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Georgios Chatzoudis | 10.09.2012 | 4661 Aufrufe | 1 1 Kommentar | Vorträge

L.I.S.A.Lecture
Kunstfälschung am Beispiel des Falls Beltracchi

Vortrag von Tina Öcal

Sind Kunstfälschungen trotzdem Kunst und welchen Platz nehmen sie in der Kunstgeschichte ein? Diesen und anderen Frage geht die Kunsthistorikerin Tina Öcal am Beispiel des Fälschungsskandals um Wolfgang Beltracchi nach.

Zum Hintergrund: Mit gefälschten Bildern und erfundenen Werken hat Wolfgang Beltracchi nicht nur Kunstliebhaber sondern auch Fachleute über Jahre hinweg genarrt. Um seinen Fälschungen auf die Schliche zu kommen, war interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich. Anwälte, Polizisten und Detektive sowie Kunsthistoriker haben die Arbeiten Beltracchis gemeinsam unter die Lupe genommen und schließlich als Fälschungen entlarvt. Fälschungen, mit denen Beltracchi und sein Team Millionen verdient haben.

In der Villa Lessing in Saarbrücken kamen Anfang Juli Nachwuchswissenschaftler verschiedener Studienrichtungen zu einem Blockseminar zusammen, um sich über Kunst, Kultur und Recht auszutauschen. Eingeladen hatten Prof. Dr. Michael Martinek und Privatdozent Dr. Michael Anton von der Universität des Saarlandes. Ein Schwerpunktthema war der Fall Beltracchi, dem sich die Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung Tina Öcal aus kunsthistorischer Perspektive genähert hat.

Sehen Sie dazu die Videoaufzeichnung ihres Vortrags Encore une fois? Die Wiedergeburt der Klassischen Moderne in den Fälschungen Wolfgang Beltracchis und ihre kunsthistorischen Dimensionen.

Kommentar

von Werner Reiter | 11.09.2012 | 20:44 Uhr
Ich finde zwar diesen Vortrag sehr interessant, aber er ist im Inhalt nicht wesentlich anders
als andere. Warum: Es kommt nicht wirklich etwas heraus dabei, bei diesen Präsentationen gegen Kunstfälschungen.
Man wehrt sich zwar öffentlich energisch über Kunstfälschungen, gleichzeitig macht man aber nichts dagegen. Warum:
Weil durch Kunstfälschungen ein ganzer Wirtschaftszweig lebt davon - und zwar nicht schlecht! Man wert sich verbissen dagegen, dass Maßnahmen für eine Verbesserung in der Kunst - Branche im 21. Jahrhundert eingeleitet werden müssen. Dennoch macht man nichts dagegen. Dann darf man auch nicht jammern wenn etwas manipulatives in dieser Branche passiert. Außer man tut etwas dagegen. Erst wenn wir umdenken, und eine Neue Ära zur Sicherheit für die Kunst einleiten, kann man sagen, dass die nächste Kultur - Generation von unserem Vorhaben profitieren wird, Kunst zu genießen - und zwar das absolute Original. Und keine plumpe Fälschung! Alles andere ist ein pseudo Gerede!

Meint: www.fingerprint-on-art.com

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