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L.I.S.A. Redaktion | 04/03/2019 | 1462 Views | 5 | Movies by the Gerda Henkel Foundation |
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Culture of birth

Images of midwives then and now | Episode 2

Erkenntnisse über die Geschichte und Entwicklung der Geburtskultur gewinnt Marita Metz-Becker nicht ausschließlich aus schriftlichen Quellen. Auch Gemälde in Kirchen geben wichtige Auskünfte, so auch die Darstellung der Geburt auf einem Seitenflügel des Johannes-Altars in der Elisabeth-Kirche in Marburg. Ebenso helfen Gespräche mit Hebammen der Kulturethnologin, die Entwicklungen des Berufszweiges nachzuvollziehen. 

Das Projekt
Das Forschungsprojekt von Prof. Dr. Marita Metz-Becker untersucht Landhebammen der 1960er Jahre und Gegenwart, die in der außerklinischen wie klinischen Geburtshilfe beschäftigt sind. Untersucht wird der Bedeutungswandel von Geburt sowie die Veränderungen des Berufsfeldes der Hebamme. Ist es so - wie die Körperhistorikerin Babara Duden vermutet -, dass „mit der gründlichen Medikalisierung, Hospitalisierung und Technisierung der Geburt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das, was Geburt war, beseitigt wurde, und zwar so gründlich, dass das historische Wesen der "Geburt" aus der kollektiven Erinnerung verschwunden ist“ (Duden 1998, 149)? 

Projektleitung
Prof. Dr. Marita Metz-Becker

Redaktion
Marina Anselm

Kamera 
Lilli Pongratz

Schnitt
Lilli Pongratz

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden (en)
Hebamme mit Leib und Seele
Episode 1
03/27/2019
Hebammenbilder gestern und heute
Episode 2
04/03/2019
Machtkampf um die Gebärende
Episode 3
05/08/2019
Wie viel High-Tech braucht eine Geburt?
Episode 4
05/15/2019
Was ist eine schöne Geburt?
Episode 5
05/22/2019
Geburt im Wandel
Episode 6
05/29/2019
"Rettet die Hebammen!"
Episode 7
06/05/2019
Generalinterview mit Prof. Dr. Marita Metz-Becker
Episode 8
06/12/2019

Comment

by Nicole Kaiser | 28.03.2019 | 09:07
Hallo,
Ich bin Mutter von 7 Kindern, ich wohnte bis vor 6 Monaten in Cölbe, ich habe 2 Kinder in Wehrda in der Klinik bekommen, 2 auf den Lahnbergen Uni Klinikum und 3 im Geburtshaus in Marburg!
Ich würde immer wieder ins Geburtshaus gehen! Ich wurde dort sehr gut betreut und unter der Geburt ist man nicht alleine! Ich konnte mich ganz auf mich und mein Kind konzentrieren und mich ganz auf die Geburt einlassen!
Ich möchte kein Kind mehr in einer Klinik zur Welt bringen, wenn es Gesundheitlich nicht sein muss!
Ich wohne jetzt in NRW wo es leider kein Gebutshaus mehr gibt!
Wenn Sie Fragen haben bin ich gerne bereit sie zu beantworten!
Lg Nicole Kaiser

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by Jutta Rimpler | 28.03.2019 | 21:58
Es rührt mich sehr die Arbeit der Hebammen des Marburger Geburtshauses zu sehen und ich bin froh und dankbar ,dass das geburtshaus, welches ich damals in 1994 zusammen mit 7 anderen Hebammen gegründet habe, noch existiert.
Mittlerweile lebe ich in Norwegen, arbeite als Hausgeburten Hebamme, und sehe mit erschrecken zu, wie das hebammenhandwerk mehr und mehr verschwindet.
Ich habe hier das Glück noch wirklich als Hebamme zu arbeiten - so wie Hebammen in allen generationen gearbeitet haben. Manchmal 2-3 Stunden bis zum nächsten Krankenhaus und Gebärende, die noch in der Natur verwurzelt sind. Aber auch hier in Norwegen hält die Medikalisierung, die Angst und die Technisierung mehr und mehr Einzug.
Wie können wir das Hebammenhandwerk retten?
Ich bin sicher, dass eine Zeit kommen wird, in der wir das Handwerk wieder mehr schätzen werden - ja vielleicht brauchen, wenn wir die negativen Auswirkungen der heutigen Entwicklung überschauen.
Schicke herzliche Grüsse an alle deutschen Hebammen und ganz besonders an alle hebammen des Marburger Geburtshauses, die es am Leben erhalten. Es macht einen wichtigen Abschnitt in meinem Berufsleben aus und ich denke dankbar an den Entstehungsprosess mit allen Freuden und auch Auseinandersetzungen zurück.

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by Lydia Alberg | 08.04.2019 | 22:44
Ich habe zwei Töchter, die erste kam in Wehrda zur Welt. Bei der 2. Tochter habe ich mich bewusst dazu entschieden, ins Geburtshaus zu gehen! Ich bin so froh und dankbar für unser Geburtshaus in Marburg! Meine Vorstellungen wie ich gebären möchte, haben sich erfüllt. Selbstbestimmt und doch eine erfahrene Hebamme, die dich im Geburtsprozess begleitet.

Leider merkt man den Hebammen an, das sie unter dieser jetzigen Situationen leiden!!
Ich wünsche, dass dieser Beruf wieder gesehen und geachtet wird!

Immer in Bereitschaft, immer ein offenes Ohr! Das sind Hebammen.

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by Karen Schwabe | 15.05.2019 | 15:52
Ich habe 3 Kinder und habe mich bei jeder Geburt bewusst fürs Geburtshaus in Marburg entschieden. Es war jeweils eine schöne selbstbestimmte Geburt in Ruhe und Geborgenheit. Ich würde diese Entscheidung immer wieder so treffen und bin froh dass ich die Wahlmöglichkeit in Marburg hatte. Die Hebammen machen eine tolle Arbeit.

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by Sabine Rutar | 22.05.2019 | 13:35
Das ist ein super-super-wichtiges Projekt, danke dafür! Ich lerne, dass ich zu den (nur!) 2% gehöre, die sich für eine Hausgeburt entschieden haben (2003). Ich bin bis heute so froh über diese Entscheidung, weiß aber (von der Hebamme, die mich damals begleitet hat), dass das heute "so" gar nicht mehr möglich wäre, wegen der verschärften (unsinnigen) Rechtslage. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre ist erschreckend, und ich hätte mir die gegenteilige Richtung gewünscht (personalisiert *und* kundig statt technisiert und systemisch) - wie auch die Kommentare hier zu bestätigen scheinen. Selbstbestimmtheit ist das Wichtigste, ganz sicher - aber die Informationspolitik müsste dafür viel weniger angstgeleitet sein, und das ganze System verändert werden (weg von den Rhythmen der Krankenhäuser). Das, was richtige Hebammen vermitteln und leisten können, hat meinen totalen Respekt - es ist ein Skandal, dass das so verloren geht und mit Füßen getreten wird.
@Nicole Kaier: Ich hab jetzt nicht in ganz NRW geschaut, aber zumindest in Unna gibt es ein tolles Geburtshaus: https://geburtshausunna.de. Dort arbeitet(e) u. a. "meine" Hebamme.

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