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Dr. Jörn Retterath | 31.10.2016 | 718 Aufrufe | Vorträge

"If time were abolutely kept". Rhythmen und Zeitgefühl im Eisenbahnzeitalter

Vortrag von Oliver Zimmer am Historischen Kolleg München

Fahrplan trifft soziale Rhythmen: In dieser Kurzformel kommt ein Verständnis des Eisenbahnzeitalters zum Ausdruck, das sich von den herkömmlichen Beschreibungen dieser wichtigsten Verkehrsinnovation des 19. Jahrhunderts unterscheidet. Die Eisenbahn wird damit nicht als eine die Wahrnehmung und das Verhalten harmonisierende Modernisierungswalze begriffen. Sie erscheint vielmehr als Innovation, die das Zeitgefühl der Menschen herausforderte, es je nach Situation und involviertem Milieu festigte, emotionalisierte oder veränderte. Die Eisenbahn gab den Takt an, indem sie die Lebensrhythmen der Menschen ein Stück weit in sich aufnahm.

Videoreihe "Historisches Kolleg München"
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