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Jens Holger Jensen | 07.07.2016 | 673 Aufrufe | Artikel

Das Sachsenhäuser Westend - Die Schreyerstraße

Sachsenhausen näher betrachtet

Die Geschichtswerkstatt Gallus, eine Autorengemeinschaft aus dem Frankfurter Nordwesten liefert eine passende Antwort auf die Frage nach biographischen Informationen zu Hugo Greffenius. Der Diplom-Ingenieur Hugo Greffenius und dessen Familie waren Eigentümer einer Villa im Frankfurter Malerviertel. Dr. Heinz Schomann beschreibt die denkmalgeschützte Liegenschaft Schreyerstraße 4 - 6, in seinem Buch über das Frankfurter Malerviertel, als "Großbürgerliches Einfamilienhaus des neoklassizismus aus zwei Bauphasen - erichtet durch die Baufirma J.W. Proesler nach eigenen Plänen für Else Greffenius 1913 (Nord) bzw. Dr. Greffenius 1926 (Süd), wobei der auf dreieckigem Grundriss erbaute ältere Teil verschwand."

Einleitender Absatz der Dokumentation von Wolfgang H. Gebhardt

Google Maps

Geschichtswerkstatt Gallus

Bei der Geschichtswerkstatt Gallus handelt es sich um eine Autorengemeinschaft der u.a mehrere StadtteilHistoriker angehören. Diese Gemeinschaft wird allerdings auch von Persönlichkeiten unterstützt, die inzwischen nicht mehr in dem Quartier wohnhaft sind, aber dort aufgewachsen sind und dort ihre Jugend verbracht haben.
Dazu zählt auch Wolfgang H. Gebhardt, der sich mit seiner hohen Sachkompetenz als Fach-buchautor im Jahr 2014 mit der Geschichte des MIAG-Fahrzeugbaus in der Frankfurter Mainzer Landstraße beschäftigt hat. Die Beschäftigung mit der Historie von Nutzfahrzeuge gilt als Gebhardts Steckenpferd.
Seit vielen Jahren veröffentlichen die Mitglieder der Geschichtswerkstatt die Ergebnisse ihrer Recherchen in Büchern oder präsentieren diese in Ausstellungen.  Ebenfalls seit Jahren wird in regelmäßgen Abständen in sogenannten Infos über Historisches und Aktuelles aus dem Gallus in Wort und Bild berichtet. Dazu zählen Arbeiten der von Hanne und Jürgen Emrich, Irmgard Lauer-Seidelmann, Thomas Sock und Renate Ullrich. Die aktuelle  Info der Geschichts-werkstatt trägt die Nummer 41.

Information Nr. 22 vom Oktober 2014

In einer dieser Infos berichtete Wolfgang H. Gebhardt im Obtober 2014 unter der Überschrift "Die Geschichtswerkstatt Gallus berichtet:" über die Ergebnisse seiner Recherchen zum MIAG-Fahrzeugbau. Wie dieser interessanten Dokumentation zu entnehmen ist, gehen die Anfänge auf eine Frankfurter Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt Simon, Bühler & Baumann zurück, deren Teilhaber und spätere Alleineigentümer Dipl.-Ing. Hugo Rikard Greffenius wurde. Aus der späteren Greffenius AG entstand durch eine Fusion mit ehemaligen Mitbewerbern die MIAG (Mühlenbau und Industrieanlagen AG). Aus den Einträgen in den Frankfurter Hausstandsbüchern geht hervor, dass Hugo R. Greffenius am 10.10.1876 als drittes von vier Kindern, der aus Schwerin an der Warthe (dem heutigen Skwierzyna) gebürtigen Eheleute Carl Ludwig und Maria R. Greffenius, geb. Karg, in Bromberg (dem heutigen Bydgoszcz in Kujawien-Pommern) geboren wurde. Aus der Ehe von Hugo und Hildegard Greffenius, geb. Meininghaus und verw. von Britzke, gingen, wie dem Hausstandsbuch zu entnehmen ist, zwei Töchter hervor.

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Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt Hugo Greffenius

Gemäß dem beigefügten Geschäftsbrief, aus dem Jahr 1919, umfasste das Produktions- und Lieferprogramm, der aus dem Unternehmen Simon, Bühler & Baumann hervorgegangenen Firma, ein breites Spektrum. Haupterzeugnisse der Firma waren:

  • Komplette Brauereien
  • Anfertigungen von Maschinen und Apparaten
  • Komplette Sudhausanlagen, Reinigungs- und Sortiereinrichtungen
  • Mühlen, Siebvorrichtungen und Filter
  • Stahlfässer
  • Förderanlagen
  • Entstaubungsanlagen

Dabei handelt es sich aber offenbar nur um die Produkte aus der Abteilung Brauerei und Mälzereieinrichtungen.

Zoom

Quelle: Frankfurter Institut für Stadtgeschichte, Firmenbriefe, Signatur W4 /947 Bl. 1

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