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Bernd Vogenbeck | 13.08.2018 | 621 Aufrufe | 2 2 Kommentare | Diskussionen

Der verführerische Glanz des Imperiums. Türkischer Neo-Osmanismus und seine Folgen für Europa und Nahost

Körber History Forum 2018

1923 markierte der Vertrag von Lausanne das Ende des türkischen Unabhängigkeitskrieges unter Mustafa Kemal Atatürk und gleichzeitig die Geburt der modernen Türkei und ihrer Staatsgrenzen. Unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan erfährt das osmanische Erbe in der Türkei seit einigen Jahren eine konsequente Wiederbelebung. Welche Bedeutung haben das Osmanische Imperium und seine Geschichte für die Türkei heute? Was bedeutet der Neo-Osmanismus für das europäisch-türkische Verhältnis und für die Nachbarländer in der Region? Es diskutieren auf dem Körber History Forum 2018 Suat Kınıklıoğlu (Institute for Security and Development Policy, Stockholm), Abdulhamit Kırmızı (Istanbul Şehir Universität, Istanbul), İlber Ortaylı (Galatasaray Universität, Istanbul) und Eugene Rogan (St. Antony's College, Oxford) Moderiert wird die Debatte von Almut Wieland-Karimi (Zentrum für Internationale Friedenseinsätze, Berlin).

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Kommentar

von Rudolf Steinmetz | 15.08.2018 | 20:07 Uhr
Eine mehr fragwürdige Hypothese! Denn die Klammer des multiethnischen, osmanischen Reiches war der Islam, jingegen jene der modernen Türkei ist der pantürkische Rassismus. Erdogan ist demnach ein Atatürk reinsten Wassers. Der Islam ist nichts weiter als eine Camouflage - so wie in Saufi Arabien etc.

Kommentar

von Stefanie Malik | 19.08.2018 | 03:46 Uhr
Was Rudolf Steinmetz schreibt, stimmt. Das Gerede vom Neoosmanismus ist wohl doch mehr Orientphantasie des Westens als eine Erklärung für Erdogans Politik und führt in die Irre. Erdogan steht im Zeichen von Atatürks türkischen Nationalismus. Und der Klügste auf dem Podium, der auch dieses Verhältnis klar sieht, scheint mir Abdulhamit Kırmızı zu sein.

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