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M.A., M.Ed. Joana Seiffert | 10.01.2013 | 1635 Aufrufe | Veranstaltungen

Abendvortrag: „Der Norden, der Dortmunder Wedding, gehört den Arbeitern!“ Politische Gewalt im Dortmunder Norden am Ende der Weimarer Republik

17.01.2013 | Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache; Beginn: 19:00 Uhr

„Der Norden, der Dortmunder Wedding, gehört den Arbeitern!“ Politische Gewalt im Dortmunder Norden am Ende der Weimarer Republik
von Joana Seiffert

In den letzten Jahren der Weimarer Republik avancierte der Dortmunder Norden, in jener Zeit eine regionale Hochburg der KPD, zu einem Brennpunkt politischer Gewalt. In nicht selten blutigen Auseinandersetzungen suchten die Kommunisten ihre „Festung“ gegen die Eroberungsversuche ihrer politischen Feinde zu verteidigen. Die Nationalsozialisten trafen im Norden Dortmunds auf die wohl massivste Gegenwehr, was dazu führte, dass die Kämpfe um diesen Stadtteil mehr und mehr an Symbolgehalt gewannen.

In dem Vortrag werden einzelne Fälle politischer Gewalt einer genaueren Betrachtung unterzogen, um auf diese Weise die ganz eigene Dynamik und Eskalationslogik gewaltsamer Auseinandersetzungen sowie die Handlungs- und Deutungsmuster der an ihnen beteiligten Akteure aufzuzeigen. Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass insbesondere die Wahrnehmung des Dortmunder Nordens als einer „roten Hochburg“ und einer Art „Stadt für sich“, nicht nur durch die Kommunisten und Nationalsozialisten, sondern gerade auch durch die Dortmunder Polizei, einen wesentliche Beitrag zur Eskalation der Gewalt bis hin zum so genannten „Dortmunder Blutsonntag“ geleistet hat.

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstraße 50
44147 Dortmund

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Maikundgebung auf dem Republikplatz (heute Nordmarkt) in der Dortmunder Nordstadt am 1. Mai 1929

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