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Arbeitskreis Bodendenkmäler | 19.03.2016 | 819 Aufrufe | Veranstaltungen

Die Bildmacht des Denkmals. Ikonisierung und Erlebnis archäologischer Denkmäler im Stadtbild

07.04.2016 – 08.04.2016 | Fritz Thyssen Stiftung Köln, Apostelnkloster 13-17, 50672 Köln

Denkmäler können zwar bekanntlich nicht reden, sprechen aber durch Präsentation und Inszenierung. Diese Erscheinung der Monumente, die bisweilen stärker als jede sprachliche Äußerung ist, hat Überzeugungskraft und prägt unser Bild von der Vergangenheit.

Das Kolloquium thematisiert, auf welchen Sinnstiftungen, Werten und Wirkungsabsichten die Bildmacht der Denkmäler gründet, und wie die Monumente durch die Bedeutungsaufladung ihre stadträumliche Umgebung beeinflussen.

Die zentrale Fragestellung lautet daher, wie gesellschaftliche und politische Gruppen – in Abhängigkeit von ihrer eigenen Prägung und den medialen Möglichkeiten der jeweiligen historischen Epoche – die Deutung über Monumente gewinnen und behaupten.

Verschiedene Dimensionen von Ikonisierung werden in drei Abschnitten untersucht:

Zunächst geht es darum, wie durch zweidimensionale Darstellung der Objekte Denkmäler überhaupt zu solchen gemacht und auf Dauer fixiert werden.

Der Sog des Bildraumes stellt die nächste Stufe bei der Inszenierung der Denkmäler dar. Hier liegt der Fokus auf der bühnenhaften Darbietung der Objekte im Stadtraum und der suggestiven Mach dieses Ensembles.

Wie das Bild von der Vergangenheit durch Reenactment als physisches und Augmented Reality als digitales Event geschaffen wird und wie dieses den Zugang des Publikums zur Vergangenheit intensiviert, wird im dritten Abschnitt diskutiert.

Anmeldung unter: http://www.fritz-thyssen-stiftung.de/veranstaltungen/veranstaltungen/aktuelle-veranstaltungen/

Reenactmentgruppe anlässlich der Eröffnung von „Via – Erlebnisraum Römerstraße“ 2015 in Köln

Programm am Donnerstag, 7. April 2016  

13:00 Uhr
Prof. Dr. Ingrid Scheurmann (Berlin): Begrüßung und Einführung  

13:15 Uhr
Prof. Dr. Markus Thome (Tübingen): Denkmäler und ihr Aneignungsprozess  

14:00 Uhr – Kaffeepause  

14:30 Uhr
Dr. Julian Jachmann (Zürich): „He piles palaces on bridges, and temples on palaces, and scales Heaven with mountains of edifices.” – Stadt und Monument bei Giovanni Battista Piranesi

15:15 Uhr
Dr. Mario Kramp (Köln): Köln und seine Agrippina – Vom Monstrum zur Mutter: Wandlung und Wahrnehmung  

16:00 Uhr – Kaffeepause  

16:30 Uhr
PD Dr. Sebastian Ristow (Köln): Kirchengrabungen und ihr mediales Präparat. 15 Jahre Rekonstruktionen in Bild und Film  

17:15 Uhr
Prof. Dr. Frank Pohle (Aachen): Bilder von Macht – Königspfalzen des frühen Mittelalters und ihre bürgerlichen Rezipienten   18:00 Uhr – Imbiss  

19:00 Uhr
Prof. Dr. Hans-Georg Lippert (Dresden): „Kirche fort, dafür Turm Babel.” Die Ikonisierung der Vergangenheit in Film, Comic und Computerspiel

Programm am Freitag, 8. April 2016

09:00 Uhr
Katharina Ferch M.A. und Dr. Britta Schulze-Böhm (Ingelheim): Bilder eines Denkmals. Die Präsenz der Pfalz in der Stadt Ingelheim  

9:45 Uhr
Prof. Dr. Gerhard Vinken (Bamberg):Homogenisierung, Festivalisierung, Branding. Stadtbildpflege und Tourismus  

10:30 Uhr – Kaffeepause  

11:00 Uhr Dr. Daniela Spiegel (Weimar): „…wie es zu Zeiten des ersten Imperiums von Augustus war.  

11:45 Uhr
Dr. Axel Klausmeier (Berlin): Das Ringen um Authentizität – Zur Inszenierung und Vermittlung von Geschichte in Gedenkstätten.  

12:30 Uhr – Imbiss

13:15 Uhr
Dr. Martin Bredenbeck (Bonn): Echt? Inszeniert? Darstellung und Vermittlung von Alltag und Denkmal in Heimat- und Stadtmuseen  

14:00 Uhr
Dr. Stefanie Samida (Heidelberg):Embodied History – Reenactment als physisches Erlebnis  

14:45 Uhr – Kaffeepause  

15:15 Uhr
Dr. Hannes Napierala (Meßkirch): Zeitreise als Sinnesreise – erlebbare Geschichte am Beispiel Campus Galli, der karolingischen Klosterbaustelle bei Meßkirch, Landkreis. Sigmaringen  

16:00 Uhr
Sonja Dittebrandt, M.A. (Nettersheim): Archäologie erleben – die Grabungscamps im römischen vicus Nettersheim  

16:45 Uhr
Prof. Dr. Norbert Nußbaum (Köln): Résumé

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