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Elena Meilicke | 21.03.2016 | 1281 Aufrufe | Diskussionen

Kleine Formen, große Formen in der
Gegenwartsliteratur (Teil 2)

Merkur-Gespräch vom 08.02.2015 im Grünen Salon der Volksbühne, Berlin

Nicht das Ende des Romans, sondern kleine und große Formen in der Gegenwartsliteratur stehen im Mittelpunkt des 3. Merkur-Gesprächs. Im zweitenTeil diskutieren die Schriftsteller Kathrin Röggla und Ulrich Peltzer über große Formen der Literatur, insbesondere über den Roman als Literaturgattung des 20. Jahrhunderts sowie den damit verbundenen Anspruch auf Totalität, Kohärenz und Welterklärung.

00:03 Einführung Ekkehard Knörer
01:57 Gespräch Kathrin Röggla und Ulrich Peltzer

Videoreihe "Merkur-Gespräche"
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3. Merkur-Gespräch

Literatur findet heute nicht mehr nur in Büchern statt – sondern auch auf den Bildschirmen von iPads und Kindles, von Smartphones und Laptops. Gelesen wird überall und zwischendurch, geschrieben auch. Es wird in Echtzeit getwittert, gebloggt, gepostet, und abseits der großen Verlage hat sich eine rege Szene unabhängiger E-book-Verlage und Print-on-Demand-Plattformen herausgebildet. Das Schreiben im Netz favorisiert die kleinen Formen, es entstehen Kurz- und Kürzestschreibweisen, die eingefahrene Vorstellungen von Literatur über den Haufen werfen: Twitteratur. Was genau passiert da im Moment und wie verändert es unseren Begriff von Literatur? Und was bedeutet die Explosion kleiner digitaler Formen für alteingesessene Gattungen wie den Roman? Hat der Roman als Beschreibung von Gegenwart ausgedient? Oder reagiert er auf die Herausforderungen durch neue Schreibweisen mit Innovation? Die traditionell an den Roman gestellten Erwartungen von Welthaltigkeit und Totalität scheinen nicht mehr erfüllbar – muss man deshalb den „Niedergang des Romans“ (Ingo Meyer im Merkur) ausrufen oder erfordert eine zunehmend in Teilöffentlichkeiten zersplitterte Gegenwart umgekehrt die Wiederbelebung und Neubestimmung des Romans?

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