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Georgios Chatzoudis | 13.12.2013 | 2360 Aufrufe | Vorträge

Brandenburg und Preußen, Brandenburg-Preußen, Königreich Preußen (1415-1701) - Etappen der Staatsbildung aus der Sicht Polens

Perspektivwechsel | Vortrag von Dr. Grischa Vercamer

Der polnische Blick auf Brandenburg-Preußen und das Königreich Preußen ist von Historikern bisher wenig beachtet worden. Das gilt vor allem für die Zeit, als das Königreich Polen in Personalunion mit dem Großfürstentum Litauen noch größer und mächtiger als Brandenburg-Preußen war. Dabei waren die Kontakte zwischen beiden verschiedenen Staatsgebilden recht eng - man heiratete untereinander und die polnische Sprache gehörte zum Repertoire der hohenzollernschen Fürsten. Der Mediävist Dr. Grischa Vercamer vom Deutschen Historischen Institut in Warschau beleuchtet in seinem Vortrag die Geschichte der polnisch-preußischen Beziehungen vom späten Mittelalter bis zu Friedrich II.

Videoreihe "Perspektivwechsel Brandenburg-Preußen"

Die Diskussion - moderiert Dr. Michael Kaiser

Zum Hintergrund der Tagung
(11. Oktober 2013 im Theaterbau von Schloss Charlottenburg)

2015 sind 600 Jahre vergangen, seit die Hohenzollern in die Mark Brandenburg gekommen sind. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), der Stiftung Preußische Seehandlung, L.I.S.A., das Wissenschaftportal der Gerda Henkel Stiftung und perspectivia.net, die Onlinepublikationsplattform der Max Weber Stiftung, nahmen dieses Datum zum Anlass, um die brandenburgisch-preußische Historie unter den Hohenzollern aus anderer Perspektive neu zu betrachten.

Noch immer sind das Bild der Hohenzollern und ihre Wirkungsgeschichte durch die Interpretationen und Konstruktionen des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt, als man in den Hohenzollernherrschern die einzigen herausragenden und bestimmenden Persönlichkeiten der deutschen Geschichte sah. Deren Weg sei klar vorgezeichnet, geradlinig und vorbildlich gewesen; er habe zum geeinigten Deutschland geführt. Andere Entwicklungen wurden weitgehend ausgeblendet. Vor allem kunst- und kulturhistorische Aspekte spielten bei der Betrachtung der Hohenzollernherrscher kaum eine Rolle.

Der „Perspektivwechsel“ soll den Blickwinkel auf die Geschichte Brandenburg-Preußens und seines Herrscherhauses weiten und wichtige, bislang nicht ins Auge gefasste Aspekte dieser Vergangenheit in den Mittelpunkt stellen. Heute gilt es, über die enge Sicht auf die Hohenzollernherrscher und die Ebene der brandenburgisch-preußischen Quellen hinauszuschauen. Nötig ist, als Basis alles Weiteren, der Blick von außen auf die Geschichte des Staates und seiner Herrscher.

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