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Can Tunc | 03.11.2013 | 868 Aufrufe | Ankündigungen

Renate Mayntz: "Markt oder Staat? Kooperationsprobleme in der Europäischen Union"

Vortragsreihe "Europa in der Krise. Problemdiagnose und Zukunftsperspektiven"

In der zweiten Veranstaltung der Vortragsreihe „Europa in der Krise. Problemdiagnose und Zukunftsperspektiven“ im Rahmen des Jahresthemas 2013|14 stehen die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit in der Europäischen Union im Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund ideengeschichtlicher Überlegungen zum Verhältnis von Markt und Staat fragt die Soziologin Renate Mayntz nach den Ursachen der Kooperationsprobleme, mit denen es die EU zu tun hat, wenn für alle Mitgliedstaaten verbindliche Entscheidungen getroffen werden sollen. Zum öffentlichen Vortrag am 06. November 2013 laden wir Sie herzlich ein:

EUROPA IN DER KRISE. PROBLEMDIAGNOSE UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN
Renate Mayntz:  Markt oder Staat? Kooperationsprobleme in der Europäischen Union

Mittwoch, 06. November 2013, 19 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Markt oder Staat? Kooperationsprobleme in der Europäischen Union
Renate Mayntz
Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung | Köln
Akademiemitglied

Moderation: Jürgen Gerhards
Freie Universität Berlin
Akademiemitglied

Die Tatsache, dass ein politisch gewollter gemeinsamer Markt die Basis der Europäischen Union ist, begründet ein grundsätzliches Spannungsverhältnis der Ordnungsprinzipien Markt und Staat. Am Beispiel von Entscheidungen zur Regulierung der Finanzmärkte zeigt Renate Mayntz, dass hinter den dabei aufgetretenen Kooperationsproblemen politische ebenso wie ökonomische Interessen der Mitgliedstaaten stehen. Wirtschaftliche und politische Interessen stehen jedoch nicht in Gegensatz zueinander, sondern verschmelzen zu ökonomischen Staatsinteressen. Die Kooperationsprobleme in der Europäischen Union sind kein vermeidbarer Mangel, sondern hängen mit ihrer Struktur und Verfassung zusammen.  

In der Vortragsreihe „Europa in der Krise. Problemdiagnose und Zukunftsperspektiven“ kommen Akademiemitglieder und Gäste zu Wort, die ihre Arbeiten, Fragestellungen und Thesen zum krisenhaften Europa präsentieren und zur Diskussion stellen. Mit den Vorträgen leistet die Akademie einen Beitrag zu den aktuellen Debatten über die Zukunft der Europäischen Union und versucht zugleich, diese durch das Einbeziehen wissenschaftlicher Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen zu versachlichen. Die Reihe findet in Kooperation mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, statt.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe finden Sie unter:
http://jahresthema.bbaw.de/

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