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Georgios Chatzoudis | 11.02.2019 | 810 Aufrufe | 2 | Diskussionen

Babylon Berlin und die große Gereiztheit

Zug um Zug im IC 2203 von Münster nach Köln

Georgios Chatzoudis | 12.02.2019 | 09:42 Uhr
Haben Sie vielen Dank für Ihr Feedback. Sie haben natürlich vollkommen recht mit Ihrer Bemerkung, dass das Leben in den Großstädten damals, insbesondere in Berlin, alles andere als repräsentativ für die gesamte Weimarer Republik gewesen wäre. Insofern danke wir Ihnen für den wichtigen Hinweis.
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Georgios Chatzoudis | 11.02.2019 | 810 Aufrufe | 2 | Diskussionen

Babylon Berlin und die große Gereiztheit

Zug um Zug im IC 2203 von Münster nach Köln

Quentin Quencher | 12.02.2019 | 04:40 Uhr
Ich teile Ihre Einschätzung, dass die Serie Babylon-Berlin gegen Ende nachließ. Kurz gefasst: Erste Staffel sehr gut, Zweite Staffel so lala.

Aber ich möchte noch kurz auf Ihr Gespräch eingehen, in dem Sie auch, gewissermaßen, das Leben der einfachen Menschen in der Weimarer Republik ansprachen. Hier möchte ich einwenden, dass Sie einen zu großen Augenmerk auf die Großstädte, hier Berlin, gelegt haben. Freilich weil es auch das wohl interessanteste Parkett war, auf dem der Tanz des Lebens stattfand.

Dennoch war das Land „Deutschland“ nicht durch die Großstädte geprägt, sie sind die Ausnahme. Das viel weniger aufregende Leben in der Provinz, das Kleinstädtische, würde ich eher als das wirkliche Leben in dieser Zeit annehmen.
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Georgios Chatzoudis | 03.12.2018 | 1160 Aufrufe | 2 | Diskussionen

Werk ohne Autor oder die Vereindeutigung der Welt?

Zug um Zug im IC 2310 von Düsseldorf nach Münster

L.I.S.A.Redaktion | 23.01.2019 | 16:04 Uhr
Haben Sie vielen Dank für Ihren interessanten Hinweis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre L.I.S.A.Redaktion
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Georgios Chatzoudis | 03.12.2018 | 1160 Aufrufe | 2 | Diskussionen

Werk ohne Autor oder die Vereindeutigung der Welt?

Zug um Zug im IC 2310 von Düsseldorf nach Münster

louis renn | 22.01.2019 | 20:02 Uhr
Vielleicht könnten Sie mal den neuesten Film von "Der kleine Drache Kokosnuss" besprechen. das würde mich freuen, v.a. im Verhältnis zu sog. ernsthaften Filmen für Erwachsene.
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Georgios Chatzoudis | 27.10.2017 | 3775 Aufrufe | 18 | Vorträge

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

O. Ingmar | 10.12.2018 | 11:55 Uhr
Lassen wir mal all den Hypermoralismus weg, ist es doch erstaunlich, dass Herr Roth das Prinzip der Staatenimmunität nicht kennt. Dies heißt vereinfacht, dass ein Staat den anderen nicht verurteilen kann. wenn er dies wüsste, würde er auch wissen, dass diese Prinzip für eine "funktionierende Welt essentiell ist. Beispiel: Griechenlands Gerichte verurteilen Deutschland auf X Milliarden, dann verklagt Deutschland Polen auf Herausgabe der Ostgebiete, Russland klagt wegen den Kriegstoten und Italien wegen der alliierten Luftangriffe etc. Merken Sie etwas? Jeder würde jeden verklagen - Beschlagnahmungen von ausländischen Besitz würde überall stattfinden, die Weltwirtschaft zusammenbrechen.

Schade, dass ein eigentlich honoriger Professor solch einen elementaren Aspekt unberücksichtigt läßt, nur um seinen hypermoralischen Anspruch ohne Fleck auf der Weste zu lassen.
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Diplom Fotografie Markus Georg Reintgen | 02.03.2017 | 905 Aufrufe | 5 | Artikel

Prora

Scherben von Prora

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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

L.I.S.A.Redaktion | 04.10.2018 | 13:41 Uhr
Als L.I.S.A.Redaktion weisen wir daraufhin, dass der Kommentar von Frau Hilgert nachweislich kein sogenannter Fake-Beitrag ist. Einer Anmeldung zur Kommentierung von Beiträgen bedarf es nicht. Ihre L.I.S.A.Redaktion
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Geballte Lesekompetenz | 04.10.2018 | 10:48 Uhr
Es ist schade, dass jetzt hier mit Fake-Beiträgen die bisher weitgehend sachliche Diskussion gestört werden soll.

