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Thomas Podranski | 06.01.2012 | 1391 Aufrufe | Interviews

"Die DDR-Vergangenheit ist ein gesamtdeutsches Thema"

Interview mit Dr. Ulrich Mählert

Zurzeit schließen die ersten deutschen Geschichtsstudenten die Bachelorphase ihres Studiums ab, die erst nach dem Fall der Berliner Mauer geboren wurden. Die friedlichen Revolutionen in Mittel- und Ostmitteleuropa des Jahres 1989 und die durch sie gestürzten sozialistischen Regime sind zu historischen Themen geworden. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Deutschen Demokratischen Repubik, insbesondere aber auch die erinnerungskulturelle Vermittlung dieser Aufarbeitung in der deutschen Öffentlichkeit, werden durch die "Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" unterstützt.
 
Wie fällt ein Zwischenfazit über zwanzig Jahre wissenschaftliche Aufarbeitung aus? Und welche Bedeutung hat die DDR-Geschichte für die gesamtdeutsche Identität der "Berliner Republik"?
 
Wir haben den Politikwissenschaftler Dr. Ulrich Mählert befragt, der den Arbeitsbereich Wissenschaft und Internationale Zusammenarbeit der Stiftung Aufarbeitung leitet.

Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

"Wir sind an dem Punkt, wo sich die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit als gesamtdeutsches Thema durchsetzt."

"Die DDR ist keine Fußnote der Geschichte."

"Man könnte im Prinzip sagen, dass die Stiftung eine Lobbyagentur ist."

"Die große Herausforderung ist, wie man bis in die kleinsten Gemeinden wirken kann."

"Wir sind kein Institut für Marxismus-Leninismus umgekehrt."

"Es gibt keine konrekreten Überlegungen für eine Zusammenlegung."

"Eine einzigartige Konstellation um deutlich zu machen, wie europäische Zeitgeschichte miteinander zusammenhängt."

Das Interview mit Dr. Ulrich Mählert in einer Datei

Wir haben zuletzt immer wieder die Anregung erhalten, neben der Unterteilung in einzelne Abschnitte, das Audio-Interview auch in einer Datei anzubieten. Der Bitte kommen wir hiermit und in Zukunft gerne nach.

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