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Dr. Katharina Uhsadel | 03.02.2019 | 286 Aufrufe | Ankündigungen

Rosl und Paul Arnsberg-Preis und Arno Lustiger-Förderpreis

Preise der Stiftung Polytechnische Gesellschaft zur Erforschung jüdischen Lebens in Frankfurt am Main 2019

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft widmet sich in ihrer gemeinnützigen Tätigkeit auch der Pflege des kulturellen Erbes der Stadt Frankfurt am Main. Sie setzt sich dabei für das Wachhalten des Geschichtsbewusstseins ein.

Die jüdischen Bürger Frankfurts haben traditionell eine herausragende Rolle bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in der Stadt gespielt. Sie haben in hohem Maße die mäzenatische Tradition Frankfurts geprägt. Aus der Mitte der Bürgerschaft heraus haben sie zahlreiche wegweisende Einrichtungen auf den Weg gebracht, die der Stadt Frankfurt in ihrer Gesamtheit von hohem Nutzen waren und den Fortschritt der Stadtgesellschaft gefördert haben. Das Bewusstsein dafür zu schärfen und die Kenntnis darüber zu mehren ist der Zweck des Rosl und Paul Arnsberg-Preises sowie des Arno Lustiger-Förderpreises der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Rosl und Paul Arnsberg stehen als jüdische Bürger Frankfurts für ein Lebenswerk im Dienste der Aufarbeitung und Bewusstmachung des historischen Erbes der jüdischen Bürger Frankfurts. Unermüdlich hat Paul Arnsberg (1899 – 1978) in der Nachkriegszeit historische Forschungen über die Rolle der Juden in Frankfurt und Hessen angestellt und dazu Standardwerke von hohem wissenschaftlichem Rang verfasst. Seine Frau Rosl Arnsberg (1908 – 2010) hat ihn dabei nachhaltig unterstützt. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Rosl Arnsberg am 2. Juni 2008 stiftete die Stiftung Polytechnische Gesellschaft den Rosl und Paul Arnsberg-Preis.

Der Historiker und Publizist Prof. Dr. Arno Lustiger hat ebenfalls maßgeblich zur Erforschung jüdischen Lebens, insbesondere des jüdischen Widerstands, beigetragen. Seiner Initiative war die Stiftung des Rosl und Paul Arnsberg-Preises mit zu verdanken, er übernahm auch den Ehrenvorsitz der ersten Preisvergaben. Sein besonderes Augenmerk galt dabei den Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern. Im Andenken an Prof. Dr. Arno Lustiger (1924 – 2012) ergänzt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft daher seit 2016 den Rosl und Paul Arnsberg-Preis um den Arno Lustiger-Förderpreis. Dieser wird im Unterschied zum Rosl und Paul Arnsberg-Preis für eine Dissertation bzw. ein Dissertationsvorhaben vergeben.

Beide Preise werden alle drei Jahre in einem gemeinsamen Verfahren ausgeschrieben. Für die Bewerbung gelten dieselben Fristen, die Beschlussfassung über die Preisträger findet in einer gemeinsamen Jurysitzung statt, und auch die Preisvergabe erfolgt in einer gemeinsamen Veranstaltung.

Zweck der Preise und Kriterien der Vergabe

Durch die Auslobung beider Preise soll dazu angeregt werden, sich auch künftig mit der Geschichte des jüdischen Lebens in der Stadt Frankfurt am Main zu befassen. Die beiden Preise richten sich bei identischer thematischer Ausrichtung auf das jüdische Leben in Frankfurt am Main an Bewerber verschiedener Qualifikationsstufen. Der inhaltliche Bezug zu Frankfurt am Main muss jeweils ausgeprägt sein. Für den Rosl und Paul Arnsberg-Preis und den Arno Lustiger-Förderpreis gelten folgende Kriterien:

  1. Die eingereichten Arbeiten oder Vorhaben müssen von besonderer wissenschaftlicher Exzellenz sein.
  2. Die eingereichten Arbeiten sollen neue Erkenntnisse über die Geschichte der Frankfurter Juden enthalten. Die eingereichten Vorhaben sollen von solcher Art sein, dass die Gewinnung entsprechender neuer Erkenntnisse zu erwarten ist.

Bewerbungsverfahren

  1. Kandidaten können sich mit bereits verfassten Arbeiten oder mit einem geeigneten Vorhaben selbst um die Preise bewerben. Die Bewerbungen müssen durch Gutachten und Referenzen hinreichend dokumentiert sein, so dass eine Urteilsfindung durch die Jury möglich ist.
  2. Die Bewerbungsunterlagen müssen einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben sowie eine Kurzfassung der Publikation bzw. des Vorhabens (zwei Seiten) enthalten. Sofern eine Förderung des Projekts durch Dritte besteht, bitten wir um einen entsprechenden Nachweis.
  3. Die Bewerbungen sind in zweifacher Ausfertigung einzureichen (Bewerbungsunterlagen und ggf. Publikationen).

 Jury

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury:

Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main (Vorsitz)

Dr. Gad Arnsberg, Historiker

Dr. Evelyn Brockhoff, Leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt am Main

Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft e. V.

Die Jury bestimmt die Preisträger in freiem Ermessen nach bestem Wissen und Gewissen. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar.

Preisvergabe

Der Rosl und Paul Arnsberg-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, der Arno Lustiger-Förderpreis mit 3.000 Euro.

Beide Preise werden in einer Veranstaltung am 12. Dezember 2019 in Frankfurt am Main verliehen.

Die Bewerbungen sind einzureichen bei:

Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Frankfurt am Main

Dr. Katharina Uhsadel

Untermainanlage 5

60329 Frankfurt am Main

Kontakt für Rückfragen:

Tel. 069 - 789 889 15

uhsadel@sptg.de

www.sptg.de

Bewerbungsschluss: 25. April 2019

Frankfurt am Main, im Januar 2019

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft wird Ihre Daten nur für das Projekt

„Rosl und Paul Arnsberg-Preis“ bzw. für das Projekt „Arno Lustiger-Förderpreis“

verwenden.

Ausschreibung Arnsberg-Preis und Lustiger-Förderpreis 2019 (98.48 KB)

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