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Elena Meilicke | 02.02.2016 | 989 Aufrufe | Ankündigungen

Merkur-Gespräche 3: Kleine Formen, große Formen in der Gegenwartsliteratur

8. Februar 2016 im Grünen Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, Berlin, 19 Uhr

Literatur findet heute nicht mehr nur in Büchern statt – sondern auch auf den Bildschirmen von iPads und Kindles, von Smartphones und Laptops. Gelesen wird überall und zwischendurch, geschrieben auch. Es wird in Echtzeit getwittert, gebloggt, gepostet, und abseits der großen Verlage hat sich eine rege Szene unabhängiger E-book-Verlage und Print-on-Demand-Plattformen herausgebildet. Das Schreiben im Netz favorisiert die kleinen Formen, es entstehen Kurz- und Kürzestschreibweisen, die eingefahrene Vorstellungen von Literatur über den Haufen werfen: Twitteratur. Was genau passiert da im Moment und wie verändert es unseren Begriff von Literatur? Und was bedeutet die Explosion kleiner digitaler Formen für alteingesessene Gattungen wie den Roman? Hat der Roman als Beschreibung von Gegenwart ausgedient? Oder reagiert er auf die Herausforderungen durch neue Schreibweisen mit Innovation? Die traditionell an den Roman gestellten Erwartungen von Welthaltigkeit und Totalität scheinen nicht mehr erfüllbar – muss man deshalb den „Niedergang des Romans“ (Ingo Meyer im Merkur) ausrufen oder erfordert eine zunehmend in Teilöffentlichkeiten zersplitterte Gegenwart umgekehrt die Wiederbelebung und Neubestimmung des Romans?  

Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 8. Februar 2016 im Grünen Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter redaktion@merkur-zeitschrift.de.  

TeilnehmerInnen
Kathrin Passig ist Autorin und Netzexpertin.
Holger Schulze ist Kulturwissenschaftler und Professor für Musikwissenschaft in Kopenhagen und betreibt den Blog mediumflow.
Kathrin Röggla ist Schriftstellerin, sie schreibt Prosa (auch Romane) und Theaterstücke.
Ulrich Peltzer ist Schriftsteller und schreibt Romane.
Eva Geulen ist Literaturwissenschaftlerin und Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung in Berlin.
Christian Demand ist Herausgeber des Merkur.
Ekkehard Knörer ist Redakteur des Merkur.  

Programm
19:00 Begrüßung durch Christian Demand und Ekkehard Knörer  
19:15 Kathrin Passig und Holger Schulze über neue kleine Formen  
19:45 Kathrin Röggla und Ulrich Peltzer über die Möglichkeit des Romans  
20:15 Kurze Pause  
20:30 Diskussion mit Eva Geulen, Kathrin Passig, Holger Schulze, Kathrin Röggla und Ulrich Peltzer  
21:00 Verabschiedung durch Christian Demand und Ekkehard Knörer

Die Merkur-Gespräche werden finanziell unterstützt von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der Gerda Henkel Stiftung.  

Kontakt
Redaktion Merkur im Klett-Cotta Verlag
Mommsenstr. 27, 10629 Berlin
Tel.: 030/327 09-414 - Fax: 030/327 09-415
redaktion@merkur-zeitschrift.de
www.merkur-zeitschrift.de  

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