Anmelden

Login

merken
Georgios Chatzoudis | 02.07.2012 | 4702 Aufrufe | Dokumentarfilme

L.I.S.A.Lesung
aus dem Nachlass von Wilhelm Heinse

Einführung von Prof. Dr. Markus Bernauer

Wenige Jahre vor Goethe bereiste der deutsche Dichter Wilhelm Heinse von 1780 bis 1783 die Schweiz und Italien. Als Schriftsteller in Deutschland schon vor seiner Reise berühmt und skandalträchtig, brachte er das Material zu einem Roman zurück, der als erster Künstler- und Renaissanceroman der europäischen Literatur Furore machte und wegen der erotischen Szenen für einen gewaltigen Skandal sorgte: Ardinghello. Auf der Reise entstanden auch zahlreiche Briefe und umfangreiche Aufzeichnungen. Vor der Natur der Schweiz und Italiens und vor den Statuen der Antike und den Bildern der Renaissance entwickelte Heinse sein Sehen und seine Kunst. Indem er den Sinnen eine Sprache gab, erneuerte er die deutsche Literatur und die deutsche Sprache wie wenig andere neben ihm.

 

Prof. Dr. Markus Bernauer

Videoreihe "L.I.S.A.Lecture"

Die Schauspieler und Synchronsprecher Friedhelm Ptok und Sabine Falkenberg haben am 9. Februar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aus Wilhelm Heinses Nachlass gelesen. Hintergrund der Lesung ist ein umfangreiches und mehrjähriges Editionsprojekt, das die Gerda Henkel Stiftung gefördert hat. Das Ergebnis sind zwei Textbände sowie drei Kommentarbände, die den Frankfurter Nachlass Heinses mit den gesamten Aufzeichnungen erstmals vollständig beinhalten. Die Herausgabe der Edition war in der Fachwelt wie auch in der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit auf breite Resonanz gestoßen. Das wiederum war Anlass, eine kleine Lesungsreihe zu veranstalten, wofür die renomierten Schauspieler und Sprecher Sabine Falkenberg und Friedhelm Ptok gewonnen werden konnten.

 

Nach Lesungen in Frankfurt am Main, Düsseldorf und Rom veranstalten wir gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eine letzte Lesung in Berlin, die wir aufgezeichnet haben und nun in insgesamt vier Episoden veröffentlichen werden.

 

Den Anfang macht heute die Einführung des Philologen Prof. Dr. Markus Bernauer vom Institut für Philosophie-, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin, der für die Herausgabe von Wilhelm Heinses Aufzeichnungen verantwortlich war.

 

In den kommenden vier Wochen stellen wir jeweils montags eine weitere Episode aus der Lesung ein.

Bildnis Heinses. Zeitgenössische Kopie nach einem Gemälde von Johann Friedrich Eich, 1779. Original in Johann Wilhelm Ludwig Gleims „Freundschaftstempel“; heute im Gleim-Haus, Halberstadt.

Unser Dank...

...geht vor allem an die Protagonisten der Lesung, Sabine Falkenberg und Friedhelm Ptok sowie an Prof. Dr. Markus Bernauer. Des Weiteren bedanken wir uns herzlich bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für die wunderbare Zusammenarbeit, insbesondere mit Frau Birte Bogatz.

 

Die Aufzeichnung der Lesung und die Produktion des Videos haben Anna-Caroline Merseburger und Ilja Drewniok übernommen, bei denen wir uns auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken.

Kommentar erstellen


PVOM3F