried Lipp (Tillysburg/Salzburg), Prof. Dr. Michael Petzet (Krailling), PD Dr. Elke Stein-Hölkeskamp (Duisburg/Essen), Prof. Dr. Nicolas Pethes (Köln), Prof. Inken Baller (Berlin)

Den Abendvortrag hält Prof. Miles Glendinning (Edinburgh) zum Thema: “Euros” versus “Anglos”? 19th and 20th Century Conservation Discourses in Continental Europe, Britain and America. Der Vortrag wird simultan übersetzt.

Jede Gesellschaft entwickelt Umgangsformen, um Vergangenes im Bewusstsein zu halten und gezielt zu vergegenwärtigen. Auf diese Weise gewinnt sie Instrumentarien, Vergangenheit aufzunehmen, sich mit ihrer Hilfe für die Zukunft zu positionieren und aus ihr für die eigene Identifikation oder die Identität der Gruppe, der Stadt oder der Gesellschaft Nutzen zu ziehen. Die Maßstäbe zur Vereinnahmung der Denkmäler als Referenzobjekt auf einen Horizont von Erinnerung variieren je nach Gesellschaft und Zeitströmung.

In dem zweitägigen Kolloquium werden zum einen die Denkmalkulturen verschiedener europäischer Länder beleuchtet. Dabei geht es um die Frage, wie die Denkmäler präsentiert und eingesetzt werden, um nationale Identität zu schaffen. Ein zweiter Aspekt beschäftigt sich mit Chartae, also mit zentralen und international anerkannten Richtlinien für den Umgang mit Denkmälern, die eine einheitliche Grundlage zwischen den verschiedenen nationalen Denkmalkulturen bilden sollten. Mit der unterschiedlichen Bewertung von Erinnerungskultur in verschiedenen Fachdisziplinen (Sozial- und Kulturwissenschaft, Geschichte, Literaturwissenschaft und Architektur), die materielles und immaterielles Erbe thematisieren, befasst sich ein dritter Abschnitt. Die Veranstaltung endet mit einer Abschlussdiskussion über Perspektiven der Validierung des kulturellen Gedächtnisses.

Das Programm ist hier abrufbar.

Der Arbeitskreis Archäologisches Gedächtnis der Städte lädt alle Interessenten herzlich ein und bittet um vorherige Anmeldung unter: www.fritz-thyssen-stiftung.de

Das Kolosseum in Rom, einer der zentralen Erinnerungsorte der Antike

Kommentar erstellen

TLGOV5