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Dipl.-Ing. Hermann Wenzel | 07.09.2019 | 191 Aufrufe | Artikel

Die Nomenklatur des Futhark

'Vermählung' der germanischen mit der semitischen Schriftkultur

Ein rätselhaftes Geheimnis umgibt die "Kunst der Runen". Mehrfach wird sie in der Epigraphik von Erilaz, den Runenmeistern beschworen. Runa selbst bedeutet Geheimnis. Die Edda beschreibt im Hâvamâl wie Odin vom Ast des Baums, dem man nicht ansehen kann aus welcher Wurzel er wächst, herabfiel und schreiend die Runen aufnahm. Dass er neun Hauptsprüche vom weisen Sohn Bölthorns lernte. Dass er zu gedeihen und zu denken begann und Wort aus dem Wort ihm das Wort verlieh und Werk aus dem Werk das Werk. - Fragen über Fragen stellt dieser kryptische Text. Was symbolisiert dieser geheimnisvolle Baum? Was bedeuten die neun Tage, die Odin an ihm hing und die neun Hauptsprüche? Was schrie Odin, als er die Runen aufnahm? Ihre Namen? 
Nach meinen Essays über die älteren und die jüngeren Runen in diesem Wissenschaftsportal, versuche ich in dieser Abhandlung Fragen zu stellen, um dem tieferen Wesen der Runen näher zu kommen.
Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Ordnung, die Nomenklatur der 24 Runen-Namen, sowie die "Vermählung" der germanischen mit der semitischen Schriftkultur. Antworten werden sich als eine komplexe, hermeneutische und mathematisch/astronomische Systematik einstellen. 
Zum Gefüge des Futhark wird mit überraschend eindeutigen Bezügen die Inschrift auf dem goldenen Horn von Gallehus gestellt.

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