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Georgios Chatzoudis | 02/12/2019 | 476 Views | 2 | Interviews

"Das Überlegenheitsgefühl der Militärs wurde verletzt"

Interview mit Matthias Häussler über den Genozid an den Herero

Annika Fromsberg | 14.02.2019 | 13:39
Aus meiner Sicht krankt die gesamte Diskussion um Namibia an der Definition eines Völkermordes, wie der Autor auch eingangs sagt. Um es mal vergleichend darzustellen:

- Waren die Gulags, in die die Sowjets ganze Völker verschleppten Völkermord?
- Waren die Sowjetgreuels im Osten Deutschland Völkermord oder die Bombenangriffe der Allierten?
- War Vietnam ein Völkermord?


Wer ernsthaft dieses Vergleiche zieht kann nur zu einem Urteil kommen. Bei aller Grausamkeit muss es Kriterien geben, die "neutral" zutreffend sind. Wenn die Proklamation eines Offiziers, die nicht von der Regierung geteilt wird, der wichtigste Beweis ist, dann sieht es düster aus für die deutsche Historikerzunft.

Eines aber sollten Historiker in der Tat den Populisten überlassen - ein "bluttriefendes Dokument", wie das von Trotha als Kern ihrer Argumentation heranzuziehen. Das ist pure Emotionalisierung und hat mit Wissenschaft wenig zu tun.
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Lene Schwerdtfeger | 02/07/2019 | 302 Views | 1 | Events

Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt (1918-1923)

02/19/2019 | Köln | Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13-15, 19:00 Uhr

Jan-Holger Kirsch | 13.02.2019 | 12:31
Siehe zum Thema auch:
Ewald Frie, 100 Jahre 1918/19. Offene Zukünfte, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 15 (2018), S. 98-114, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5561
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Georgios Chatzoudis | 02/12/2019 | 476 Views | 2 | Interviews

"Das Überlegenheitsgefühl der Militärs wurde verletzt"

Interview mit Matthias Häussler über den Genozid an den Herero

Rene Schierenbroich | 12.02.2019 | 16:24
Der Text ist gut, ABER er krankt an den üblichen Problemen deutscher Historiker. Diese sind mangelndes Einfühlungsvermögen in die jeweile historische Zeit und eine Tendenz, in jedem Fall am Ende Deutschland als „schuldig“ darzustellen. Aber konkret:

1.) Die Rede Trothas war sicherlich martialisch, aber im Duktus der Zeit auch nichts Besonders. Solle Reden können sie um 1900 wohl in allen Ländern finden. Richtig schreibt er, dass das ständige Erwähnen als "Beweis" für einen Völkermord grotesk ist.

2.) Trotha handelte NICHT im Einvernehmen mit Kaiser und Reichsregierung. Im Gegenteil – Berlin unterband die brutale Kriegsführung des Mannes, der dazu auch noch (berechtigt) in Ungnade fiel. Für einen Völkermord wäre eine offizielle politische Intention aber unabdingbar gewesen. Ansonsten bräuchte man nur einen Soldaten, der seine eigene Agenda hat, um jeden Krieg als Völkermord darzustellen. Das wäre absurd. Ilja Ehrenburg hat ähnliche Texte im WW 2 gegen die Deutschen verfasst.

3.) Ausdrücklich zustimmen kann man bei der These, dass es sich um ein Aufschaukeln im Militärischen handelte. Die Herero hatten den Deutschen herbe Verluste zugefügt und viele deutsche Siedler ermordet. Die war eine Katastrophe für die stolzen Militärs, die daraufhin in dieser unglaublichen Brutalität reagierten. Diese überstieg dann in der Tat jedes Maß.

