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Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer | 31.03.2018 | 700 Aufrufe | Artikel

Drei a.r.t.e.s.-Alumni erhalten Offermann-Hergarten-Preise

Dissertationen von Stefanie Coché, Marcel Danner und Michael Homberg ausgezeichnet

Jährlich verleiht die Offermann-Hergarten-Stiftung Preise an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, um ihre bereits erfolgreich veröffentlichten Dissertationen zu honorieren und besondere geisteswissenschaftliche Leistungen an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln auszuzeichnen. Rückblickend auf 2017 wurden nun in einem feierlichen Festakt fünf Dissertationen ausgezeichnet, von denen drei Preisträgerinnen und Preisträger die a.r.t.e.s.-Alumni Stefanie Coché, Marcel Danner und Michael Homberg sind. Die Auszeichnungen sind nicht nur eine Anerkennung der Forschungen unserer Alumni, sondern bestärken auch die Förderung, die a.r.t.e.s. seinen Promovierenden im Integrated Track zukommen lässt. Neben unseren Alumni wurden auch Dr. Sidonia Bauer (für „La poésie vécue d'André Velter“) und Dr. Kristoff Kerl (für „Männlichkeit und moderner Antisemitismus“) mit Preisen der Stiftung ausgezeichnet. a.r.t.e.s. freut sich über den Erfolg aller Preisträgerinnen und Preisträger, und wünscht ihnen weiterhin viel Erfolg bei den wissenschaftlichen Laufbahnen!

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Die Preisträgerin Stefanie Coché

Stefanie Cochés Dissertation „Psychiatrie und Gesellschaft. Psychiatrische Einweisungspraxis im Dritten Reich, in der DDR und der Bundesrepublik 1941–1963“ ist deutschlandweit mit Preisen ausgezeichnet und besprochen worden. Die Arbeit deckt ihre vielfältigen Forschungsschwerpunkte ab, die sie als Promotionsstipendiatin im a.r.t.e.s. Integrated Track zwischen 2012 und 2014 in einem interdisziplinären Kontext ausweiten konnte:

„Ich denke, dass meine Dissertation so viel Anklang erhält, weil sie ein Thema aufgreift, das bei vielen unterschiedlichen Gruppen auf Interesse stößt. In der Einweisungspraxis wird letztlich verhandelt, was in einer Gesellschaft als ‚normal‘ und tolerierbar gilt. Dies interessiert Zeithistoriker ebenso wie Mediziner, aber auch Laien.“

Die breit angelegte Dissertation im Spannungsfeld von Zeit- und Medizingeschichte wurde nicht nur mit dem Offermann-Hergarten-Preis ausgezeichnet, sondern zuvor bereits u. a. mit dem Herbert-Steiner-Preis des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und dem Dalberg-Preis Thüringer Akademiepreis für transdisziplinäre Nachwuchsforschung.

Der Preisträger Marcel Danner

Als a.r.t.e.s.-Stipendiat von 2009 bis 2012 hat sich Marcel Danner während seines Promotionsstudiums mit „Wohnkultur im spätantiken Ostia“ auseinandergesetzt und damit seinen Forschungsschwerpunkt auf die römische Wohnkultur, antike Architektur und Urbanistik gesetzt. Dass eine wissenschaftliche Laufbahn sowohl von Hoch- und Tiefphasen gekennzeichnet sein kann, hat Marcel Danner mehrfach erfahren:

„Mein akademischer Werdegang ist – wie der vieler anderen Kolleginnen und Kollegen – auch durch Zäsuren und prekäre Phasen gekennzeichnet. Dies war bei allem Eifer und aller Begeisterung, mit der ich mich der Forschung widme, beizeiten ernüchternd. Doch Auszeichnungen wie das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts und der Offermann-Hergarten-Preis bestärken mich darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.“

Mit seiner derzeitigen Anstellung als Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg verfolgt Marcel Danner seine wissenschaftliche Karriere erfolgreich weiter.

Der Preisträger Michael Homberg

Im Rahmen des Promotionsstipendiums von a.r.t.e.s. hat Michael Homberg von 2013 bis 2015 seine Dissertation „Reporter-Streifzüge. Metropolitane Nachrichtenkultur und die Wahrnehmung der Welt, 1870–1918“ fertiggestellt und veröffentlicht. Dabei hat ihm a.r.t.e.s. einen wichtigen Rahmen geboten:

„Eine Forschungsarbeit ist immer ein Abenteuer. Dabei verfolgt man mitunter auch manche Irrwege. a.r.t.e.s. hat mir gerade in der Konzeptionsphase die Zeit gegeben, verschiedenen Spuren zu folgen und mich dabei mit einer interdisziplinären Wegkarte ausgestattet. Dass ich in der Folge auch buchstäblich meine Reisen in die Archive und Bibliotheken in aller Welt unternehmen konnte, hat mir natürlich auch geholfen, meine Dissertation erfolgreich abzuschließen.“

Mit seiner Dissertation zur Sozial- und Kulturgeschichte des Journalismus der langen Jahrhundertwende schaffte Michael Homberg kürzlich den Sprung auf die Shortlist des Opus Primum – Föderpreises der VolkswagenStiftung 2017. In seinem aktuellen Forschungsvorhaben widmet er sich der Globalen Arbeitsmigration in der Computerindustrie zwischen der Bundesrepublik Deutschland, den USA und Indien von den 1950er bis 1990er Jahren. Seit Januar 2018 weilt er als Feodor Lynen Fellow an der Stanford University und der UC Berkeley.

Wir danken Stefanie Coché, Marcel Danner und Michael Homberg für Ihre Statements!

 

von Marie-Louise Wahle
(a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne)

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