Login

Registrieren
merken

Der Schatz von Preslav

EPISODE 5 | Das Generalinterview mit Univ.-Prof. Dr. Falko Daim

Der Wert des Preslav-Schatzes für die Wissenschaft ist einzigartig, nicht zuletzt aufgrund der eindeutigen Provenienz des Schatzes. Doch auch die Untersuchungen selbst haben eine herausragende Bedeutung, denn in dem von Prof. Dr. Falko Daim geleiteten Forschungsprojekt handelt es sich um eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die lange Zeit nicht möglich war. Im Generalinterview erläutert Falko Daim die Herausforderungen, die sich durch das besondere Projekt ergeben, doch geht ebenso auf das Wissens- und Forschungsfundament sowie die Ziele der Untersuchungen und seine persönliche Faszination ein. 

Google Maps

Das Projekt
Der Schatz von Preslav wurde im Winter 1978 von Bauern in der ostbulgarischen Stadt Preslav gefunden, nahe des ehemaligen Zarenpalastes. Der Fund, zu dem über 180 goldene, silberne, vergoldete und emaillierte Objekte zählen, wurde von Archäologen ausgegraben und geborgen. Im Rahmen eines am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz unter der Leitung von Prof. Dr. Falko Daim angesiedelten bulgarisch-­deutschen Kooperationsprojekts soll der Fund nun erforscht werden. Partner sind das Archäologische Institut der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften und das Museum „Veliki Preslav“ in Preslav, die einer vorübergehenden Ausfuhr des Schatzes für eine fachgerechte Restaurierung in Mainz zugestimmt haben. Im Mittelpunkt stehen kunst- und kulturhistorische Untersuchungen sowie naturwissenschaftliche und goldschmiedetechnische Fragestellungen. Neben den Schmuckstücken, Diademplatten, Kugelknöpfen, kleinen spindelförmigen und runden Anhängern, einem goldgefassten Bergkristallsiegel und Blechapplikationen mit Ösen zur Befestigung an Gewändern, fanden die Archäologen außerdem silberne Teile eines Gefäßrandes, zwei Löffel sowie 15 Silbermünzen der byzantinischen Kaiser Konstantin VII. und Romanos II. (gemeinsame Regierungszeit 945 – 959), die darauf hinweisen, dass der Schatz in der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts verborgen worden ist.

Projektleitung:

Prof. Dr. Falko Daim

Ort:

Mainz

Kommentar erstellen

DIVDSB