Nach heutigen Maßstäben ist das Geschehene in seiner Brutalität sicherlich kaum fassbar. Aber ein Historiker sollte sich der historischen Wahrheit verpflichten und die damaligen Bedingungen in sein Urteil einfließen lassen. Das hat der Autor teilweise getan und dafür gebührt ihm Dank. Teilweise ist er aber auch wieder in die Haltung verfallen, das Geschehene mit einer heutigen Wertung zu belegen.
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Georgios Chatzoudis | 02/04/2019 | 670 Views | 2 | Interviews

Zum ewigen Krieg?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Dieter Langewiesche

Rüdiger KALUPNER | 12.02.2019 | 12:09
Nach meinem evolutionstheoretisch fundierten Erkenntnisstand bilden der Krieg und die Kreativität die Extremoptionen, mit denen der Evolutionsprozess die allgegenwärtigen Beharrungs- und Fortschrittswiderstände überwindet.

Neben dem Krieg sind systemische Geniepunkt-Innovationen als Fortschrittsträge zu nennen. Letztere setzen sich dominomächtig durch - wenn sie denn ins Spiel kommen.

Es ist aber schon schwierig diese systemischen Geniepunkt-Innovationen in der Komplexität des Kultursystems zu erkennen und allein diese Systemtheorie- und Erkenntnislücke verhinderte bisher, dass Konfliktkämpfe und Kriege überflüssig wurden, d.h. rechtzeitig verhindert werden konnten.

Zumal ja die Herrschenden keinerlei Interessee haben, sich von Geniepunkt-Innovatoren ausspielen zu lassen.

Doch die evolutionseigene, goetheische Genialität-in-den-Dingen sorgt dafür, dass im kulturellen Fortschrittsprozess diese Hürden gegen den Vorrang der Geniepunkt-Politikmodells vor dem Konfliktkampf- und -Ausbeutungs-Modells aufgelöst werden. Der Verfasser arbeitet daran, dass diese Umkehr der Fortschrittsmodelle bald geschieht. Vielleicht kommt es zu einem Gedankenaustausch zwischen mir und Herrn Dr. Langewiesche.

MfG,
Rüdiger Kalupner

Rüdiger Kalupner
Dipl.Wirtsch.-Ing.
Entwickler evolutionärer Steuerungssysteme und deren Realisierung auf chaosphysikalischer Grundlage
Regierungsberater in Sachen Epochenwende unter die Ordnung des öko-KREATIVEN Evolutionspfades
Bundesvorsitzer der DIE KREATIVEN, 1. evolutionsprojekt- und goethe-politische Partei der Welt, gegr. 1985

T. 09131 207675 - www.die-kreativen-partei.de

Dechsendorfer Str. 2
91054 Erlangen
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Georgios Chatzoudis | 02/11/2019 | 621 Views | 2 | Talks

Babylon Berlin und die große Gereiztheit

Zug um Zug im IC 2203

Georgios Chatzoudis | 12.02.2019 | 09:42
Haben Sie vielen Dank für Ihr Feedback. Sie haben natürlich vollkommen recht mit Ihrer Bemerkung, dass das Leben in den Großstädten damals, insbesondere in Berlin, alles andere als repräsentativ für die gesamte Weimarer Republik gewesen wäre. Insofern danke wir Ihnen für den wichtigen Hinweis.
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Georgios Chatzoudis | 02/11/2019 | 621 Views | 2 | Talks

Babylon Berlin und die große Gereiztheit

Zug um Zug im IC 2203

Quentin Quencher | 12.02.2019 | 04:40
Ich teile Ihre Einschätzung, dass die Serie Babylon-Berlin gegen Ende nachließ. Kurz gefasst: Erste Staffel sehr gut, Zweite Staffel so lala.

Aber ich möchte noch kurz auf Ihr Gespräch eingehen, in dem Sie auch, gewissermaßen, das Leben der einfachen Menschen in der Weimarer Republik ansprachen. Hier möchte ich einwenden, dass Sie einen zu großen Augenmerk auf die Großstädte, hier Berlin, gelegt haben. Freilich weil es auch das wohl interessanteste Parkett war, auf dem der Tanz des Lebens stattfand.

