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Dr. Britta Marzi | 29.03.2015 | 359 Aufrufe | Ankündigungen

Deutschland und die Niederlande im 20. Jahrhundert – Bilateral, regional oder europäisch?

Call for Papers des Arbeitskreises Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG/WDNG), der Radboud Universiteit Nijmegen und des Duitsland Instituut Amsterdam

Der Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG) organisiert seit 2010 jährliche Workshops, um laufende Forschungsprojekte vorzustellen und kritisch zu diskutieren. Zeitlich liegt der Schwerpunkt des Arbeitskreises auf dem 20. Jahrhundert. Die Arbeitssprachen sind Deutsch, Niederländisch und Englisch.

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Einladung zum Call for Papers 2015 des ADNG.

Der diesjährige Workshop wird von der Radboud Universität Nijmegen im Zusammenarbeit mit dem Graduiertenkolleg am Duitsland Instituut Amsterdam organisiert und rückt das folgende Thema in den Mittelpunkt:

Bilateral, regional oder europäisch?
In den letzten Jahrzehnten wurde der klassische nationale Fokus der Geschichtsschreibung durch neue Ansätze immer wieder in Frage gestellt. In historischen, politikwissenschaftlichen und kulturellen Studien haben sich transnationale, regionale oder europäische Forschungsrahmen zusehends durchgesetzt. Durch diese Pluralisierung der räumlichen Bezüge stellt sich jedoch bei jedem spezifischen Forschungsthema umso drängender die Frage nach dem geeigneten Analyserahmen bzw. nach einem realistischen Projektansatz.
Der bilaterale Fokus des Arbeitskreises Deutsch-Niederländische Geschichte bietet einen interessanten Ausgangspunkt für derartige Überlegungen. Studien mit einem Fokus auf Europa brauchen neben der EU-europäischen Ebene oftmals eine gut begründete Auswahl an nationalen Fallstudien. Regionalforschung setzt dagegen in Bezug auf ihre Forschungsfragen oft Länder mit ausgeprägten Gemeinsamkeiten oder mit starken Verflechtungen voraus. Die Niederlande und Deutschland treten somit entweder als zwei mögliche Fallstudien in einem europäischen Rahmen oder als Teil einer Großregion innerhalb Europas auf, oder auch schlicht als Länderpaar mit starken gemeinsamen historischen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Wurzeln. Anstelle der theoretischen Debatte über kontrastive Vergleiche und Verflechtung/Transfer will der Workshop den Mehrwert des bilateralen Ansatzes anhand konkreter Studien zu den Niederlanden und/oder Deutschland interdisziplinär diskutieren.

Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Geschichte, Kultur-, Politik- und Literaturwissenschaft sind herzlich eingeladen, einen Vortrag zu ihren Forschungsprojekten einzureichen, der sich mit derartigen übernationalen Fragestellungen befasst. Vorträge können auf Deutsch, Niederländisch oder Englisch gehalten werden. Die Universität Nijmegen übernimmt für Referentinnen und Referenten die Reisekosten und die Übernachtung in Nijmegen.
Außerdem können sich Studierende und Graduierte, die zu Themen der deutsch-niederländischen Geschichte im 20. Jahrhundert im Allgemeinen arbeiten, für eine Poster-Präsentation ihrer Arbeiten bewerben.

Wir bitten jeweils um die Zusendung von Abstracts (500 Wörter) mit einem kurzen Lebenslauf bis zum 1. Mai 2015 (Vorträge) bzw. 1. Juni 2015 (Poster) an:
Liesbeth van de Grift, Institut für deutsche Sprache und Kultur, l.vandegrift@let.ru.nl
Wim van Meurs, Institut für Geschichte, w.v.meurs@let.ru.nl
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Liesbeth van de Grift (0031-24-36 15753)
Wim van Meurs (0031-24-36 11811)
Radboud Universiteit Nijmegen
Letteren Faculteit
Erasmusplein 1
6525 HT Nijmegen
Niederlande

Siehe auch: http://adngwdng.hypotheses.org/51

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