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Dr. Sybille Wüstemann | 21.06.2016 | 917 Aufrufe | Artikel

40 Jahre – 40 Projekte: Digitale Reise durch vier Jahrzehnte Stiftungsförderung

40-jähriges Jubiläum der Gerda Henkel Stiftung

Die Gerda Henkel Stiftung ist heute 40 Jahre alt geworden: Im Juni 1976 hatte Lisa Maskell (1914–1998) die Stiftung zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel (1888–1966) gegründet. Am 21. Juni 1976 erteilte das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Genehmigung für die rechtswirksame Errichtung der Stiftung. Seitdem hat die Gerda Henkel Stiftung weltweit rund 6.400 Forschungsprojekte mit mehr als 140 Millionen Euro unterstützt. Die Geschäftsstelle nimmt dies zum Anlass, im Jubiläumsjahr 2016 für die wissenschaftlich interessierte Öffentlichkeit herausragende Förderprojekte aus vier Jahrzehnten vorzustellen: Ab sofort präsentiert sie unter dem Titel „40 Jahre – 40 Projekte“ stellvertretend für jedes Förderjahr je ein Forschungsvorhaben pro Woche (http://40jahre.gerda-henkel-stiftung.de). Die ausgewählten Projekte werden in Text und Bild dargestellt. Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schildern zudem in Audio-, Video- und Schriftinterviews Erfahrungen und wesentliche Ergebnisse ihrer Arbeit. Den Auftakt bilden die von der Stiftung unterstützten archäologischen Grabungen in Alt-Paphos, dem heutigen Kouklia, auf Zypern.

Die Stifterin Lisa Maskell war eine Enkelin des Fabrikanten Fritz Henkel, der 1876 in Aachen die Firma Henkel & Cie. gegründet hatte. 1878 wurde das Unternehmen nach Düsseldorf verlegt, dem heutigen Stammsitz der Henkel AG & Co. KGaA. Sitz der Geschäftsstelle der Stiftung ist bis heute das Elternhaus der Stifterin in der Malkastenstraße 15 in Düsseldorf. Lisa Maskells Mutter Gerda Henkel stammte aus der Düsseldorfer Künstlerfamilie Janssen, und auch ihre Tochter hatte als Schülerin des Bildhauers Ewald Mataré eine hohe Affinität zu den Kunst- und Kulturwissenschaften. Daher widmete sie ihre Stiftung der Förderung der Geisteswissenschaften, insbesondere den historischen Disziplinen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Historische Islamwissenschaften und Rechtsgeschichte. Dem Wunsch der Stifterin entsprechend ist die Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftlern bis heute ein besonderes Anliegen der Gerda Henkel Stiftung.  

Seit einigen Jahren wendet sich die Stiftung vor allem im Rahmen der Sonderprogramme „Islam, moderner Nationalstaat und transnationale Bewegungen“ sowie „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“ auch gegenwarts- und zukunftsbezogenen Themen zu. Im Rahmen des Lisa Maskell Stipendienprogramms fördert die Stiftung junge Geisteswissenschaftler in Afrika und Südostasien. In ihrem Förderschwerpunkt „Patrimonies“ setzt sie sich verstärkt für den Erhalt kulturellen Erbes vor allem in Krisenregionen ein. Hierzu zählen auch ein Engagement für Initiativen von gefährdeten und geflohenen Forschern sowie ein im Frühjahr 2016 bewilligtes „Soforthilfeprogramm für Syrien“.  

Die Jubiläumsinitiative „40 Jahre – 40 Projekte“ bildet dieses gesamte Themenspektrum ab. Zusatzfunktionen erlauben dem Nutzer, Querbezüge zwischen den wissenschaftlichen Vorhaben herzustellen. Zum Ende der Laufzeit im März 2017 werden alle Beiträge in einem digitalen Stiftungsmagazin publiziert.

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