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Martin Zaune | 24.11.2016 | 759 Aufrufe | Artikel

Audio: „Streit um Körperschaft eine symbolische Debatte"

Vortrag des Rechtswissenschaftler Hinnerk Wißmann über staatlichen Organisationsvorgaben für Religionen und künftige Herausforderungen an das Religionsverfassungsrecht - Kommentar von Religionswissenschaftlerin Astrid Reuter

Über die staatlichen Organisationsvorgaben für Religionen und künftige Herausforderungen an das Religionsverfassungsrecht hat der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hinnerk Wißmann vom Exzellenzcluster in der öffentlichen Ringvorlesung „Religionspolitik heute“ des Exzellenzclusters "Religion und Politik" und des Centrums für Religion und Moderne (CRM) der Universität Münster gesprochen.

Prof. Dr. Hinnerk Wißmann (Foto: Exzellenzcluster "Religion und Politik" / Martin Zaune)

Vortrag von Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hinnerk Wißmann „Freiheit braucht Form!? Organisationsvorgaben als Herausforderung des Religionsverfassungsrechts“

Der Kommentar zum Vortrag von Religionswissenschaftlerin PD Dr. Astrid Reuter

„Die Organisation von Religion ist ein Grundthema des religionsfreundlich-neutralen Verfassungsstaats“, sagte der Rechtswissenschaftler in seinem Vortrag vom 12. Juli 2016. Eine gelingende Kooperation zwischen Staat und Religionsgemeinschaften sei Qualitätsmerkmal einer freiheitlichen Rechtsordnung. „Ein zukunftsfestes Religionsrecht muss und kann unterscheiden: Der Anspruch auf Gleichbehandlung aller Religionen ist nicht durch Gleichförmigkeit einzulösen. Überkommene Rechtsinstitute wie der Körperschaftsstatus sind dabei nur eine Bauform und der Streit darüber trägt Züge einer symbolischen Debatte. Eine Öffnung darf nicht in einen Religionsetatismus neuer Art führen.“ Die Ausführungen kommentierte Religionswissenschaftlerin PD Dr. Astrid Reuter aus Münster.

Weitere Informationen zum Thema finden sich auf der Website des Exzellenzclusters "Religion und Politik".

Die Ringvorlesung "Religionspolitik heute" im Sommersemester 2016 befasste sich mit aktuellen Fragen der Religionspolitik. Ziel der Vorträge und Podien war es, Grundsatzfragen sowie aktuelle Konflikte und Lösungen zu erörtern, auch im internationalen Vergleich. Die Reihe brachte Wissenschaft, Politik, Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften durch Vorträge und Podiumsdiskussionen ins Gespräch. Veranstalter der öffentlichen Vortragsreihe waren der Exzellenzcluster und das Centrum für Religion und Moderne (CRM) der Universität Münster.

Der Hörfunk-Service auf der Website des Exzellenzclusters "Religion und Politik" bietet O-Töne über aktuelle Themen des Forschungsverbunds. Interessierte können sich Tonmitschnitte und Interviews dort anhören, Journalisten dienen sie zur Verwendung in Radiobeiträgen.

Copyright: Zentrum für WissenschaftskommunikationExzellenzcluster "Religion und Politik", Universität Münster

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