Der Beitrag von "Nora Hilgert" ist ein Fake-Beitrag.
a) Frau Dr. Hilgert besitzt in diesem Forum einen offiziellen Account ( https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/dr._nora_hilgert ). Dieser wurde hier nicht genutzt, sondern ein anonymer Wegwerf-Account.

b) Der Beitrag von der vorgeblichen "Nora Hilgert" ist nicht nur voller seltsamer Plattitüden und Floskeln, er ist auch gespickt mit Grammatikfehlern. Frau Dr. Hilgert ist promovierte Historikerin und der deutschen Sprache mächtig. Das hier ist eine Beleidigung.

Der Beitrag soll die Leitung des VHD und Frau Dr. Hilgert desavouieren. Hier sind wir alle aufgefordert, ruhig und respektvoll den Dialog fortzuführen und nicht auf solche Provokationen hereinzufallen.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Nora Hilgert | 04.10.2018 | 08:28 Uhr
Das Doktorandenforum soll dem Anspruch nach eine Plattform bieten, eigene Projekte vorzustellen, mit Mitstreitern ins Gespräch zu kommen, Kontakte und Netzwerke auf dem Historikertag zu knüpfen, die weit über den eigentlichen Posterraum hinausgegen, der mehr ein Initial ist als etwas Statisches. Mit einem Poster hier präsent zu sein, ist aus unserer Sicht also vielmehr als ein Wettbewerb, es ist als Chance gedacht, die jede und jeder für sich ausgestalten kann. Dass es in diesem Jahr verschiedene organisatorische Missgeschicke und Pannen gab, tut uns leid und an verschiedenen Stellen haben wir uns bereits dafür entschuldigt. Auf diese Pannen mit einem offenen Brief zu reagieren, war eine Möglichkeit, den Unmut auf verschiedenen Veranstaltungen öffentlich zu äußern schloss sich an. Als Veranstalter hätten wir uns gewünscht, dass man direkt auf uns zukommt, bevor die sozialen Medien eingebunden werden. Aber wir können damit umgehen, da es uns immer um den Dialog geht, der, egal wie groß der Dissens ist, aufrecht erhalten bleiben muss. Dialog muss in jedem Zusammenhang kollegial und respektvoll sein, egal wie hoch die Emotionen kochen. Wenn aber aus Gesprächen, wie Eva Schlotheuber und ich sie im Anschluss an die Festveranstaltung geführt haben, gemacht wird, dass einzelnen Personen gedroht worden sei (siehe die Kommentare oben), verlässt dies eine akzeptable Ebene. Warum sollte jemand gedroht worden sein und in welcher Weise? Womöglich, dass Karrieren verhindert oder behindert werden? Dies hat so in keiner Weise und an keiner Stelle stattgefunden, das möchte ich unmissverständlich betonen und klarstellen. Ich kann mir nicht erklären, wie und warum diese Behauptung in den Raum gestellt worden ist. Bei mir persönlich weckt eine solche Aussage das ungute Bild, dass Karriere weniger als Selbstleistung denn als Fremdleistung eingeschätzt wird. Sicherlich sind wir alle in irgendwelchen Abhängigkeiten, aber es ist doch ganz klar festzustellen, dass jeder und jede selbst für das eigene Fortkommen zuständig ist. Aber dies führt ohnehin ganz weit weg von den eigentlichen Kritikpunkten am Doktorandenforum. Daher sei noch einmal deutlich zu betonen: Niemand wurde etwas angedroht! Einzig, und das wird auch in der obigen offenen Antwort gesagt, werden wir das Doktorandenforum in dieser Form nicht fortsetzen wollen, da es für alle Seiten viel Aufwand bedeutet, der eine Kosten-Nutzen-Rechnung nicht zu erfüllen scheint. Diese Entscheidung liegt an dem allgemein geäußerten Unmut, aber keinesfalls an den leiseren oder lauteren Äußerungen einzelner Personen. Ich möchte noch einmal betonen, dass Dialog von uns sehr groß geschrieben wird und wir deshalb mit allen Personen, die am Doktorandenforum in diesem Jahr beteiligt waren, in Kontakt treten werden, um deren konstruktive Kritik aufzunehmen, die uns wirklich wichtig ist.
Für uns gilt es nun nach vorne zu schauen, denn nach dem Kongress ist eben auch wiederum vor dem Kongress.
Nora Hilgert, Geschäftsführerin VHD
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10553 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Dr. Jutta Hergenhan | 03.10.2018 | 14:45 Uhr
Vollste Unterstützung auch von mir!
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10553 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Garnet Bräunig | 03.10.2018 | 13:10 Uhr
"Unsere jungen Menschen haben nicht nur Anspruch auf Bildung, auf berufliche Qualifikation und die Chance zur Eigenverantwortung. Am wichtigsten ist, daß wir ihnen das Gefühl geben, erwünscht, gebraucht und gefordert zu sein." (Roman Herzog)
Und was geschieht auf dem Deutschen Historikertag? Den mutigen DoktorandInnen wird mit beruflichen Konsequenzen gedroht! Ihnen gilt meine volle Unterstützung.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10553 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Andreas Kolbenschlag | 02.10.2018 | 17:11 Uhr
Ich beobachte die Diskussion als Außenstehender. Ich bin kein Promovierender, sondern "nur" ein Student der Geschichte und möchte einen Aspekt ansprechen, der in dieser Diskussion völlig untergeht. Erlauben Sie mir daher als Außenseiter ein paar zugegebenermaßen polemische Worte.

