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Urs Brachthäuser | 26.07.2013 | 1324 Aufrufe | Veranstaltungen

4. Bochumer Nachwuchsworkshop für MediterranistInnen: Mediterrane Grenzen - Grenzen des Mediterranen

15.11.2013 – 16.11.2013 | Ruhr-Universität Bochum

Das Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum lädt vom 15.11. bis 16.11.2013 zum 4. Bochumer Nachwuchsworkshop für MediterranistInnen ein.

Der Workshop richtet sich an Promovierende aus den Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, z.B. den Literatur-, Geschichts-, Religions- und Politikwissenschaften, archäologischen Wissenschaften, der Geographie, Ethnologie sowie allen verwandten Fächern. Die Veranstaltung soll NachwuchswissenschaftlerInnen Gelegenheit bieten, eigene Forschungsarbeiten und -ansätze im Bereich der Mittelmeerforschung in einem interdisziplinären Rahmen vorzustellen und zu diskutieren.

Unter dem Leitthema Mediterrane Grenzen – Grenzen des Mediterranen rückt der diesjährige Nachwuchsworkshop in historischer wie gegenwartsbezogener Perspektive die unterschiedlichen Ebenen, Konzepte und Vorstellungen von Grenzen des und Grenzen im Mittelmeerraum in den Fokus.

Phänomene von Grenzen und Grenzziehungen haben den Mittelmeerraum seit jeher gekennzeichnet. Migrationsproblematik, innereuropäische Spannungen im Zuge der Eurokrise oder auch Ungewissheiten angesichts politischer Umwälzungen und Krisen in nordafrikanischen und saharischen Ländern sind dabei nur die aktuellsten Entwicklungen, die die Relevanz der Frage nach Grenzen und Abgrenzungen deutlich machen.

Grenzregionen werden dabei zumeist als Räume politischen Wirkens verstanden, an denen sich die Souveränität und Sicherheit, aber auch die Einheit politischer Ordnungen manifestieren. Dass das Phänomen der Grenze hingegen deutlich vielschichtiger ist, hat die historische und sozialwissenschaftliche Forschung bereits mehrfach betont. So gelten Grenzen in Vergangenheit und Gegenwart nicht nur als Signifikanten und Manifestationen politischer Macht, die der Trennung von Regionen und Territorien dienen. Sie konstituieren zugleich Kontaktzonen, in denen komplexe Aushandlungsprozesse auf unterschiedlichsten Ebenen stattfinden.

Dieser Facettenreichtum von Grenzen im Mittelmeerraum soll im diesjährigen Nachwuchsworkshop in diachroner wie synchroner Perspektive betrachtet werden. Wir bitten daher um Beiträge, die Aspekte des Phänomens ‚Grenze’ im Mittelmeerraum aufgreifen und in ihren sozialen und historischen Kontexten darstellen. Theoretisch-methodische Beiträge zum Thema sind hierbei ebenso erwünscht wie Fallstudien und Untersuchungen zu konkreten Grenzerfahrungen von Individuen oder sozialen, politischen und religiösen Gemeinschaften in einem mediterranen Umfeld.

Leitfragen können sein:

  • Welche Bedeutung hat das Mittelmeer für die Erfahrung und Konstruktion von Grenzen?
  • Welche Praktiken und Strategien entwickelten und entwickeln MigrantInnen im Zuge mediterraner      Grenzziehungsprozesse?
  • Wie manifestieren sich Herrschaftsansprüche in Grenzräumen? Welche gegenhegemonialen Prozesse lassen sich beobachten?
  • Welche Rolle spielen Grenzräume als Zonen des Kontaktes, des Austausches und bei Transferprozessen, und wie schlägt sich dies in der materiellen sowie immateriellen Kultur mediterraner Gesellschaften nieder?
  • Wie wirken kulturelle, religiöse und ethnische, aber auch politische und soziale Grenzziehungen auf identitätsbildende Prozesse innerhalb mediterraner Gesellschaften ein?
  • Und wo liegen eigentlich die Grenzen des Mittelmeers, wenn etwa die Erfahrungen des „Mediterranen“ migrieren?

Bitte senden Sie Ihre elektronische Bewerbung bis zum 31.08.2013 an zms-workshop@rub.de. Die Bewerbung sollte ein Exposé (ca. 500 Wörter + 5 Keywords) für einen Vortrag von insgesamt 20 Min. sowie ein kurzes, aussagekräftiges CV beinhalten.

Die Kosten für Anreise und Übernachtung werden vom Zentrum für Mittelmeerstudien getragen.

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