Dennoch war das Land „Deutschland“ nicht durch die Großstädte geprägt, sie sind die Ausnahme. Das viel weniger aufregende Leben in der Provinz, das Kleinstädtische, würde ich eher als das wirkliche Leben in dieser Zeit annehmen.
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Georgios Chatzoudis | 02/04/2019 | 670 Views | 2 | Interviews

Zum ewigen Krieg?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Dieter Langewiesche

louis renn | 04.02.2019 | 20:25
sehr interessantes Interview! Danke.
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Judith Wonke | 06/26/2018 | 2069 Views | 1 | Interviews

Berufsperspektiven in den Geisteswissenschaften

Interview mit Doris Gutsmiedl-Schümann und Katharina Herrmann

Anna | 04.02.2019 | 13:02
Danke für dieses Interview!
LG Anna
p.s.
Auf meinem Blog erzähle ich wie sich eine Projektarbeit gestalten lässt: https://hausarbeit-agentur.com/blog/projektarbeit-schreiben
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L.I.S.A. Redaktion | 02/23/2010 | 54295 Views | 5 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

Medieval Breisgau - the world of lost castles (Germany)

Jens | 29.01.2019 | 15:16
interessiert euch nicht, dass die WP bei euch vermeindliche Fehler anprangert?
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Georgios Chatzoudis | 12/03/2018 | 1064 Views | 2 | Talks

Werk ohne Autor oder die Vereindeutigung der Welt?

Zug um Zug im IC 2310

L.I.S.A.Redaktion | 23.01.2019 | 16:04
Haben Sie vielen Dank für Ihren interessanten Hinweis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre L.I.S.A.Redaktion
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Georgios Chatzoudis | 12/03/2018 | 1064 Views | 2 | Talks

Werk ohne Autor oder die Vereindeutigung der Welt?

Zug um Zug im IC 2310

louis renn | 22.01.2019 | 20:02
Vielleicht könnten Sie mal den neuesten Film von "Der kleine Drache Kokosnuss" besprechen. das würde mich freuen, v.a. im Verhältnis zu sog. ernsthaften Filmen für Erwachsene.
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Kirsten Schröder | 01/16/2019 | 298 Views | 2 | Events

Akademievorlesung: Das "jus post bellum" und die Verantwortung gegenüber Kriegsvertriebenen

02/01/2019 | Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-19:30 Uhr

Rudolf Steinmetz | 19.01.2019 | 10:12
Dem KOMMENTAR von Friedrich Kuntz stimme ich nachdrücklich zu; NÄHERES u.a. beim Palästinakomitee Stuttgart: https://senderfreiespalaestina.de UND BEI Evelyn Hecht-Galinsky: http://sicht-vom-hochblauen.de
INFOLGE der enormen Tragweite dieses Konfliktes auch in Bezug auf die "jus post bellum" Problematik erscheint ein Forschungsprojekt über die globle Auswirkungen der israelischen Besatzungspolitik und seiner Kriegstreiberei u.a. gegen Iran, Syrien und Jemen äusserst dringlich.
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Kirsten Schröder | 01/16/2019 | 298 Views | 2 | Events

Akademievorlesung: Das "jus post bellum" und die Verantwortung gegenüber Kriegsvertriebenen

02/01/2019 | Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-19:30 Uhr

Friedrich Kuntz | 16.01.2019 | 12:23
Sehr geehrter Herr Chatzioudis,
aus der Ankündigung ist nicht zu ersehen, ob sich die Akademievorlesung "ius post bellum" am 1.2.19 auch mit der exzessiven 52jährigen Besetzung des Territoriums des palästinensischen Staates befassen wird. Die Folgen dieser "Nach-Kriegs-Zeit" machen sie - nicht nur wegen der langen Dauer - sozusagen zum Ur-Beispiel aller "ius-post-bellum"-Fälle.
Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im voraus.
Dr. Friedrich Kuntz, 67454 Haßloch/Pfalz
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L.I.S.A. Redaktion | 02/23/2010 | 54295 Views | 5 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

Medieval Breisgau - the world of lost castles (Germany)

Jens | 14.01.2019 | 10:42
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Georgios Chatzoudis | 12/04/2018 | 3064 Views | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

O. Ingmar | 13.01.2019 | 08:39
@J. Jonas: ja, ich habe eine Putzfrau, der ich in meiner kleinen Firma, in der ich 8 Leuten Arbeit gebe und tüchtig Steuern abdrücke, um 7 Uhr die Tür aufmache, nachdem ich um 6:30 angefangen habe. Aber das ist ja offenbar schon neoliberaler Luxus...