Warum werden "Promovierende nicht ausreichend gewürdigt" auf dem Historikertag? Die allgemeine Situation und der Stellenwert von Promovierenden sind in Wahrheit doch auch "hausgemacht". Es ist doch so, dass sich Doktoranden in lustvoller Devotion universitären Strukturen unterwerfen. Niemand traut sich, etwas zu verändern. Jeder hat die eigene Karriere im Kopf und niemand will eine eigene Meinung riskieren. Kollektive Anpassung und Hörigkeit beschreiben das Verhalten vieler Promovierenden in der Geschichtswissenschaft der Gegenwart. Diese Bequemlichkeit blockiert ernsthafte strukturelle Veränderungen, die die Position des Nachwuchses verbessern könnten. Liebe Promovierende, Ihr seid zu einem großen Teil selbst Schuld an dem beklagten Stellenwert und an der mangelnden Würdigung eures Beitrages in der Geschichtswissenschaft.

Der von Promovierenden verfasste offene Brief spielt Promovierende gegen Promovierte aus und hat eine Diskussion entzündet, die das Verhältnis zwischen Promovierenden und Professoren nachhaltig belasten wird. Der Brief disqualifiziert sich daher als "Rumgeheule" einiger Promovierender: Nur wird dies niemandem helfen. Zweifelsohne ist der Stellenwert vieler Promovierender nicht das "Gelbe vom Ei" und veränderungswürdig. Gleichwohl würde es der Diskussion gut tun, wenn auch "die" Promovierenden ihren eigenen Beitrag des "grundlegenden Problems", so heißt es in dem Brief, kritisch reflektieren würden. "Trotzig-kindliches" Gejammer, z.B. die Kritik über das fehlende Hinweisschild am Eingang des Posterforums und die fehlenden/ungedruckten Poster, hilft niemandem weiter und kann man nicht ernst nehmen. Ehrliche und konstruktive Kritik sieht anders aus. Stattdessen entlarvt sich der offene Brief der Promovierenden als Litanei der Eitelkeiten und des gekränkten Stolzes.

Liebe Promovierende: Sucht mit Promovierten, Professoren und Kollegen den konstruktiven und vor allem den gemeinsamen Austausch; organisiert euch besser und bildet Einrichtungen, die sich den grundlegenden Problemen des Nachwuchses in der Geschichtswissenschaft nachhaltig annehmen; seid auch ehrlich zu euch selbst und reflektiert euer eigenes Verhalten. Und seid vor allem Dingen eines mehr: selbstbewusster!
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Lang S. | 30.09.2018 | 21:52 Uhr
Das Verhalten der Verbandsspitze ist der von der Zunft angestrebten gesellschaftlichen Bedeutung des Faches unangemessen.
Die "Antwort" von Schlotheuber und Bösch offenbart entweder eine eklatante Leseschwäche der Autoren oder ihre Ignoranz für das Anliegen der Promovierenden. Ihre Ansage ist deutlich: Der VHD will und kann Promovierende nicht repräsentieren.

Nach dem unprofessionellen Verhalten von Schlotheuber auch im Vorfeld der "Antwort" kann man ihr nur raten, das Amt niederzulegen, wenn sie dem Verband nicht weiter schaden möchte.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Tillmann H. | 30.09.2018 | 10:54 Uhr
Selbst, wenn die Kritik der Doktoranden nicht gerechtfertigt wäre, ist das Drohen mit "Konsequenzen" drohen, wie es Frau Schlotheuber nach dem Festakt getan hat, inakzeptabel.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Raphaela L. | 30.09.2018 | 10:15 Uhr
Vielleicht sollte die Forderung nach mehr Lesekompetenz bei allen noch irgendwo aufgenommen werden.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

M.W. | 30.09.2018 | 09:46 Uhr
Zitat von Herrn Tandkühler: "Endlich wird einmal diese egozentrische Psuschalkritik an der höchst lobenswerten Nachwuchsarbeit des Verbands zurechtgerückt."

