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Der Schatz von Preslav

EPISODE 1 | Ein wahrer Schatz

Der Schatz von Preslav, ein rund 640 Gramm schwerer Schmuckfund, wurde Ende der 1970er Jahre in der ostbulgarischen Stadt Preslav entdeckt und ausgegraben. Nun soll der Fund im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz genauer untersucht werden, um bestimmen zu können, wer den Schatz von Preslav einst trug, wo er hergestellt wurde und wie er nach Preslav gelangte. Denn für Bulgarien ist der Schatz von Preslav mehr als ein archäologischer Fund, sondern ebenso Mythos und Legende, die für ein ehemaliges, unabhängiges und mächtiges bulgarisches Reich stehen. 

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Das Projekt
Der Schatz von Preslav wurde im Winter 1978 von Bauern in der ostbulgarischen Stadt Preslav gefunden, nahe des ehemaligen Zarenpalastes. Der Fund, zu dem über 180 goldene, silberne, vergoldete und emaillierte Objekte zählen, wurde von Archäologen ausgegraben und geborgen. Im Rahmen eines am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz unter der Leitung von Prof. Dr. Falko Daim angesiedelten bulgarisch-­deutschen Kooperationsprojekts soll der Fund nun erforscht werden. Partner sind das Archäologische Institut der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften und das Museum „Veliki Preslav“ in Preslav, die einer vorübergehenden Ausfuhr des Schatzes für eine fachgerechte Restaurierung in Mainz zugestimmt haben. Im Mittelpunkt stehen kunst- und kulturhistorische Untersuchungen sowie naturwissenschaftliche und goldschmiedetechnische Fragestellungen. Neben den Schmuckstücken, Diademplatten, Kugelknöpfen, kleinen spindelförmigen und runden Anhängern, einem goldgefassten Bergkristallsiegel und Blechapplikationen mit Ösen zur Befestigung an Gewändern, fanden die Archäologen außerdem silberne Teile eines Gefäßrandes, zwei Löffel sowie 15 Silbermünzen der byzantinischen Kaiser Konstantin VII. und Romanos II. (gemeinsame Regierungszeit 945 – 959), die darauf hinweisen, dass der Schatz in der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts verborgen worden ist.

Projektleitung:

Prof. Dr. Falko Daim

Ort:

Mainz

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