Aber sie haben wohl recht - ich als "Neoliberaler" werde wohl nie verstehen das Linke wie sie immer die selben Attitüden an den Tag legen, die schon hunderfach gescheitert sind und nur ins Elend führen. Es bleibt dabei: Der Sozialismus funktioniert genau so lange, bis ihm das Geld derjenigen ausgeht, die ihn nicht wollten...
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Georgios Chatzoudis | 12/04/2018 | 3064 Views | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

J. Lonas | 12.01.2019 | 21:32
@O. Ingmar: Wer eine Putzfrau beschäftigen kann, dem kann es ja finanziell nicht schlecht gehen. Vermutlich hatten Sie bisher nie die Bekanntschaft mit Arbeitslosigkeit, HartzIV (Alg2), Sanktionen usw. gemacht.

Neoliberale mit ihren immer gleiche Attitüden.
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L.I.S.A. Redaktion | 08/21/2016 | 5828 Views | 2 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

La mémoire collective de l'Afrique

Huit épisodes en français

Anna Lauter | 10.01.2019 | 10:54
Bonjour et Bonne Année!
Merci de votre intérêt pour ce projet. Toute une série de livres avec les transcriptions des interviews et les traductions en français, anglais et allemand a été publie, d'autres livres sont en train d'étre préparés pour la publication. Veuillez prendre contact avec la Fondation AfricAvenir International à Douala pour tout renseignement: secretariat@fondationafricavenir.org. (http://fondationafricavenir.org/index.php/fr/)
Cordialement,
La rédaction de L.I.S.A.
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Georgios Chatzoudis | 12/04/2018 | 3064 Views | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

O. Ingmar | 03.01.2019 | 13:15
@Frau Baier: ich halte Ihre Meinung für sehr gefährlich. Auch ein Arbeitnehmer ist STÄNDIGEN massiven Druck ausgesetzt, selbst die Putzfrau - und sie bezahlt den von ihnen in Watte gepackten Arbeitslosen (wenn einer psychisch krank ist ist das eine andere Sache, aber dann soll er ein Attest vorlegen).

Wahr ist aber auch - siehe Berlin oder Venezuela - wenn es nicht einen gewissen Druck gibt, zerbricht der Sozialstaat in kürzester Zeit. Berlin hat Glück und wird massiv subventioniert und so vor einem Zusammenbruch bewahrt, in Venezuela sieht es trotz Öl leider anders aus...
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Judith Wonke | 01/03/2019 | 510 Views | 1 | Interviews

"Die charismatische Führerschaft schien wenig glaubhaft"

Interview mit Peter Selb über die Auswirkung von Hitlers Wahlkampfauftritten

Rainer M. Kunz | 03.01.2019 | 12:23
Das könnte für unsere jüngere Zukunft bedeuten, dass moderne Instrumente der Massenbeeinflussung, die dezidiert eingesetzt werden, wesentlich mehr zum Erfolg einer Gruppe beitragen, als deren charismatische Leitfigur. Ich denke das an Trump und das Geschwader von Spinning doctors, die aufgrund durch Facebook, etc. gewonnenen Daten Stimmung gemacht haben.
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Georgios Chatzoudis | 01/02/2019 | 1990 Views | 1 | Announcements

VHD-Resolution 2018 - gespaltene Wissenschaft? Eine Bilanz

#gts7000. Der Geschichtstalk | 10. Januar 2019, 20 Uhr, Super7000

Quentin Quencher | 02.01.2019 | 19:28
Ich habe mir erlaubt, auf diese Veranstaltung hinzuweisen:
https://www.achgut.com/artikel/fundstueck_historiker_wollen_diskussion_nachholen