1. Pauschalkritik? Die Doktorand/innen haben konkrete Punkte benannt. Es ging nie darum, pauschal die Verbandsarbeit zu kritisieren.

2. Lobenswerte Nachwuchsarbeit? Zumindest im Falle des Historikertages kam der lobenswerte Aspekt dieser Arbeit wohl nicht bei den Adressat/innen an.

3. Egozentrisch? Egozentrisch ist hier nur das Verhalten (einzelner) Verbandsmitglieder, die glauben, ihre Meinung zur "Nachwuchsförderung" sei relevanter als die des sogenannten Nachwuches selbst.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Theo Paul | 30.09.2018 | 00:45 Uhr
Hätte der Verbandsvorstand direkt auf der Tagung mit einer Entschuldigung und einem Gesprächsangebot reagiert, wäre der Aufruhr sofort beendet gewesen. Gruppen, die sich unverstanden fühlen, mobilisieren alle Kräfte, wenn das Fass zum Überlaufen gebracht wurde. Dagegen hilft jedoch, Kritik anzunehmen und auf die Gruppe einzugehen. Aus Geschichte lernen ist eben doch nicht so einfach.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Shomas Tandkühler | 30.09.2018 | 00:16 Uhr
Endlich wird einmal diese egozentrische Psuschalkritik an der höchst lobenswerten Nachwuchsarbeit des Verbands zurechtgerückt. Das zu kritisieren, war wirklich der falsche Ansatz.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4845 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Sebastian Krumwinkel | 29.09.2018 | 21:22 Uhr
Als Promovierter der Mathematik verfolge ich die Geschehnisse rund um das Nachwuchsforum des Historikertages gewissermaßen als Externer, aber nicht minder interessiert. Ich kann die Kritik der Doktorand_innen nicht im Einzelnen beurteilen, doch ist das nicht nötig, um die Alarmglocken zu hören: Allein die Tatsache, dass sich auf der größten geisteswissenschaftlichen Konferenz Europas spontan dutzende Nachwuchs-Wissenschafter_innen in dieser Form organisieren, die von ihnen wahrgenommenen Missstände offen und konkret kommunizieren, dass sie dabei ihre Karriere oder womöglich ihre Promotion in Gefahr bringen, dass sich über zahlreiche Kanäle Teilnehmer_innen vergangener Historikertage ähnlich äußern, ist Hinweis genug, dass einiges schiefläuft im Umgang mit dem historischen Nachwuchs.

Die Fähigkeit, sich fortwährender Kritik zu unterziehen, sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden Wissenschaftler sein. In ihrer Antwort lassen Frau Schlotheuber und Herr Bösch im Namen des VHD diese Fähigkeit vermissen. Die Antwort enthält leider nur wenig Konkretes außer der Anzahl der Teilnehmer_innen und der kurzfristigen Absage von Räumlichkeiten. Dass Pannen bei einer solchen Großveranstaltung passieren, wird den Veranstaltern jeder verzeihen. Wer ansonsten aber ein fröhliches „Was denn, alles super, weiter so!“ kommuniziert, der will schnell wegbügeln, was knistert und knittert. Es scheint, als lassen Doktormütter und -väter ihre eigenen Kinder hier im Regen stehen. Angemessen wäre gewesen, sich mit den Doktorand_innen an einen Tisch, besser noch in einen Konferenzsaal zu setzen und sich schnellstmöglich in einen Dialog zu begeben.

Solche Vorgänge wären in meiner Wissenschaft übrigens völlig undenkbar. Alle Beteiligten reden dort auf Augenhöhe, eine Trennung zwischen Promovierenden und Promovierten wie sie im offenen Brief der Doktorand_innen beschrieben wird, kannte ich allenfalls vom Titel auf dem Türschild. Zudem wird Kritik mit offenen Armen empfangen und eine selbstgerechte Antwort wie die des VHD würde vielen Kollegen das Blut in den Kopf schießen lassen. Warum legt die Geschichtswissenschaft soviel Wert auf Hierarchie?

Es wird ja heute allerorts gepredigt, dass der Nachwuchs unser wichtigster Rohstoff ist. In Tagen wie diesen erkennt man, wem dieses Credo wirklich am Herzen liegt.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10553 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Luise | 29.09.2018 | 15:54 Uhr
Meine volle Unterstützung für dieses Anliegen!