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L.I.S.A. Redaktion | 27.02.2019 | 1600 Aufrufe | 1 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung |
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Der Tempel von Heliopolis

Zusammenarbeit | Episode 2

Die Ausgrabungen im Tempelbezirk von Heliopolis charakterisieren sich besonders durch die Diversität der Beteiligten, die aus verschiedenen Ländern, Kulturen sowie sozialen Verhältnissen kommen. Das Projekt profitiert daher im besonderen Maße von der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit, denn vor allem die einheimischen Archäologen liefern wichtiges Wissen zu lokalen Zusammenhängen. Auch die  Grabungsspezialisten, die bereits an vielen internationalen Projekten mitgearbeitet haben, tragen zum Erfolg des Projektes bei; genau wie die Bewohner der umliegenden Dörfer und Städte, denen die Ausgrabung zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. 

Google Maps

Das Projekt
Der Sonnentempel von Heliopolis ist der größte altägyptische Sakralbezirk. Seine Bedeutung beruhte auf der Annahme der Weltschöpfung an diesem Platz. Über den gewaltigen Zeitraum von 2400 Jahren lässt sich das Interesse der Herrschaft dokumentieren, bevor aus bislang nicht geklärten Umständen im 3. Jh. v. Chr. die Investitionen eingestellt und in der Folge die Denkmäler des Tempels abtransportiert werden. Im Areal 232 konnten im Zuge einer Notgrabung zwei Bauschichten des 4.-2. Jhs. v. Chr. identifiziert und 2017 dokumentiert werden. Die hier erzielten Ergebnisse zeigen, dass für diesen kritischen Zeitraum der Tempelgeschichte auf vergrößerter Fläche repräsentative Ergebnisse für den Prozess und die "Umstände der Profanisierung, Jahrhunderte vor der Christianisierung Ägyptens, erzielt werden können. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens betreffen somit zum einen die Umstände der Desakralisierung und das Inventar vor der Zäsur, zum anderen das Folgegeschehen im einstmals wichtigsten Tempel Ägyptens im Zeitraum des ersten Abtransportes seiner Monumente, in dessen Folge z.B. die Obelisken nach Alexandria und in der frühen Kaiserzeit nach Rom gelangten.

Projektleitung
PD Dr. Dietrich Raue

Redaktion
Peter Prestel

Kamera 
Maximilian Schecker

Schnitt 
Maximilian Schecker

Gesamtkonzeption 
Gisela Graichen und Peter Prestel 

Alle Episoden
Standortbestimmung
Episode 1
20.02.2019
Zusammenarbeit
Episode 2
27.02.2019
Funde und Befunde
Episode 3
06.03.2019
Zeichen des Niedergangs
Episode 4
13.03.2019
Generalinterview mit PD Dr. Dietrich Raue und Klara Dietze M.A.
Episode 5
20.03.2019

Kommentar

von Wolfgang Mayer | 27.02.2019 | 12:50 Uhr
Ein tolles Projekt mit vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Mabruk!
Ich wünsche noch viel Erfolg

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