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L.I.S.A.video | 30.11.2016 | 2152 Aufrufe | Georgios Chatzoudis

Handschriften der Seidenstraße

EPISODE 1 | Das Abu Reichan al-Biruni-Zentrum für orientalische Handschriften an der Staatlichen Hochschule für Orientalistik in Taschkent

Die Seidenstraße war bis zur Epoche der großen Seefahrten des ausgehenden Mittelalters die wichtigste Verbindung zwischen dem Mittelmeer in Europa und den Ländern und Völkern Zentral- und Ostasiens. Mehr als 1000 Jahre lang transportierten Händler ihre Waren über ein Netz aus verschiedenen Karawanenrouten. Über dieses verzweigte Wegenetz gelangte nicht nur Waren von West nach Ost und umgekehrt, sondern auch Ideen und vor allem Handschriften. Gesammelt und archiviert wird ein großer Teil dieser Manuskripte in Taschkent, genauer im Abu Reichan al-Biruni-Zentrum für orientalische Handschriften an der Staatlichen Hochschule für Orientalistik. Seine Mitarbeiter haben die Aufgabe, die Manuskriptsammlung, die mehr als 1000 Jahre Kulturgeschichte in sich birgt, nicht nur nach und nach zu entschlüsseln, sondern vor allem zu restaurieren und zu konservieren - eine permanente Arbeit für den Erhalt des kollektiven Gedächtnisses der Menschheit.

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Das Forschungsprojekt

Das Al-Biruni-Zentrum für Orientalische Manuskripte an der Staatlichen Hochschule für Orientalistik in Taschkent besitzt eine Sammlung von Manuskripten, die in Bezug auf ihre wissenschaftliche Bedeutung und ihren Wert jedem anderen Schatz dieser Artwelt weit ebenbürtig ist. Zurzeit befinden sich mehr als 25 000 Manuskriptbände im Depot. Die Werke wurden auf Türkisch, Arabisch,Persisch und in anderen orientalischen Sprachen verfasst und decken eine ganze Bandbreite an wissenschaftlichen Themen ab. Sie sind von zentraler Bedeutung für die Erforschung der Geschichte und Kultur der Völker Zentralasiens, Indiens, Pakistans, Afghanistans, der arabischen Länder und anderer orientalischer Staaten sowie für die Beziehungen zwischen diesen Ländern und Regionen. Eines der ältesten Werke im Institut ist das »Gharibal-Hadith« des berühmten orientalischen Gelehrten Ibn Sallam (gest. 837).

 

Das Projekt zur Erstellung eines elektronischen Verzeichnisses aller Manuskripte des Hauptbestandes des Al-Biruni-Zentrums begann im Jahr 2008. Ziel ist es, die Suche nach mittelalterlichenTextwerken anhand von Autorennamen, Titeln oder Stichworten zu ermöglichen. Das System kommt Forschern in diversen wissenschaftlichen Disziplinen zugute, da es eine einfache Möglichkeit bietet, Manuskripte einer bestimmten Periode oder Sprache zu durchsuchen. So erhalten Nutzer auf einfache Weise Zugang zu mittelalterlichen Autoren oder Kopisten.

 

Im Rahmen der Katalogisierung wurde jedes Manuskript sorgfältig gelesen und mit den Verzeichniskarten abgeglichen. Bis dato sind 10.000 Handschriftenbände beschrieben und 2.036 bislang unentdeckte Kopien gefunden worden. In sehr vielen Fällen zeigte sich, dass Titel, Autor oder Zeitangaben des Werks falsch angegeben worden waren. Heute befinden sich über 17.000 Beschreibunge nmittelalterlicher Textwerke in der Datenbank; 125.000 Manuskriptblätter sind eingescannt worden.

Ort:

Taschkent, Usbekistan

Kommentar

von Dr. Said SABBAGH | 10.12.2016 | 18:09 Uhr
Do they have the index of manuscripts?

Kommentar

von Doktorand | 15.12.2016 | 09:48 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen herzlichen Dank für Ihre fazsiniereende Episoden.
Ich bin ein Doktorand im Bereich von Orientalistik. Wo könnte man die elektronischen Manuskripten im Internet sehen?

Im Voraus wäre ich Ihnen für Ihre Antwort sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Mohammad Zarei

Kommentar

von Georgios Chatzoudis | 15.12.2016 | 10:19 Uhr
Dear Dr Sabbagh, sehr geehrter Herr Zareid,

haben Sie vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserer Videoreihe „Handschriften der Seidenstraße“. Wir haben Ihre Fragen an die Leitung des Forschungsprojekts weitergeleitet.

thank you very much for your comment referring to our video "Manuscripts of the Silk Road". Your requests have been forwarded to the project manager.

Mit freundlichen Grüßen / Kind regards,
Ihre L.I.S.A.Redaktion

Kommentar

von Professor Ashirbek Muminov | 28.12.2016 | 17:12 Uhr
Barakalla Abdusattor Jumanazarov!

Kommentar

von university of Tehran | 19.02.2017 | 14:35 Uhr
Hello !
Im looking for a persian manuscript in Tashken, its name is ( Fatavi munakka : فتاوی منقی), his author is Muhammad bin Yousof bin Muhammad Mahjordi Iji.

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