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Georgios Chatzoudis | 01.05.2014 | 822 Aufrufe | Interviews

1. Mai, Tag der Arbeit - "Globale Angleichung nach unten"

Interview mit Andrea Komlosy über Idee und Konzept von Arbeit

Die Teilnehmer der Zweiten Internationalen erklärten 1889 den 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterbewegung, der vor allem an die blutige Niederschagung einer Arbeiterversammlung drei Jahre zuvor in Chicago erinnern sollte. Als Ritualtag der arbeitenden Klasse war und ist er an ein bestimmtes Verständnis von Arbeit gebunden, das sich im Laufe des 19. Jahrhunderts in den industrialisierten Gesellschaften herausgebildet hat - die bürokratisch organisierte Lohn- und Erwerbsarbeit. Doch Arbeit sah nicht immer so aus - weder in den Jahrhunderten davor, noch in der Zeit danach. Wir haben mit der Historikerin Prof. Dr. Andrea Komlosy vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Univerität Wien über das Verständnis von Arbeit in globalhistorischer Perspektive gesprochen.

Inhaltsübersicht
00:00 Der 1. Mai ist keine Antwort mehr auf die Arbeit von heute
01:46 Der Tag der Arbeit im Verständnis von Migrantengruppen
03:26 Klassische Erwerbsbiographien vs. Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse
05:28 Ist Arbeit heute noch der zentrale Bezugspunkt für eine menschliche Biografie?
09:18 Das Verständis von Arbeit in anderen Weltregionen
11:14 Die Geschichte der Arbeit im 13. Jahrhundert
12:33 Welche Rolle spielt Religion im Zusammenhang mit Arbeit?
16:34 Eine Gesellschaft ohne Arbeit? Kann oder sollte es sie geben?

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